Geheime Feierlichkeiten des Hummers

Endlich geht es mit den Reisen wieder los. Und ihr könnt dieses Mal live dabei sein, wie der Reisebericht hier entsteht. Schaut am besten täglich rein.

Wie üblich geht es über Ostern ans Meer. Das brauche ich für die Seele als Hamburger Jung. Dieses Mal ist das Ziel die Provinz Zeeland in den Niederlanden. Wir freuen uns auf die Nordseeküste, Hummerfest und Fischbrötchen.

Dienstag vor Ostern geht es los. Nach der Arbeit in den vorbereiteten Grizzly und 3 Stunden später stehen wir schon auf dem Wohnmobilstellplatz Ostertag (B). Dort treffen wir unsere Freunde und Mitreisende Tanja und Klaus. Ein gemütlicher Abend bei vorbereitetem Chili con Carne. Kurz aufgewärmt und fertig. Hunderunde und Bettchen.

Ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück geht es dann im Convoy zu unserem nächsten Zwischenhalt.

Aachen und dort der Wohnmobil-Stellplatz Bad Aachen (C). Nach der langen Fahrt heute gibt es am Abend einen ausgedehnten Spaziergang mit allen drei Hunden. Bossas Freund Xaver und seiner Freundin Ayoka. Ein Besuch des Aachener Doms darf nicht fehlen bevor es dann zum Abendessen geht. Der Abend ist dann kurz. Husch, husch ins Bett. Schließlich soll es morgen früh weiter gehen. Wollen wir doch am Mittag ankommen um das Hummerfest mitbestreiten zu können.

Das Fest des Hummers ist ein kleiner Geheimtipp. Man findet nicht viel im Internet. Letzte Berichte aus 2013. Zum Beginn der Hummersaison findet hier am letzten Donnerstag im März jeweils das Hummerfest statt und der erste gefangene Hummer wird stolz präsentiert und versteigert (2023 würde er für 4000 Euro ersteigert). Das Fest wurde vor ein paar Jahren offiziell durch die Stiftung zur Förderung des Osterschelde-Hummers nach Kortgene verlegt. So ein Fest lässt man sich aber nicht einfach wegnehmen und so finden die Feierlichkeiten einfach auch weiterhin in Zierikzee statt.

Um die Mittagszeit kommen wir in Zierikzee an. Blauer Himmel über dem Camperplaats De Zandweg (D) und Platz für unsere zwei Vans nebeneinander. Perfekt. Zu Fuß geht’s ins kleine Fischerstädtchen. Auf dem Markt gibt es erstmal frischen Fisch zur Stärkung bevor wir dem Fest des Hummers, oder wie er hier heißt „de Oosterschelde Kreeft“, beiwohnen. Die Einheimischen drücken und gleich ein Glas Sekt in die Hand. Wir folgen einfach der Meute und landen in einer kleinen Gasse, wo das eigentliche Fest stattfindet. Für 15 Euro pro Person Getränkemarken und Austern satt. Ständig bekommen wir kleine Schälchen mit Hummer in die Hand gedrückt und wir genießen es unter ausschließlich einheimischen Menschen, die uns freundlich aufnehmen. Aber auch immer wieder fragen, wie wir von dem Fest erfahren hätten. Gute Recherche ist eben alles. Wer es genau wissen will, hier wurden die Festzelte aufgebaut.

Zurück an den Vans noch eine zünftige Brotzeit und wir kriechen in unsere gemütlichen Betten. Gute Nacht für heute.

Nach einem Frühstück am Karfreitag mit frischen Brötchen geht’s für uns weiter. Ein Platz nah bei Rotterdam. Kostenlos stehen wir am Fähranleger Maassluis-Rozenburg (E). Stühle in die Sonne raus, Wein eingeschenkt und wir schauen den Schiffen hinterher, die direkt bei uns vorbei fahren. Nachmittag erkunden wir das kleine Hafenstädtchen Maassluis. Kleine Häuschen am Kanal und ein süßes Hafenbecken. Was natürlich auch nicht fehlen durfte, ein Besuch im Coffee Shop. Der Abend war dann sehr „verschwommen“.

Am Ostersamstag werden wir leider von Regen geweckt. Das tut der Gemütlichkeit im Camper aber, wie ihr euch denken könnt, keinen Abbruch. Dann fällt das Frühstück eben länger aus. Das heutige Ziel ist Yerseke. Yerseke ist das Zentrum für den Fang und die Verarbeitung von Miesmuscheln und Austern. Nr. 1 in Europa.

Ziel heute ist ein Parkplatz auch für Wohnmobile direkt in Yerseke (F).

Angekommen geht’s in das kleine Städtchen, wo Austern einem gefühlt nach geschmissen werden. Wie suchen uns ein kleines Fischrestaurant hinter einem Fischladen. Austern natur und gratiniert, Muscheln in Knoblauch und mit Weißwein. Gebackener Fisch. Wir lassen es krachen während wir über das schöne Wattenmeer schauen. Herrlich. Ein langer Spaziergang durch den Hafen und ein nicht all zu langer Abend, da alle müde sind, von der frischen Luft.

Ostersonntag starten wir mit einem Frühstück draußen in der Sonne. Einem herrlichen Vormittag folgt dann ein verregneter Spätnachmittag. Wir nutzen das für eine Mittagssiesta bevor wir uns abends wieder mit Meeresfrüchten und Fisch bekochen lassen.

Ostermontag verlassen uns Tanja & Klaus mit denen wir eine schöne Zeit hatten. Leider wartet für sie schon wieder der Alltag. Somit reisen sie heute bereits die erste Etappe zurück.

Christiane und Michael dagegen besuchen uns morgen.

Nach einem langen Hundespaziergang am Morgen wird gefrühstückt und wir packen unsere sieben Sachen. Auf dem Weg zum nächsten Platz besuchen wir das Fischerdörfchen Bruinisse, bevor es dann auf den kleinen Wohnmobilstellplatz am Yachthafen von Middelharnis (G) geht, wo wir Christianes und Michaels Ankunft am Dienstag abwarten wollen. Abends genießen wir unsere Fischeinkäufe aus Bruinisse und schauen gemütlich einen Psycho-Thriller, bevor wir uns ins Bett kuscheln.

