Sonntagsausflug an die Donau

Das Wetter ist hervorragend vorhergesagt. Es ist Sonntag und was könnte schöner sein, als das eigene Flugzeug aus dem Hangar zu holen und ohne Zeitdruck an die Donau zu fliegen.

Vilshofen ist wie für einen Tagesausflug gemacht. Ein traumhafter Anflug der Donau entlang. So checken wir den Flieger am Boden akribisch durch, bevor es dann über die Startbahn 27 in Ampfing in die Luft geht.

Wir fliegen Richtung Osten aus der Platzrunde, Richtung Altötting am Flugplatz Mühldorf vorbei. Dann drehen wir auf Kurs Vilshofen ein, vorbei am Flugplatz Eggenfelden. Knappe 20 Minuten später melden wir uns auf Vilshofen Radio zur Landung an und bekommen die Piste 30. Hervorragend, da der Anflug wunderschön über und entlang der Donau geht.

So drehen wir in den Endanflug. Links die Altstadt von Vilshofen auf dem gegenüberliegenden Ufer und vor uns die Asphaltbahn vom Flugplatz Vilshofen. Unter uns einige Schaulustige „Spotter“, die unseren Anflug genau beobachten.

Wir landen kurz hinter der Schwelle, rollen von der Piste und bekommen auf der Abstellfläche einen Platz für unseren Flieger. Den stellen wir sorgfältig ab und machen uns zu Fuss zum Flugplatz-Restaurant. Einmal über die Piste, Landeentgelt auf dem Turm entrichten und dann gönnen wir uns zur schönen Aussicht Kuchen und Getränke. Ein wenig entschleunigen und das schöne Wetter genießen, bevor wir den Rückflug antreten.

Es ist schon wunderbar, solche Tage verbringen zu dürfen. Ich freu mich immer wieder, dass ich meinen Traum wahr gemacht habe und die Lizenz zum Fliegen erworben habe.

Schweden und seine Bären

Ein lang gehegter Reisetraum wird Wirklichkeit: Schweden! Zwei Wochen lang wollen wir durch das Land reisen, von dem wir schon als Kinder ein ziemlich romantisches Bild im Kopf hatten. Wälder, Seen, Elche, Pilze und rote Holzhäuschen. Dazu Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und die Kinder aus Bullerbü.
Kurz gesagt: Wir sind bereit für Schweden. Ob Schweden auch bereit für uns ist, wird sich zeigen.

Am Freitag, den 31. Juli, geht es pünktlich zum Ferienbeginn in Bayern auf die Autobahn. Unser erstes Etappenziel klingt allerdings weniger nach Schweden und mehr nach einem Vereinsausflug: der Bowlingtreff Hermsdorf in Bad Klosterlausnitz (Teil 1 B). Hinter der angeschlossenen Minigolfanlage gibt es ein paar Stellplätze – perfekt für unsere erste Nacht. Nach dem Abendessen im Restaurant geht es früh ins Bett. Schließlich wollen wir am nächsten Tag noch bis an die Ostsee kommen.

Das klappt trotz einiger kleinerer Staus tatsächlich ganz gut. Wir steuern Warnemünde an, finden mitten in der Stadt einen Parkplatz und machen zunächst das, was man an der Ostsee einfach machen muss: Fischbrötchen essen. Nach einer kleinen Sightseeing-Runde geht es zum Abendessen in den Hummerkorb. Labskaus steht auf dem Programm – schließlich muss man kulinarisch den Norden genießen, wenn man kann. Anschließend fahren wir zum Parkplatz am Seehafen Rostock (Teil 1 C). Nur fünf Minuten vom Fähranleger entfernt. Unsere Fähre nach Gedser geht bereits um sechs Uhr morgens. Also lassen wir den Abend gemütlich ausklingen. Der Wecker wird schließlich früh genug dafür sorgen, dass die Nacht endet.

Der Wecker hält Wort. Kurz vor sechs Uhr stehen wir auf der Fähre. Nach einem kleinen Frühstück auf dem Oberdeck liegt Dänemark vor uns. Von dort geht es weiter Richtung Kopenhagen und schließlich zur Öresundbrücke. Und dann ist sie da. Die Öresundbrücke. Ein gigantisches Bauwerk, das bei blauem Himmel und ein paar dekorativen Schäfchenwolken noch beeindruckender wirkt. Links liegt Malmö, unter uns verschwindet die Ostsee, und wir merken langsam: Jetzt sind wir wirklich in Skandinavien.
An der Grenze erwartet uns noch eine kleine Überraschung. Eine Atemalkoholkontrolle. Ich gönne mir den Test freiwillig. Das Ergebnis: nüchtern. Natürlich! Damit dürfen wir offiziell ins Land der Elche, Rentiere – und Bären.