Den nächsten Morgen, nach dem Frühstück, trudeln Christiane und Michael ein. Wir erkunden die Stadt, gehen Essen und fachsimpeln bis spät in die Nacht.

Dementsprechend ist Mittwoch dann ausschlafen angesagt. Von meiner Stunde Spaziergang mit dem Hund bringe ich frische Brötchen mit.

Der Plan für heute ist den Platz zu wechseln und den schönen Yachthafen zu verlassen. Es geht zu einem wirklich abgelegenen Stellplatz an dem wir völlig allein stehen und direkt am Wasser parken dürfen (I). Kein Mensch weit und breit. Es stürmt, es regnet und wir genießen bis in den Abend die wunderschöne Aussicht und bewundern die vorbeifahrenden Schiffe, bei einer Runde Kniffel und köstlichen Käse im warmen CamperVan.

Vorher besuchen wir aber noch das Restaurant Seafarm (H). Austern, Muscheln und natürlich darf der Oosterschelde-Kreeft nicht fehlen. Der Zeeland Hummer ist wirklich einmalig lecker und wir probieren und genießen die Meeresfrüchte.

Wir verlassen unseren Lost-Place am Mittag und wechseln auf den letzten Platz unserer Reise durch Zeeland. Wir haben uns einen sehr kleinen Stellplatz am Yachthafen in Tholen ausgeschaut und bekommen zwei der insgesamt 5 Plätze. Vom Camperplaats de Kogge (J) aus erkunden wir das Fischerdörfchen und machen Einkäufe für den Abend. Es gibt Spaghetti mit Garnelen. Wir haben eine tollen Abend mit Christiane und Michael mit viel lauter und alter Musik und schönen Gesprächen. Eine schöne Zeit hier geht für uns zuende. Eine letzte Nacht in den Niederlanden bevor wir dann am Freitag abreisen müssen.

In der Nacht haben wir leider einen Verlust zu verschmerzen. Wir haben Michael mit Magen-Darm verloren. Oder besser hat er alles verloren, was in ihm war. Spaghetti mit Garnelen und so. Gute Besserung.

Wir fahren wir geplant gegen Mittag ab. Wir finden einen schönen Stellplatz am Rheinufer kurz hinter Koblenz. Der Wohnmobilstellplatz Braubach (B) ist sehr schön, bis auf ein Nachbarpärchen, dass sich künstlich über Bossa echauffiert. Selbst drei unerzogene Gifttölen am Start und dann von sich auf andere schließen. Das haben wir gern. So what! Bevor man andere zurecht weist, sollte man schauen, dass man sich selbst an alle Regeln hält. Alte Menschen haben manchmal vielleicht auch einfach zu viel Zeit.

Wir leider nicht, und so geht es für uns morgens gleich weiter auf unser letztes Etappenziel auf dieser Rückreise. Der Wohnmobilstellplatz Steinmanns Töchter Sommerhausen (C). Traumhaft gelegen inmitten von Weinreben. Die Sonne spielt auch mit und wir kommen nochmals ordentlich zum entspannen. Über 20°Celsius und ein schöner Wind. Besser geht es nicht.

Abends unser Abschlußessen im Schoppenfetzer und dann erstmal eine letzte Nacht im Grizzly, bevor es morgen nach Hause geht.

Das Fazit: Zeeland ist eine Reise wert. Zu dieser Jahreszeit rauh und windig und wunderschön. Für mich als Hamburger Jung genau richtig. Vorteil war auch, dass es noch nicht überlaufen war. Ideal um spontan dort bleiben zu können, wo es einen hin verschlägt. Besonders schön war es die ganze Zeit mit Freunden unterwegs gewesen zu sein und die Erlebnisse zu teilen. Vielen Dank Tanja und Klaus und Christiane und Michael, dem es hoffentlich bald besser geht. Es war toll und obwohl es 1,5 Wochen waren, kam es uns viel kürzer vor. Wo geht’s als nächstes hin? Wir können es kaum erwarten.

X-Mas at it’s best

Diesen Trip haben wir nun schon Jahre auf der Wunschliste. Leider klappte es nie. Zumal es schon schwer ist für diesen Weihnachtsmarkt Karten zu bekommen. Ihr habt richtig gehört. Eintritt nur mit Eintrittskarte. Dieses Mal sind wir aber rechtzeitig dran gewesen und haben bereits letztes Jahr mit unseren Freunden Tanja & King Klaus geplant und den Termin fixiert. 2. Advent. Ravennaschlucht wir kommen.

Das Wetter stimmt schon. Zumindest in München liegt überall Schnee als wir losfahren. Freitagabend geht’s los. In knapp 4 Stunden erreichen wir den verabredeten Stellplatz am Titisee. Reichlich Stellplätze und alles was ein Camper braucht. Wir tanken Wasser und lassen den Abend mit Tanja und Klaus bei selbstgemachter Suppe und Pizza ausklingen. Nach einer Hunderunde am Titisee geht’s nur noch in unser gemütliches Bett.

Am nächsten Tag frühstücken wir gemütlich und erkunden ein wenig den kleinen Dorfkern, bevor es dann abends auf den wohl schönsten Weihnachtsmarkt geht, den Deutschland zu bieten hat. Er liegt in der Ravennaschlucht. In ca. 10 Minuten hat uns das Taxi dorthin gebracht.

Ja wirklich, dieser Weihnachtsmarkt ist ein besonderer Weihnachtsmarkt. Die schönsten Weihnachtsleckereien und allerlei Handwerk für die Winterzeit. Wir Vier lassen es uns gut gehen und bestaunen die schöne weihnachtliche Deko und die schönen Lichteffekte.

Abends wieder am Camper lassen wir die drei Hunde nochmal raus und dann kuscheln wir uns in den CamperVan und der gekaufte Räuchersschinken und die Salami werden noch verkostet.

Sonntag beginnen wir mit aufgebackenen Brötchen, einer Menge Gemütlichkeit im Camper, wenn es draußen schon so ungemütlich ist und dann geht es nach Hause.

Armani-Hilfsfonds

Für unseren Herbsturlaub suchen wir uns eine Rundtour aus, die man bestimmt am besten im Herbst macht. Weinlese, Kastanien und Trüffelmesse laden zu dieser Jahreszeit zum verweilen im Piemont ein. Das nutzen wir aus.

Da unser Grizzly die Woche vor dem Urlaub noch einen MaxxFan verpasst bekommen hat, übrigens in einen 70×50 Ausschnitt in der ehemaligen Dachluke vorn, was nicht ganz leicht zu bewerkstelligen ist, können wir erst Samstag los.

Hinterm Brenner erwartet uns blauer Himmel und wir schaffen es am ersten Tag bereits bis zum Lago d’Iseo, wo wir direkt am Ufer des Sees auf dem Stellplatz Camper (B) Parking Area – Costa Volpino einen Platz finden. Wir lassen den ersten Abend ausklingen mit einer kleinen Stadterkundung, einem Einkauf wo wir uns mit allerlei leckeren Sachen (u.a. Maronen für den Omnia) eindecken und dann toll im Diciotto10 zu Abend essen.

Am nächsten Morgen wird die Winterzeitumstellung mit ausschlafen missachtet, fein gefrühstückt und dann machen wir uns auf zum nächsten Etappenziel.

Der (C) Lago Maggiore mit seiner Isola Bella, welche uns leider enttäuscht. Viele Souvenir-Shops und Bistros und Restaurants aber leider kein Zugang zu den Gärten mit Bossa. Wobei zum Fahrtpreis von fast 20 Euro auch nochmal für uns 50 Euro dazugekommen wären, um die Gärten zu sehen. 70 Euro für Blümchen. Ich bezweifle, dass der Gegenwert da stimmt. Also schnell zurück zum Grizzly und dann ab zum Largo d’Orta. Auch wenn das Wetter bescheiden ist, finden wir einen schönen Stellplatz direkt am See. Strom, Wasser und eine Dusche auf der (D) Camper Area Lago d’Orta – Omegna. Zum Abendessen lassen wir uns dann in einem kleinen italienischen Restaurant (Laterna Blu) verwöhnen.

Das Wetter meint es derzeit nicht gut mit uns. Der Montag ist komplett verregnet. Also lassen wir es langsam angehen. Frühstücken ausgiebig, nutzen die Duschen am Platz und packen unsere Sachen. Dann geht es für uns nach Turin. Genauer gesagt auf den (E) Campeggio Grinto. Unsere geplante Museumstour verschieben wir auf den nächsten Tag und verbringen beim prasseln des Regens auf unser Dach, den Abend im Camper. Es wird selbst gekocht und als Nachtisch dann die Maronen, die hervorragend im Omnia gelingen. Der ganze Wagen duftet.

Der Dienstag wird dann Kulturtag begleitet von Sonne und blauem Himmel. Heidi wünscht sich das Museum der orientalischen Kunst (F). Im Anschluss besuchen wir das Museo della Sindone (G), wo das Grabtuch Jesu in einer kleinen Kapelle ausgestellt wird.

360° Blick in die Kapelle mit wunderschönen Deckenmalereien

Wir verlassen Turin und besuchen das nahe gelegene Bra. Hier hat eine besondere Bewegung ihren Ursprung. SlowFood, die mit ihrer Wortbildmarke einer kleinen Schnecke, bestimmt jedem bereits einmal untergekommen ist. Im Innenhof der internationalen Zentrale befindet sich die Osteria del Boccondivione (H). Hier wird SlowFood zelebriert. Tatar mit weissen Trüffel, Vitello Tonnato, Tajarin „40 Eigelb“ mit weissen Trüffel, ein Barolo vom anderen Stern und – da waren wir uns einig – die beste Panna Cotta die wir je gegessen haben und die unseren Weg auf den nahe gelegenen Stellplatz auf der Piazza Giovanni Paolo II in Cherasco (I) noch lange im Mund begleitet.

Das Vorhaben ist, am nächsten Tag ins Instituto Internazionale di Elicicoltura – eine Schneckenfarm – zu gehen. Leider haben wir nicht daran gedacht, dass Feiertag ist (Allerheiligen) und so ist hier geschlossen.

Wir besuchen das kleine Städtchen La Morra (B). Von hier aus bietet sich ein wunderschöner Blick über das Piemont bis hin zum Städtchen Barolo, dem wir heute auch noch einen Besuch abstatten. Es geht auf kurvigen Straßen mit tollem Ausblick durch Felder mit Haselnuss-Büschen/-Bäumen, bis nach Barolo.

Das Barolo Wine Museum (C) im Schloss Faletti ist das innovativste und interessanteste Weinmuseum der Welt. Wir nehmen uns Zeit und genießen die Ausstellung und im Anschluss ein Wine-Tasting dieser besonderen Weine. Lehmige und sandige Böden hinterlassen ihre Charakteristik im Wein und wir im Anschluss leider viel Geld, welches wir im Getränk der Götter und Könige anlegen.

Heute geht es noch in die Hauptstadt der weißen Trüffel, nach Alba auf den Campingplatz Alba Village (D). Abends statten wir dem Agli Archi Restaurant noch einen Besuch ab und überzeugen uns davon, dass Barolo auch noch in Alba schmeckt. Macht er ;-).

Den nächsten Tag nutzen wir für einen ausgiebigen Rundgang durch die Stadt. Schlendern, schlemmen und können natürlich nicht nach Hause ohne in Alba einen Trüffel gekauft zu haben. Die Trüffel-Reibe gibt es gleich dazu. Die Mädels können die Stadt nicht verlassen ohne Taschen zu kaufen. Der Grizzly geht langsam vor lauter Einkäufen in die Knie. Ohne die Auflastung keine Chance. Wir verlassen die Region Piemont und reisen in die Lombardei.