Unser erster schwedischer Tag und unser erstes Ziel ist Tosteberga Hamn (Teil 1 D), ein kleiner Stellplatz an einem kleinen Yachthafen. Unterwegs steht natürlich noch eine wichtige Premiere an: Köttbullar. Und was soll ich sagen? Da kann sich IKEA warm anziehen.
Im nächsten Supermarkt decken wir uns dann mit schwedischen Spezialitäten ein: Kalles Kaviar, Leksands Knäckebrot und Hushållsost. Dinge, die man vorher nur vom Namen kennt und die jetzt unbedingt im Urlaub probiert werden müssen.

Am Nachmittag erreichen wir unseren Stellplatz. Die Sonne lacht, der Wind sorgt dafür, dass es angenehm bleibt, und wir genießen unsere erste schwedische Fika: Kaffee und Kardamomschnecken. So könnte Urlaub bleiben.
Abends gibt es Brotzeit mit unseren neu erworbenen schwedischen Schätzen. Dazu Dorschrogen und Nordseekrabben aus Warnemünde. Unser erster Urlaubstag in Schweden hätte kaum besser laufen können.

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht geht es früh morgens auf eine ausgedehnte Gassirunde mit Bossa. Und schon jetzt zeigt Schweden, was es kann: Naturkino ohne Eintritt. Wir entdecken einen Marder, einen Adler aus nächster Nähe, Wildgänse und Hasen. Für uns Großstadtmenschen ist das bereits ein kleines Abenteuer.
Weiter geht es Richtung Öland. In Kalmar bekommen wir im Hafen noch einen Stellplatz direkt am Wasser (Teil 1 E). Wir erkunden das kleine Städtchen und lassen uns gegenüber vom Schloss Kalmar auf einer Holzliege nieder.
Einfach sitzen. Schauen. Nichts müssen.
Am Abend geht es ins Restaurant Blomlöfs i Kalmar. Garnelen und Flusskrebse landen auf dem Teller, dazu ein Gläschen Wein. Danach lassen wir den Tag entspannt am Camper ausklingen. Wieder so ein Tag, bei dem man denkt: Genau deshalb sind wir hier.

Es geht weiter über die Brücke nach Öland. Auf Öland selbst finden wir keinen Stellplatz, der uns wirklich gefällt. Entweder voll oder noch voller. Also ändern wir den Plan. Bevor wir die Insel verlassen, probieren wir aber noch eine Spezialität der Region: Kroppkaka bei Evas Kroppkakor (Teil 1 F). Kartoffelklöße mit Speck- und Rinderfüllung, dazu flüssige Sahne und Preiselbeerkompott. Klingt ungewöhnlich. Ist es auch. Und vor allem: lecker!
Die Einheimischen kommen gleich mit großen Töpfen und holen ihre Klöße an einer separaten Ausgabe ab. Wir beschließen, dass das wahrscheinlich die schwedische Variante von „Ich nehme noch einen für später“ ist. Drive-In auf schwedisch.
Danach geht es ins Landesinnere. Und plötzlich sind wir mitten in den schwedischen Wäldern. Wald, soweit das Auge reicht. Unser Ziel ist Föseke und der Uvaparkens Ställplatser (Teil 1 G). Zehn Stellplätze direkt an einem See. Dazu absolute Stille.
Nach dem Einkauf im örtlichen 24-Stunden-Selbstbedienungssupermarkt – nehmen, was man braucht, selbst bezahlen und wieder gehen – erreichen wir unseren Stellplatz. Eine Nacht lang hören wir fast nichts. Man mag kaum laut reden, weil man das Gefühl bekommt die Stille kaputt zu machen. Schweden kann also nicht nur Natur. Schweden kann auch Stille.

Am nächsten Tag wird es nostalgisch. Wir tauchen ein in die Welt von Astrid Lindgren. Erster Halt: Bullerbü.
Oder besser gesagt: Sevedstorp, wie der Ort im echten Leben heißt. Die kleinen Höfe sehen tatsächlich so aus, wie man sie aus den Geschichten und Filmen kennt. Wir schlendern durch den Ort, besuchen das Café Bullerbyn (Teil 1 H) und probieren natürlich schwedischen Käsekuchen.
Ein bisschen fühlt es sich an, als wären wir mitten in unsere Kindheit gefahren.
Danach geht es weiter nach Katthult.
Hier hat Michel aus Lönneberga – in Schweden heißt er Emil i Lönneberga – seine Streiche getrieben. Und tatsächlich steht er da: der Katthult-Hof (Teil 1 I), wie wir ihn aus den Filmen kennen. Das Wohnhaus ist heute privat bewohnt und kann nicht besichtigt werden. Dafür gibt es im Garten jede Menge bekannte Schauplätze. Den Fahnenmast, an dem Michel seine kleine Schwester Ida hochgezogen hat. Den kleinen Schuppen, in dem Michel seine Holzfiguren geschnitzt hat, wenn er mal wieder zur Strafe dort eingesperrt wurde. Das Haus von Alfred. Und natürlich das Plumpsklo-Häuschen. Man steht dort und denkt unweigerlich an die Geschichten zurück. Wenn wir in der Weihnachtszeit wieder einen Michel-Streich anschauen, wird dieser Ort definitiv vor unserem inneren Auge auftauchen.

Von Katthult fahren wir weiter Richtung Westen. Unser nächstes Etappenziel ist Jönköping am Vätternsee. Auf dem Stellplatz Villa Björkhagen AB (Teil 1 J) verbringen wir die Nacht. Abends gehen wir noch essen und genießen anschließend einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem See. Schweden macht es uns wirklich leicht, zufrieden zu sein.
Weiter geht es nach Lidköping am Vänern (Teil 2 B), dem größten schwedischen Binnensee. Das Wetter ist heute etwas wechselhafter. Ein Schauer hier, ein Schauer da. Wobei „Schauer“ in Schweden offenbar bedeutet: kurz ordentlich nass werden und zehn Minuten später so tun, als wäre nichts gewesen. Wir machen es heute gemütlich und bummeln durch die kleine Stadt. Vielleicht ist es aber auch einfach die Ruhe vor dem Sturm. Denn morgen wartet ein echtes Highlight auf uns.

Nach dem Frühstück geht es weiter nach Westen, fast bis nach Norwegen. Unser Ziel: Strömstad. Der Campingplatz First Camp (Teil 2 C) liegt oben auf einem Berg und bietet einen fantastischen Blick über die vorgelagerten Inseln und den Kosterfjord. Die Stellplätze haben jeweils eine windgeschützte Holzterrasse, direkt am Camper. Besser kann man einen Abend kaum verbringen. Und dann kommt der Grund, warum wir überhaupt hierher wollten: Mareld. Das Meer beginnt zu leuchten. Verantwortlich dafür sind fluoreszierende Meeresorganismen. Sobald das Wasser bewegt wird, entsteht ein blaues Leuchten. Man bewegt das Wasser – und plötzlich funkelt es. Ein bisschen wie Magie. Nur eben mit Biologie.

Wir erkunden tagsüber Strömstad, bevor wir abends wieder zu unserem Stellplatz zurückkehren. Dann versinkt die Sonne hinter den Inseln und wir sitzen mit Blick auf den Kosterfjord auf unserer kleinen Terrasse. Vor uns das Meer. Über uns der Himmel. Und irgendwo unter uns beginnt das Wasser blau zu glitzern. Spätestens jetzt ist klar: Schweden kann Natur. Und zwar richtig. Und dabei haben wir noch keinen Elch gesehen. Von den Bären ganz zu schweigen.
Aber genau das macht die Reise so spannend: Jeden Tag wartet irgendwo die nächste Überraschung – ein Adler auf der Gassirunde, ein stiller See, ein Astrid-Lindgren-Drehort, ein Kartoffelkloss oder plötzlich ein blau leuchtendes Meer.

Nach dem leuchtenden Meer von Strömstad geht unsere Reise weiter Richtung Süden. Und auch wenn wir inzwischen wissen, dass Schweden landschaftlich einiges zu bieten hat, sind wir noch lange nicht fertig mit Staunen. Unser nächstes Ziel ist Göteborg. An einem kleinen Yachthafen finden wir einen Stellplatz (Teil 2 D) und können von dort bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren. Eine gute Entscheidung, denn Göteborg erkundet man am besten zu Fuß – auch wenn wir das am Abend vermutlich etwas anders sehen werden. Die Stadt gefällt uns sofort. Kleine Geschäfte, hübsche Gassen, viel Leben und eine entspannte Atmosphäre. Natürlich darf dabei eine schwedische Fika nicht fehlen. Also rein ins Café, Kaffee und etwas Süßes bestellen und einfach dem bunten Treiben zuschauen. Danach wechseln wir das Verkehrsmittel und steigen in ein Amphibienfahrzeug. Erst geht es durch die Stadt, dann wird aus dem Bus kurzerhand ein Boot und wir fahren durch den Hafen. So bekommt man Göteborg gleich aus zwei Perspektiven zu sehen. Nach einem Abendessen geht es zurück zum Yachthafen. Die Füße schmerzen inzwischen ordentlich, aber das Wetter hat wieder einmal alles gegeben: 20 bis 25 Grad, ständig eine leichte Brise und damit perfektes Wetter für einen Stadtbummel. Wir sind fix und fertig. Und glücklich. Als wir ins Bett fallen, schlafen wir vermutlich noch bevor der Kopf das Kissen berührt.