Wir erreichen in Mailand den Wohnmobilstellplatz New Park Milano (E) gegen Mittag, fahren per Bahn in die Stadt und die nächste Einkaufstour beginnt. Am Ende helfen wir Giorgio Armani, der eine bewegende Lebensgeschichte hatte und das Geld sicher gut gebrauchen kann. Heidi begeistert sich für eine Jacke von EA7.

Am Abend erleben wir die Überraschung des Tages. Wir wollen uns nach dem langen Tag bekochen lassen und nachdem wir in zwei Restaurants wegen Überfüllung abgewiesen werden, landen wir in einem unscheinbaren Restaurant in einer dunklen Seitengasse. Doch die vermeintliche Notlösung weiß zu begeistern. Toller Service, hervorragendes Essen und ein lustiger Karaokeabend krönen den schönen Tag im Restaurant Le Colonne. Die Flasche eisgekühlter Averna, die uns der Wirt auf dem Tisch hinterlässt pustet dem Tag für uns das Licht aus. Wir kriechen nur noch ins Bett, nachdem wir der Heizung im Grizzly kurz einmal alles abverlangen. Gute Nacht.

Jetzt wird es auch Zeit, dass wir nach Hause kommen. Also geht es am Samstag Richtung Österreich. Wir übernachten nochmal auf dem Wohnmobilstellplatz Plankenhof.

Sonntag kommen wir wieder in München an. Ich hätte zum ausräumen wohl besser ein Umzugsunternehmen gebucht. Wahnsinn, was zwei Frauen so alles in einem Kastenwagen in nur einer Woche unterbringen.

Bulgarien-Gang on Weekend-Tour

Das erste Oktoberwochenende mit Brücken- und Feiertag laden ein , um uns mit Christiane und Michael zu treffen. Unsere Urlaubsfreundschaft des Jahres aus Ungarn. Warum der Artikel „Bulgarien-Gang“ on Weekend-Tour heißt, erfahrt ihr im Reisebericht Ungarn. Freitag machen wir uns auf und treffen uns auf halber Strecke im Wohnmobilhafen Bischberg. Ein wunderschön gelegener Platz mit eigenem Teich, direkt am Main und in unmittelbarer Nähe zu Bamberg.

Einzig die Preispolitik dort können wir nicht ganz nachvollziehen. Zahlen wir doch 10 EUR je Nacht mehr, nur für die „Option“ duschen zu können. Dafür erhält man aber lediglich den Zugangscode1 für die Sanitäranlagen. Jede Duscheinheit kostet 1 EUR zusätzlich. Abgesehen davon, dass es unpraktisch ist jedes Mal mit Euro-Stücken rumzulaufen, zahlen wir gern 10 EUR mehr, würden dann aber schon gern auch morgens mal schnell duschen können, ohne nochmals zusätzlich zu bezahlen. Vielleicht mal überdenken?! Nächstes mal nehmen wir ansonsten einfach die günstigeren Plätze und duschen im CamperVan.

Wir genießen wunderschöne Herbsttage mit viel Sonne. T-Shirt und kurze Hose Anfang Oktober sind nicht selbstverständlich. Unser Stellplatz liegt 5 Meter zum Main, wo wir immer wieder, Tag und Nacht, Boote und Schiffe bestaunen können. Abends wird es frisch und zur Nacht hin holen wir alles was wärmt. Decken, Heizkissen, dicke Pullover und was für die Seele.

Nach einem gemütlichen Frühstück am darauffolgenden Morgen geht es mit dem Bus in die Innenstadt von Bamberg, wo wir uns von Brauhaus zu Brauhaus schleppen und die lokalen Bierspezialitäten durchprobieren. Merke: Rauchbier ist nicht mein Fall.

Abends grillen wir am Platz, packen uns wieder warm ein und sind auch am zweiten Abend erst spät/ früh im Bett.

Mich begrüßt der frühe Morgen stets mit Sonnenschein und Nebel über dem Wasser, bei der ersten Runde des Tages mit Bossa. Nach einer herrlich ruhigen Morgenrunde mit Bossa bringe ich Brötchen mit. Der „Rest“ wacht langsam auf und Kaffee und Frühstück können wir bereits draußen in der Sonne genießen.

Nochmals in Bamberg, verbringen wir dort den Abend. Wir genießen eine „Klein-Venedig-Schifffahrt“, Essen in der Altstadt bevor es wieder zurück zum Platz geht.

Es ist eine herrliche Zeit mit unseren Freunden, wir haben bereits die nächste Reise geplant und erholt geht es wehmütig für alle zurück. Wir sind uns einig, es dürfte auch gern einfach gemeinsam Richtung Sonne gehen.

  1. Universalzugangscode: 4567 ↩︎

Südtirol für ein Wochenende

Nach einer beruflich anstrengenden Woche nutzen wir das Privileg in München zu wohnen und mal kurz eben nach Südtirol fahren zu können. Unseren Grizzly haben wir bis Freitag abreisefertig gemacht und setzen uns nach dem Arbeitsfreitag ins Auto und düsen in den Süden. Ziel ist Kaltern an der Weinstraße in Südtirol. Und das bei besten Wetteraussichten. Genau das richtige, um die Woche zu verdauen.

Begleitet werden wir durch Nico sen., Nico jun. und Mary in ihrem neu ausgebauten knallroten CamperVan.

Erstes Ziel ist wie immer unser Lieblingszwischenstop, der Wohnmobilstellplatz am Autohof in Sterzing, wo die obligatorische Pizza unser Abendessen ist. Wir tanken Wasser und genießen den Abend zusammen. So darf das Wochenende beginnen. Wir gehen früh ins Bett um relativ früh weiter fahren zu können.

So kommen wir bereits vor 10 Uhr auf dem Caranvanpark Kaltern an. Die Gegend ist wunderschön zu dieser Jahreszeit. Reife Äpfel wohin das Auge schaut und die Weinreben sind voll reifer Trauben.

Das tolle Wetter nutzen wir für eine Tretbootfahrt, ein Bad im See und genießen danach ein leckeres Eis und ein Seewasser (Prosecco, Sprite und Blue Curaçao).