Am nächsten Morgen heißt es wieder: ein Stück Richtung Süden. Unterwegs machen wir Halt beim Vandalorum Restaurang. Heute steht eine weitere schwedische Spezialität auf dem Programm: Isterband mit Kartoffeln und Dill. Und wieder einmal stellen wir fest: Die Schweden können mehr als Köttbullar. Danach ist Schluss mit Kulturprogramm. Heute wollen wir einfach nur Ruhe. Am Furen See haben wir einen kleinen Stellplatz Alabacken (Teil 2 E) direkt am Wasser gefunden. Vielleicht zehn Camper teilen sich den Platz, ansonsten gibt es vor allem eines: Ruhe. Herrliche Ruhe.
Für Bossa, unseren deutschen Boxer, ist der Platz ebenfalls ein Erlebnis. Denn dort wartet Berta auf ihn – eine Bordeauxdogge und damit ebenfalls ein ausgewachsener Bollerkopp. Die beiden verstehen sich auf Anhieb prächtig und veranstalten eine kleine private Hundeshow direkt vor unserem Camper. Zwei Bollerköppen beim Spielen zuzusehen, ist ungefähr so elegant wie zwei Sofas auf vier Beinen beim Ballett. Aber herrlich anzuschauen. Abends machen wir etwas, das im Urlaub erstaunlich selten vorkommt: Wir sitzen tatsächlich vor dem Fernseher. Ein paar Folgen „The Bear“. Auch das ist Urlaub.

Der nächste Morgen begrüßt uns mit Nieselregen. Moment mal. Ich dachte, in Schweden regnet es nicht! Zum Glück nimmt uns Schweden diesen kleinen Ausrutscher nicht übel. Während wir frühstücken, klart es bereits wieder auf. Perfektes Timing für unser nächstes Highlight: Elche.

Im Elchpark Moose Safari geht es mit einer kleinen Bimmelbahn durch den Park. Und die Elche lassen nicht lange auf sich warten. Plötzlich stehen sie direkt neben der Bahn. Diese Tiere sind wirklich beeindruckend. Riesig, ruhig und mit einem Geweih, das aussieht, als hätte jemand beim Basteln ein bisschen übertrieben. Wir dürfen sie bestaunen, füttern und sogar streicheln. So nah waren wir einem Elch bisher noch nie. Weiter hinten im Park begegnen wir noch amerikanischen Bisons. Die sind weniger an Körperkontakt interessiert. Und bei einigen Exemplaren wird einem auch schnell klar, warum. Die Botschaft lautet eindeutig: „Schauen gerne. Anfassen lieber nicht.“ Im Park essen wir natürlich auch noch zu Mittag. Und wenn man schon einmal hier ist, muss selbstverständlich Elchfleisch probiert werden. Unser zweiter Elchkontakt hier. Wie wir erfahren, wird der Elchbestand in Schweden regelmäßig kontrolliert bejagt. Zu viele Elche würden den Wald stark schädigen. Außerdem sind sie nicht ganz ungefährlich für Autofahrer: Rund 15 Verkehrsunfälle pro Tag sollen in Schweden mit Elchen zusammenhängen. Nach diesem Ausflug betrachten wir die schwedischen Verkehrsschilder mit den Elch-Warnungen jedenfalls mit deutlich mehr Respekt.

Unser Tagesziel heißt heute noch Malmö. Im Yachthafen Ställplats Småbåtshamnen i Limhamn (Teil 2 F) finden wir einen schönen Stellplatz. Bei einer Spaziergangsrunde schauen wir uns die Boote an und lassen den Tag ruhig ausklingen. Abends gibt es Resteessen im Camper. Und weil wir inzwischen Blut geleckt haben, natürlich wieder: The Bear. Die Folge „Forks“, Staffel 2, Folge 7, hat es uns besonders angetan. Mehr verraten wir nicht. Wer die Serie kennt, weiß ohnehin, was gemeint ist. Wer sie nicht kennt, sollte sie einfach anschauen.

Am nächsten Morgen geht es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum von Malmö. Die Verbindung vom Stellplatz ist hervorragend. Und wir landen mitten im Malmö Festival. Vom 7. bis 14. August wird die gesamte Innenstadt zur Festmeile. Kleine Buden, Handwerk, Essen aus aller Herren Länder und diverse Bühnen sorgen dafür, dass eigentlich überall irgendetwas passiert. Wir lassen uns einfach mit der Menge durch die Straßen treiben. Unser heimlicher Plan war allerdings ein anderer: Wir hatten gehofft, vielleicht irgendwo ein echtes schwedisches Kräftskiva zu erleben. Das traditionelle Krebsfest gehört in Schweden zum Spätsommer. Dabei werden ganze Flusskrebse mit reichlich Dill in Salzwasser gekocht und anschließend kalt gegessen. Klingt nach genau unserem Ding. Nur leider: Keine Kräftskiva weit und breit. Keine Flusskrebse. Dafür Smash Burger und Lobster Sandwich. Man muss flexibel bleiben.

Das Wetter spielt natürlich wieder mit. Sonne, angenehmer Wind und Temperaturen, bei denen das Schlendern durch die Stadt einfach Spaß macht. Am Nachmittag flüchten wir vor dem Trubel in ein schönes Café. Wir sitzen draußen, lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und beobachten die Menschen, die an uns vorbeiziehen. Genau diese kleinen Momente sind es, die wir an solchen Reisen lieben. Zurück am Stellplatz genießen wir noch ein wenig die Nachmittagssonne. Abends wird im Omnia gekocht und danach gibt es – Überraschung – ein paar Folgen The Bear. Unsere letzte Nacht in Schweden. Das Ende kommt näher. Und das gefällt uns überhaupt nicht.

Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen. Hej då, Sverige!

Bevor wir Schweden verlassen, machen wir noch einen letzten Einkauf. Einige schwedischen Leckereien, die wir unterwegs entdeckt und lieben gelernt haben, müssen natürlich mit nach Hause. Dann geht es über die Öresundbrücke zurück nach Dänemark. Eigentlich steht noch Kopenhagen auf unserem Programm. Wir hätten gerne eine Runde durch die Stadt gedreht. Allerdings erfahren wir, dass die Umweltzone dort ziemlich streng kontrolliert wird und man sich entsprechend registrieren muss. Alternativ kann man außerhalb parken und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren. Zeitlich wird uns das zu knapp. Also fahren wir direkt nach Gedser. Auf dem Wohnmobilstellplatz (Teil 2 G) genießen wir noch die Sonne. Conny interessiert sich außerdem für die heutige Sonnenfinsternis. Wir lassen den letzten Abend in Dänemark ruhig ausklingen. Denn morgen klingelt der Wecker wieder früh.

Eine ruhige Nacht später heißt es: früh aufstehen. Unsere Fähre nach Rostock geht um 6:45 Uhr. Alles klappt problemlos und schon bald sind wir wieder auf deutschem Boden. Aber noch ist der Urlaub nicht ganz vorbei. Wir entscheiden uns für einen Zwischenstopp in Waren an der Müritz auf dem Stellplatz Maremüritz Yachthafen (Teil 2 H). Ein ausgedehnter Spaziergang durch die Stadt, eine Schifffahrt bei wunderschönem Wetter und natürlich darf auch hier ein Fischgericht nicht fehlen. Am nächsten Tag geht es weiter nach Brandenburg an der Havel. Genauer gesagt zu einem kleinen Stellplatz namens Naturhof Camping (Teil 2 I).

Hier draußen im Nichts genießen wir einen heißen Sommertag. Abends wird gegrillt und wir machen das, was man gegen Ende eines Urlaubs eben so macht: Wir beklagen gemeinsam, dass der Urlaub schon wieder vorbei ist. Und natürlich schauen wir abends noch ein paar Folgen The Bear. Die Prioritäten müssen stimmen.