Bis zum Abend sitzen wir im Weinberg. Käse, Speck und Wein versüßen uns die Zeit.

Den Abend verbringen wir im Restaurant und sitzen anschließend noch lange vor unseren CamperVans.

Nach einem stärkenden Frühstück nutzen wir noch den sonnigen Tag, bevor wir dann am Nachmittag wieder zurück nach München fahren. Es ist nur ein Wochende gewesen, fühlt sich aber an wie ein kleiner Urlaub.

Bulgarische Nächte in Ungarn

Bei unserem Sommerurlaub haben wir lange gebraucht, um uns zu entscheiden wo es hingehen soll. Italien, Niederlande. Dort zu heiße Wetteraussichten, hier zu viel Regen vorausgesagt. Zeit ein Ziel anzusteuern, welches uns schon länger reizt. Ungarn, mit seinem Urlaubsparadies Plattensee.

Schon Freitag geht es los. Gepackt war schon alles am Vortag. Erste Etappe bis kurz vor Linz in Österreich. Auf einem Bauernhof, der gerade frisch von einem jungen Landwirt übernommen worden ist, bekommen wir Wasser für unseren Frischwassertank und übernachten auf einer Wiese am Hof. Morgens zum Frühstück bekommen wir sogar frische Milch und Eier an die Tür geliefert. So dürfen Urlaube anfangen und es verheißt Gutes.

Nach unserem ersten Urlaubsfrühstück geht’s nach Wien. Dort soll unser Bossa eine Maßanfertigung für einen Maulkorb erhalten, den wir sicherlich im Urlaub brauchen werden. Kurzum bekommen wir den leider nicht. Es gibt aber eine Empfehlung und wir bestellen ihn im Internet.

Wir düsen weiter und legen auf dem Weg zum Balaton noch einen Zwischenstopp am Neusiedler See ein, kurz vor der ungarischen Grenze. Ein schöner Platz und abends essen wir bei hervorragenden Weinen beim Weingut Sloboda. Sensationell. Das Leben ist einfach schön.

Nach einer morgendlichen Stärkung geht’s weiter.

Ungarn wir kommen. In Balatonfüred ist unsere erste Station der Platz Happy Camp. Name ist Programm und wir entspannen einige Tage dort. Einfach nichts tun. Lange schlafen, Mittagsschlaf und der Stress löst sich in Luft auf. Tolles ungarisches Essen, auf das wir uns gefreut haben bei Baricska.

Wir erkunden per Bus Balatonfüred und besuchen das Weinfest an der Strandpromenade. Was uns die Tage überrascht, ist das Wetter. Es ist doch viel heißer als erwartet. Stets um die 30° Celsius und wir haben einige Tage auch hohe Luftfeuchtigkeit. Unsere Klimaanlage zahlt sich gerade nachts aus und wir können gut schlafen.

Als wir den Campingplatz verlassen, ist unser Ziel die Weinregion Somlo. Angebaut wird dort unter anderem die regionale Rebsorte Juhfark (übersetzt »Lämmerschwanz«).

Mutterseelenallein stehen wir auf einem Wohnmobilstellplatz. Wir grillen abends und sitzen bis nachts am Lagerfeuer und reden und reden und reden… toll das wir alles zusammen genießen.

Lagerfeuer nur für uns Zwei.

Eine Gelegenheit den typischen Wein zu probieren bekommen wir leider nicht. Es ist sehr einsam hier und die Restaurants der Region öffnen wohl nur am Wochenende.

Genug Ruhe. Wir suchen den Kontrast und fahren an den Ballermann des Balaton. Siófok. Und ab geht die Post auf dem Stellplatz Siocamping. Skoda-Treffen und Karaoke. Party bis in die Nacht. Autoposer, die in ihren geruchsintensiven Zweitakter über die Campingplatzwege stolzieren. Und Conny bringt abends nur „kurz“ Müll weg und bleibt bis 3 Uhr nachts bei unseren Stellplatznachbarn Christiane und Michael hängen. „Müll-Wegbringen“ ist also das neue „Zigaretten-Holen“. Unsere Nachbarn besitzen die Ausdauer sich Connys Lebensgeschichte anzuhören. Auch vor Connys Geographiekenntnissen kann ich sie nicht schützen. So sind wir wohl nicht in Ungarn, sondern Bulgarien wo die Landeswährung allseits bekannt ja Kunar ist. Christiane und Michael werden unsere Urlaubsfreundschaft des Jahres. Stellplatznachbarn wurden sie, weil unser Grizzly auffiel. Schon hat sich die Folierung gelohnt. Schicksal trägt oft Schönes in sich.

Lange Abende mit neuen Freunden aus Wolfenbüttel. Ein Ort der Jägermeister hervorgebracht hat verspricht hochprozentige Freundschaften. Die gab es dann auch. Ich könnte ja behaupten, dass es an den zwei Michaels lag. Einer ist schon sensationell. Zwei legendär 😉. Oder Michael, wie siehst du das?

Wunderschöne Sonnenuntergänge am Plattensee.

Am Ende verstehen wir uns alle so gut, dass wir kurzerhand zusammen auf den nächsten Stellplatz Aranypart Camping wechseln, wo wir uns mit Nico, Marry und Nico jun. in ihrem neu ausgebauten CamperVan treffen, die uns aus München besuchen kommen und unsere zweite Urlaubswoche mit uns teilen. Die Abende mit Christiane, Michael und Marry und Nico sind feuchtfröhlich und lang. Einfach schön.

Mic und Conny, Christiane und Michael und Nico und Marry von links nach rechts.

Am letzten Abend zusammen in großer Runde wurde gegrillt und lange zusammen gesessen. Mein Gott, wie alt werde ich wohl werden müssen, dass ich dann irgendwann so spießig bin und den Nachbarn den Abend verderben werde?! Nieeemals.

Christiane und Michael haben uns dann Richtung Heimat verlassen und wir wechseln nochmals das Revier. Auf dem Campingplatz Mirabella stehen wir direkt in erster Reihe am Wasser.

Campen direkt am Seeufer.