Der vorletzte Urlaubstag. Heute fahren wir in die Nähe von Sonnenberg, zum Naturerlebnisbad Rothenkirchen bzw. auf den angrenzenden Wohnmobilstellplatz am Naturerlebnisbad in Pressig (Teil 2 J). Und was soll man sagen? Bei diesem Wetter ist ein Freibad genau das Richtige. Das Bad ist wunderschön angelegt, herrlich zum Abkühlen und mit 3,50 Euro Eintritt für Erwachsene ausgesprochen fair. Ab 17:30 Uhr kostet der Eintritt sogar nur noch zwei Euro. Fair geht es auch im Biergarten Hauckensepper weiter: Schnitzel mit Pommes für unter 15 Euro. Da kann man nicht meckern. Neben uns parkt ein Schweizer Paar. Die beiden sind neun Jahre lang über die Weltmeere gesegelt und reisen nun aus gesundheitlichen Gründen mit dem Camper. Wir kommen ins Gespräch und hören unglaublich spannende Geschichten. Eigentlich hätten wir gerne noch viel länger geplaudert. Aber unser Kalender erinnert uns unerbittlich daran:

Morgen geht es nach Hause. Und plötzlich ist er vorbei. Der letzte Urlaubstag. Zwei Wochen Schweden liegen hinter uns.

Zwei Wochen mit Wäldern und Seen, mit Fika und Köttbullar, Kroppkaka und Isterband. Mit Bullerbü und Katthult. Mit Göteborg und Malmö. Mit Sonnenuntergängen, stillen Stellplätzen und einem blau leuchtenden Meer. Und natürlich mit Elchen. Ein Bär nur als Serie. Sehr vielen schönen Erlebnissen. Und erstaunlich wenig Regen. Wir hatten mit dem Wetter wirklich tierisch Glück. Schweden bei diesem Wetter war ein absoluter Traum. Wir kommen wieder. Das steht fest. Und vielleicht schaffen wir es beim nächsten Mal sogar zu einer richtigen Kräftskiva mit einem Berg von Flusskrebsen. Bis dahin bleibt uns die Erinnerung an eine Reise, die so ziemlich alles hatte, was wir uns gewünscht hatten. Und natürlich an unsere ganz persönliche schwedische Abendroutine: The Bear. Die letzte Folge ist geschaut. Das Ende macht Hoffnung. Und jetzt hoffen wir einfach, dass auch unser Urlaub irgendwann eine Fortsetzung bekommt.

Denn eines ist nach diesen zwei Wochen ziemlich sicher: Schweden und wir – das passt.

Žlahtina und Pasareta 2026

Manchmal braucht es gar nicht viel für eine gelungene Reise. Ein Campervan, ein Ziel am Meer, genügend Zeit und die richtigen Menschen an seiner Seite. In unserem Fall gehören dazu natürlich auch vier Pfoten. Gemeinsam mit unserem Boxer-Rüden Bossa machten wir uns Ende Mai auf den Weg Richtung Kroatien. Was als entspannte Frühsommerreise begann, entwickelte sich schnell zu einer wunderbaren Mischung aus mediterranem Lebensgefühl, gutem Essen, besonderen Begegnungen, Rock’n’Roll, Camperleben und vielen kleinen Momenten, die man nicht planen kann – und die deshalb oft die schönsten sind.

Bevor es losgehen konnte, stand noch ein kleiner Umbau an unserem Camper auf dem Programm. Unsere Dinette bekam ein kleines Update. Der Tisch wurde verkleinert und direkt an den dafür vorgesehenen Befestigungsleisten an der Wand montiert. Dadurch konnte das bisherige Tischbein entfallen und der Platz darunter deutlich vergrößert werden. Der eigentliche Gewinner dieser Umbaumaßnahme war allerdings Bossa. Conny nähte eigens eine neue Liegematte, die perfekt in den neu gewonnenen Bereich passt. Schon vor der Abfahrt war klar: Dieser Platz würde künftig Bossas Lieblingsplatz werden.

Am Freitagnachmittag ging es direkt nach der Arbeit los. Der Kühlschrank war bereits in den Tagen zuvor gefüllt worden, sodass wir nur noch einsteigen und losfahren mussten.

Die erste Etappe führte uns bis zum Katschberg in Österreich. Nach einem entspannten Abendessen in der Pizzeria Restaurant Lärchenstadl (B) fanden wir nur wenige Meter entfernt einen dazugehörigen ruhigen Übernachtungsplatz für die Nacht. Das Plätzchen liegt am Katschberg in der Region Lungau im Bundesland Salzburg (Österreich), genauer in St. Michael im Lungau auf der Passhöhe des Katschbergs. Der Urlaub hatte begonnen.

Nach einer erholsamen Nacht führte uns die Reise weiter durch Österreich und Slowenien Richtung Kroatien.

Mit jedem Kilometer wurde das Wetter besser. Die Temperaturen stiegen auf angenehme 25 Grad und die Vorfreude wuchs. Spätestens beim Überqueren der Brücke zur Insel Krk war das Urlaubsgefühl vollständig angekommen.