Wir teilen uns einen Platz und genießen die 5 Meter zum Wasser. Nico jr. natürlich am meisten. Abends hören wir Festival- und Konzertmusik vom Nahe gelegenen Veranstaltungsplatz. Bis auf ein morgendliches Mini-Gewitter werden wir mit viel Sonne verwöhnt, bevor wir uns an dem letzten Freitag unseres Urlaubs gemeinsam in Richtung Österreich aufmachen.

In einer längeren Etappe fahren wir bis an den Zenzsee in der Steiermark. Auf dem kleinen Campingplatz am Zenzsee stehen wir wieder gemeinsam und der erste Abend wird mit zwei Omnia-Gerichten gestaltet. Wir schmeißen zusammen und zaubern uns unser eigenes Zwei-Hauptgängemenü. Lecker. Eine Lasagne und ein Maultaschenauflauf.

Der Zenzsee vor herrlichem Bergpanorama

Wir besuchen noch die regionale Alpakazucht und den Kunst- und Handwerkermarkt auf dem Franzbauerngut. Ein letzter gemeinsamer Abend, der HSV besiegt Hannover 96 mit 1:0 und dann geht auch dieser Urlaub zuende und wir treten den Rückweg an. Daran ändert leider auch die letzte Ziehung der Lottozahlen nichts.

Aufs Dach gestiegen.

Da der nächste Urlaub noch etwas auf sich warten lässt, haben wir bestes Wetter für einen Wochenendtrip genutzt.

Eine gute Gelegenheit für unsere Freunde ihr neu erworbenes Dachzelt zum zweiten Mal zu testen. Zwei Erwachsene und ein kleiner Mann schlafen in dem Zelt.

Da der Wetterbericht rund um München und in ganz Bayern nur Sonnenschein prophezeite, brauchen wir auch gar nicht so weit zu fahren.

Es ging auf den Campingplatz Demmelhof in Bad Tölz. Gerade Mal 45 Minuten Fahrtzeit. Unsere Plätze sind nebeneinander und direkt am Wasser. Der See ist wunderschön zum Baden geeignet. Sehr nette Betreiber, der Platz ist sehr sauber und gepflegt.

Wir haben eine tolle Zeit. Ausgiebig baden wir inkl. Bossa. Am Abend wird gegrillt und nach einer ruhigen Nacht wird gemeinsam gefrühstückt.

Einzig die Preise sind leicht überzogen (Stellplatz und Minimarkt) und um am Abreisetag (Sonntag) etwas länger bleiben zu können, damit das Badewetter genutzt werden kann, wird auch auf Nachfrage ein ganzer, teuerer Tagessatz fällig. Abreise also um 11:30 Uhr. Obwohl es Sonntag ist, von 12-14 Uhr Mittagspause und somit neue Anreisende auch erst ab 14 Uhr kommen könnten, sofern die große Anreisewelle noch kommen sollte. Wir glauben ehrlich gesagt, es wird nicht passieren. Das ist etwas schade und wir wünschen uns mehr Flexibilität. Zumal wir für ein paar Stunden jeweils 10 Euro angeboten haben. So gibt es eben nichts, wir reisen mit einem blöden Nachgeschmack ab und nutzen den Platz für kurze Wochenenden lieber nicht mehr so oft. Sehr schade. Manchmal sollte es auch Ausnahmen von der Regel geben.

Birthday-BBQ

Gebührend Geburtstag feiern? Kein Problem. Unter den Geburtstagsgästen für Connys Geburtstag im Stoi sind heute Lucki „Ludwig“ Maurer, The BossHoss, Det Müller, Elvis, King Kerosin, Christoph Brand, Big Bubba BBQ, Christian Münz, Little Hawk Blackburn und viele, viele mehr.

Wir sind auf der Gästeliste zum Bad Ass BBQ . Das war nicht einfach. Um so schöner dieser Abend.

Campen können wir auf der gegenüberliegenden Weide. Die gehört Lucki und wir haben es nach viel gutem Essen und sensationellem Wein von unserem Markus nicht weit nach Haus.

Wir haben uns noch nicht hin gesetzt, da sprechen uns Cathrine und Matthias (alias Elvis) an. Sie haben auch einen Boxer (Chaos). Wir sind uns auf Anhieb sympathisch und es wird ein laaaanger Abend. Sehr lange!

Wir feiern ausgiebig und ich schaffe es ein Geburtsständchen von The BossHoss zu organisieren. Sascha Vollmer und Alec Völkel holen Conny dafür sogar auf die kleine Bühne. Geht mehr ?

Albanien 2023.

Die Pfingstbrückentage nutzen wir für zwei Wochen Urlaub. Ziel ist es Albanien zu erkunden. Strände, die an Karibik erinnern sollen und ein Land, in dem Freistehen noch erlaubt ist, versprechen einen aufregenden Urlaub.

Bereits Freitag geht’s für uns los. Wie zu erwarten sind die Straßen zu Pfingsten voll und wir beschließen den ersten Abend lieber schön Essen zu gehen und vor unserem Grizzly lieber mit einem Glas Wein anzustoßen, als im Stau Lebenszeit zu verlieren. Und so steuern wir bereits den Reisemobil Stellplatz Salzburg (B) an. Lieber fahren wir früh morgens weiter. Gesagt getan. Tolles Essen im Gasthaus gegenüber, eine ausgiebige Gassi-Runde mit Bossa und ein gemütlicher Abend vor unserem Van.

Am nächsten Tag ging es dann auch früh los. Leider machte uns der Ferienverkehr einen Strich durch die Rechnung und es ging nur sehr langsam voran. Nachdem der BVB dann mit einer unglaublichen Leistung den Meistertitel doch wieder an die Bayern abgetreten hat, haben wir uns hinter Ljubljana einen Stellplatz gesucht.

Auf dem Platz von Prince Camp&Sport (C) haben wir eine kurze Nacht verbracht, um gleich an nächsten Morgen früh los zu kommen und hoffentlich weniger im Stau zu stehen.

Gesagt – getan. Bereits um 8 Uhr sind wir wieder auf der Autobahn und diesmal „flutscht“ es. Wir kommen gut voran und kommen nach einigen, auch ausgiebigen Rastplatzpausen, an unserem Wunschplatz Stanić Autocamp Linda (D) an und haben Glück. Platz in der ersten Reihe mit atemberaubenden Ausblick. Den genießen wir ausgiebig bei Wein, Brot Schinken, Käse und Salami. Der Platz ist fast leer und wir sind sicher… die Ruhe haben wir uns verdient.

(Ach ja, der HSV schafft es leider nicht direkt in die erste Liga. Dank dem wohl gut bezahlten Schiri im Spiel Heidenheim. 11 Minuten Nachspielzeit und ein Elfer der keiner war? Echt jetzt?)

Unsere letzte Etappe, bevor wir Albanien erreichen, startet nach einem kurzen Frühstück. Das Abenteuer beginnt. Erst Richtung Dubrovnik. Kurz noch die Kroaten mit einem 30-Euro-Knöllchen gesponsert. Ich bin mir sicher, erlaubt waren 80 km/h und nicht 60 km/h 😉. Dann müssen wir durch Bosnien-Herzigowina. Empfangen von einem launischen Zollbeamten, werden wir durch die gesamte Verbrecherkartei gescannt, was die Zeit am Zollhäuschen von 10 Minuten erklären würde.

Wir huschen durch das Land und erreichen Montenegro. Hier ist die Zeit stehen geblieben und die deutschen VW Golf, die unserer Abwrackprämie zum Opfer fielen, sind hier Statussymbol.

Überfahrene, streunende Hunde auf der Straße. Viele unfertige Häuser und der Eindruck das es überall an Geld fehlt.

Trotz der Straßenverhältnisse erreichen wir Albaniens Grenze. Albaner, die vor Cojones kaum gehen können, treffen wir schon an der Grenze. Kaum Haare auf dem Kopf aber Gott und die Welt kennen, es jedenfalls so aussehen lassen.

Hinter der Grenze Ziegen und Kühe auf der Straße, aber zu unserer Überraschung, kennen die zum einen die Verkehrsregeln und es wird deutlich schöner und gepflegter. So dann auch unser erster Platz Hysaj Agroturizëm Restorant & Hotel & Camping (E), wo wir abends hervorragend essen. Toller Service und ein sehr sauberer Platz für kleines Geld. So darf es weiter gehen.

So schön wie es hier ist, beschließen wir kurzerhand einfach ein Tag hier zu bleiben und das schöne Wetter zu genießen. Bossa hat Anschluss gefunden bei Doggen-Dame Lady und wir machen einfach Mal gar nichts. Morgen darf es dann weiter gehen.

Beim Frühstück lassen wir uns Zeit. Dann machen wir klar Schiff und verlassen diesen wunderschönen Ort. Weiter geht’s Richtung Süden. Über abenteuerliche Straßen, mit zum Teil riesigen Schlaglöchern, erreichen wir nach einem holprigen Sandweg den Platz Sunset Camping & Restaurant (F), wo wir in erster Reihe direkt am Meer stehen dürfen.

Am Abend macht der Platz seinen Namen alle Ehre und ein Naturschauspiel eines perfekten Sonnenuntergang begleitet unser Essen im Restaurant.

Am darauffolgenden Tag geht’s erst einmal weiter ins Landesinnere. Wir steuern den Platz Bujtina Vojsa (G) an. Stehen und die Nutzung der Sanitäreinrichtung ist kostenlos. Wir stehen einmalig schön direkt an Fluss. Hier laufen allerlei Tiere frei rum. Kühe, Ziegen und Schafe. Hühner, Katzen und Hunde, sowie zwei Truthähne. Der Gastgeber ist sehr nett und bemüht und am Abend werden wir traditionell, mit einem Saç über offener Flamme, von der Mutter des Betreibers bekocht. Wir bleiben zwei Tage und genießen die einmalige Ruhe.

Bei einem ausgedehnten Bummel durch das kleine Städtchen, lernen wir wie schnell das Wetter in den Bergen umschlagen kann. Zurück am Grizzly hat es uns das Sonnensegel zerlegt. Das Alu-Gestänge hat es leider zerrissen. Jetzt kommen Stahl-Stangen in den Camper.

Weiter geht die Reise. Wir nehmen abenteuerliche Bergstraßen und achten stets auf die Geschwindigkeit. Inzwischen sind wir an mehreren Polizisten mit Laserpistole vorbei gefahren. Leider gibt es hier lange Passagen mit nur erlaubten 50 km/h, was die Reisezeit erheblich verlängert. Aber immer noch besser, als wenn wir die Reisekasse schmälern.

Ziel sollte Lori-Beach (I) mit seinem karibischen Strand sein. Das ist uns aber zu touristisch und der Platz zum Stehen zu ungepflegt und so geht’s zum Camping Ecuador (H).

Langsam kommen wir zu unserem persönlichen Albanien-Fazit und um es vorweg zu nehmen, es ist unser Fazit nach unseren persönlichen Eindrücken.

Die Albaner sind alle furchtbar nett, hilfsbereit und freundlich. Ausnahmslos können wir das sagen. Die Infrastruktur ist an vielen Orten schlecht. Die Straßen sind oft schlecht und selbst auf Schnellstraßen wird man Mal von einem fußballgroßen Loch in der Asphaltdecke überrascht. Somit schafft man in viel Zeit, meist wenig Kilometer. Überhaupt nicht vergleichbar mit Deutschland. Hinzu kommen massive Tempolimits. So waren wir oftmals überrascht, wenn unser Navi für 50 km an die drei Stunden veranschlagt hat.

Es ist immer wieder in den Städtchen und Dörfern ungepflegt und es liegt viel Müll rum. Selbst in schönen Straßen findet man dann das eine Grundstück, dass als Müllhalde her hält.

Memaliaj war wirklich sehr ärmlich und viele Häuser verlassen. Es liefen viele ältere Menschen herum und es machte den Eindruck, jüngere Menschen würden die abgelegenen, kleineren Orte verlassen.