Ohne Reservierung fanden wir auf dem Campingplatz Ježevac Premium Camping Resort (C) einen schönen Stellplatz und konnten direkt in den Urlaubsmodus wechseln.

Die folgenden Tage waren geprägt von genau dem, was wir an unseren Reisen so lieben:

Morgens lange Spaziergänge mit Bossa, frische Brötchen vom Bäcker, gemütliche Frühstücke mit gutem Kaffee und Connys selbstgemachter Marmelade, dazu keine Termine und kein Zeitdruck.

Wir erkundeten die Altstadt von Krk mit ihren engen Gassen, genossen Eis am Hafen, beobachteten das Treiben am Wasser und ließen die Tage einfach entstehen.

Kulinarisch begann Kroatien ebenfalls vielversprechend. Unsere ersten Cevapcici mit Ajvar und Zwiebeln im Fladenbrot schmeckten genauso gut wie die zahlreichen Fisch- und Fleischgerichte der folgenden Tage.

Besonders in Erinnerung bleibt uns ein Abend direkt am Meer. Im Oliva Grill saßen wir in der ersten Reihe zur Adria. Keine zehn Meter trennten uns vom Wasser, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.

In der Nacht zog ein Gewitter über die Insel. Während der Regen auf das Dach unseres Campers prasselte, lagen wir gemütlich in unserem Bett und lauschten den Geräuschen der Natur.

Einer der schönsten Abende auf Krk führte uns in die historische Altstadt. Direkt an der Kathedrale von Krk fanden wir einen Platz im Restaurant Frankopan. Umgeben vom sommerlichen Stimmengewirr genossen wir Muscheln, Thunfischtatar, Nudeln mit Steinpilzen und Rohschinken sowie einen hervorragenden Weißwein. Menschen lachten, Gläser klangen und die warme Abendluft trug den Duft der Adria durch die Gassen. Es waren genau diese Momente, in denen wir uns immer wieder dabei ertappten zu denken: So muss sich Urlaub anfühlen. Nach einigen wunderbaren Tagen auf Krk führte uns die Reise zurück aufs Festland.

In Jadranovo besuchten wir unsere Freundin Kirstin (D), die wir vom Flugplatz kennen, auf dem auch unser Flugzeug MOPN zuhause ist. Schon bei der Ankunft wurden wir herzlich empfangen. Unser Camper fand direkt vor ihrem Haus Platz und von ihrer Terrasse aus konnten wir sogar die Start- und Landebahn des Flughafens Rijeka beobachten. Für uns als Piloten ein ganz besonderer Ausblick.

Am Abend führte uns Kirstin nach Crikvenica ins Restaurant Galija. Direkt am Hafen genossen wir ausgezeichnetes Essen und einen wunderbaren Žlahtina-Wein aus der Region. Wer die Kvarner Bucht bereist, begegnet früher oder später dem Žlahtina. Die autochthone Weißweinrebe stammt ursprünglich von der Insel Krk und gehört zu den bekanntesten Weinen der Region. Der Wein präsentierte sich leicht, frisch und angenehm fruchtig. Mit seinen feinen Zitrusnoten und der dezenten Mineralität passte er hervorragend zu Fisch, Meeresfrüchten und den lauen Sommerabenden an der Adria. Wir genossen den Wein der Vinarija Pavlomir aus Novi Vinodolski. Das Besondere daran: Pavlomir ist die einzige Kellerei auf dem kroatischen Festland, die Žlahtina ausbaut. Die traditionsreiche Sorte ist seit Jahrhunderten hier zuhause. Merken wir uns!

Später saßen wir noch lange zusammen, erzählten Geschichten und verbrachten einen dieser Abende, bei denen die Zeit scheinbar keine Rolle spielt.

Von Jadranovo ging es weiter Richtung Süden nach Medulin. Dort erwartete uns eine Überraschung, die wir so in Kroatien nicht erwartet hätten.

Das Tear It Up Festival verwandelte den kleinen Küstenort in eine Zeitreise zurück in die 1950er Jahre. Überall standen liebevoll restaurierte Oldtimer, aus den Gassen erklang Rock’n’Roll und zahlreiche Besucher erschienen stilecht in Petticoats, Hemden und Hosenträgern. Die besondere Atmosphäre war sofort spürbar.

Auf dem Campingplatz Arena Medulin Campsite (E) fanden wir direkt am Wasser einen wunderschönen Stellplatz.

Tagsüber erkundeten wir den Ort, abends lauschten wir der Musik und genossen die entspannte Stimmung.

Einer der schönsten Momente entstand dabei ganz ungeplant.