Lori-Beach zum Beispiel, ist dann mit tollen Stränden gesegnet. Es erinnert wirklich an Karibik. Das wissen aber alle und damit ist es dann sehr voll und touristisch.

Die Preise für alles sind fair und günstig. Essen gehen im Restaurant, mit allem drum und dran, für zwei Personen ist für umgerechnet 50 Euro gar kein Problem. Das Essen war stets gut. Gern darf man vielerorts mit Euro bezahlen. Dort wo das nicht geht, kann man mit Karte zahlen.

Vereinzelt wird versucht einen höheren Standart zu bieten. Sicher auch um gut zahlende Kunden anzulocken. Leider klappt es dann aber nicht durchgängig mit der Leistung. Es fehlt dann doch sicherlich an Infrastruktur, zuverlässigen Zulieferern und Handwerkern.

Mit unserem Hund Bossa hatten wir nirgends Probleme. Er durfte überall mit. Lediglich in Sarandë hatten wir Mal eine Situation, wo ein streunender Hund ein wenig Ärger mit Bossa provoziert hat. Die Streuner haben keine Angst vor anderen Hunden, vor Menschen umsomehr, so dass man sie dann doch gut verscheuchen kann.

Auf unserem letzten Platz in Albanien bleiben wir nochmal zwei Tage. Die Sonnenuntergänge sind traumhaft. Das genießen wir und sitzen bis in die Nacht draußen.

Zur Rückreise nach Venedig fahren wir, bereits ein Tag vor der Verschiffung, nach Igoumenitsa und übernachten auf dem Campingplatz Kalami.

Dann geht alles ganz schnell. 4 Uhr aufstehen (merke, hier ist es eine Stunde früher 4 Uhr) . Einchecken um 4:30 Uhr im Terminal, auf die Fähre und dann legen wir fast pünktlich um 6:30 Uhr ab.

Das Deck für Camper teilen wir uns mit drei weiteren Abenteurern. Ein Highlight war das Kennenlernen von Maria & Armin aus Dornbirn in ihrem selbst umgebauten 6×6 Pinzgauer.

Es ist sagenhaft viel Platz und wir sind mit Strom versorgt. Also Stühle raus und Gesicht in die Sonne halten. Den Sanitär-Trakt inklusive der Duschen teilen wir uns mit den wenigen, die hier auch an Bord „campen“. Wir reisen sehr entspannt Richtung Venedig. Abends sitzen wir mit Maria & Armin noch lange draussen und haben einen schönen Abend. Mit 2 Stunden Verspätung kommen wir, gut ausgeschlafen in Venedig an.

Dann suchen wir unser Weingut des Herzens auf und werden der Family Farm Gobbi noch einen Besuch abstatten und unsere Wein- und Olivenöl-Reserven wieder auffüllen, bevor es dann heim geht. Nicolas Gobbi und seine Frau sind wieder tolle Gastgeber, das Essen ein Gedicht, der Ort sowieso schön und wir haben uns sehr über die Bekanntschaft mit Anja & Marcello aus den Niederlanden gefreut, mit denen wir bis 3 Uhr morgens einen wunderschönen Abend verbracht haben. Meine Güte haben wir viel gelacht und Clesana dürfte sich künftig über viel Geschäft mit den Niederlanden freuen.

Wir machen uns auf den Heimweg mit einem kurzen Übernachtungsstopp auf dem Stellplatz vom Ristorante Garni Erta. Dann geht’s weiter nach München.

Da wartet dann die Verschönerung unseres Grizzlys. Der wird nächste Woche foliert. Das war also unsere letzte Reise „ganz in weiß“.

Ostertour 2023.

Wir freuen uns auf Ostern. Nicht zuletzt, da wir zu Ostern wieder Urlaub haben und traditionell der Norden auf uns wartet. Ne steife Brise um die Nase, Fisch essen und irgendwie „nach Hause kommen“. Bereits am Freitag, den 31. März, geht es für uns los. Mit einer kleinen Gewaltstrecke. Von München nach Gudow. Godow? Ein kleines Dörfchen in der Nähe von Hamburg. Warum Gudow? Hier wohnt mein Bruder Stefan mit seiner Frau Sonja und den beiden Lausbuben-Neffen Louis und Leon. Die gilt es zu besuchen.

Und so kommen wir am späten Abend an und ein von Stefan „selbst gekochter“ Salat erwartet uns, bevor wir dort unsere erste Nacht im Grizzly verbringen. Samstag trifft sich Conny mit Freunden in Hamburg.

Bei mir steht 30-jähriges Jubiläum des Abitur-Jahrgangs an. Wir bekommen eine Führung auf dem Schulgelände des Gymnasium Farmsen und beim Essen werden dann alte und neue Geschichten ausgetauscht. Nach einer kleinen Aufwärmphase sind alle einfach wieder die Klassenkameradinnen und -kameraden von Früher. Ein schöner Abend und JA, meine Schulzeit war schön, wie auch mein Schulschwarm, meine Klassenkameradin und dann jahrelange Tanzpartnerin Anne-Katrin bemerkt.

Am nächsten Tag holen wir nachmittags Heidi und ihre Freundin Lilli am Hauptbahnhof in Hamburg ab, die mit uns unseren Urlaub verbringen. Dann geht es an die Ostsee. Eurocamping Zedano erwartet uns.

Mit unserer Ankunft wechselt das Wetter und die Sonne lässt sich blicken. Bislang scheint uns nur die Sonne.

Schön Fisch essen, ein Besuch in Braaschs Schinkenräucherei, Karls Freizeitpark Warnsdorf, Hansa Park, ein Besuch in Neustadt in Holstein, Osterfeuer bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dahme, viel leckeres Eis, Einkaufsbummel für eine besondere Bad-Deko (man darf gespannt sein).

So geht eine schöne Woche am Meer zuende und wir machen uns Ostersonntag auf den Rückweg. Zwischenstopp auf dem Hofgut Stammen. Mit Scheunencamping für die Kids.

So kommen wir gut erholt zurück nach München. In ein paar Wochen treten wir dann eine besondere Reise, auf die wir uns schon sehr freuen.