Nach einem Grillabend vor dem Camper gesellten sich unsere österreichischen Nachbarn zu uns. Aus einem kurzen Gespräch entwickelte sich ein langer Abend voller Geschichten über das Leben, gute und schwierige Zeiten und die Erkenntnis, wie wertvoll gemeinsame Zeit ist. Es sind genau solche Begegnungen, die Camperreisen für uns so besonders machen.

Als sich das Wetter in Medulin zunehmend bewölkt zeigte, entschieden wir uns spontan für einen Ortswechsel.

Wir fuhren der Sonne entgegen. Unser Ziel war Funtana. Und tatsächlich: Während wir die Wolken hinter uns ließen, empfing uns das Istra Premium Camping Resort (F) bei strahlendem Sonnenschein.

Bossa hatte innerhalb weniger Minuten seinen Lieblingsplatz gefunden. Unter einem kleinen Olivenbaum direkt an unserem Stellplatz ließ er sich zufrieden nieder, während wir unseren selbstgemachten Willkommensdrink genossen. Der Grund für unseren Besuch in Funtana war schnell gefunden.

In den Sommermonaten finden hier regelmäßig traditionelle Fischerfeste Riva Funtana statt. Genau eines davon stand an diesem Abend auf unserem Programm. Mit der Vorfreude auf frischen Fisch, regionale Spezialitäten und einen weiteren unvergesslichen Abend am Meer endete dieser Abschnitt unserer Reise. Am Camper noch ein Abschlussdrink bevor es dann morgen die erste Etappe Richtung München geht.

Wir reisen direkt nach dem Frühstück ab und schaffen es bis kurz nach dem Karawankentunnel bis nach Österreich. Nach einem kleinen Hamsterkauf Käferbohnen landen wir für die letzte Nacht auf dem Strandcamping Gruber am Faaker See, bevor wir dann die letzte Heimetappe antreten.

Kroatien hat uns erneut begeistert. Mit seiner Gastfreundschaft, den malerischen Küstenorten, dem hervorragenden Essen, den entspannten Campingplätzen und den vielen kleinen Momenten, die eine Reise erst unvergesslich machen. Und Bossa? Der hat seinen neuen Platz unter der Dinette längst offiziell zu seinem persönlichen Reich erklärt.

Früher war mehr Lametta in Sandesneben

Manchmal muss es eben nicht die Riesen-Sause mit dreihundert Gästen und Champagner-Pyramide sein. Manchmal muss es einfach nur richtig sein. Als die Einladung zur Hochzeit von Marita und Stephan eintrudelte, war die Vorfreude riesig. Der Clou an der Sache? Eine echte Doppelhochzeit, denn Maritas Schwester Susann traute sich am selben Tag mit ihrem Andreas. Ein Doppelpack Liebe im feinen, kleinen Kreis – und wir mittendrin. Nur Familie und ein paar wenige Freunde. Toll, dass wir dazugehören.

Unsere Mission Richtung Norden startete am Montagabend. Die erste Etappe auf der Autobahn diente dem reinen Kilometerfressen, bis wir den Wohnmobilstellplatz Dettelbach am Main (B) ansteuerten. Das Kontrastprogramm zum späteren Festtagsmenü könnte nicht größer sein: Wassertank auffüllen, eine Dose herrlich unspektakuläre Ravioli auf den Kocher, eine Runde „Hitster“ fürs Gehirnjogging und ab ins Bett.

Der nächste Morgen begann standesgemäß mit Koffein und grauer Fahrbahn. Ziel des Tages war der Campingplatz am Grossensee (C). Nach stundenlanger Sitzfleisch-Folter im Cockpit des Campers und einer ausgiebigen Auslaufrunde für unseren Vierbeiner Bossa hatten wir uns das Abendessen im Gasthof „Alter Dorfkrug“ redlich verdient. Maischolle und frischer Spargel – der Norden zeigte sich kulinarisch schon mal von seiner besten Seite.

Mittwoch war der große Tag. Nach einer ruhigen Nacht schmissen wir uns in die Hochzeitsgarderobe und steuerten das Standesamt in Sandesneben an. Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als in die Gesichter von chronisch nervösen Brautpaaren zu blicken. Vor dem Amt liefen wir direkt Linus (Stephans Sohn) in die Arme. Den hatte ich das letzte Mal gesehen, als er mir gerade bis zur Hüfte reichte – heute steht da ein stattlicher Mann von 27 Jahren. Die Zeit fliegt, was man immer besonders an den Kindern sieht. Stephans Mama hatte es zum Glück rechtzeitig aus dem Krankenhaus geschafft und Bräutigam Stephan war mit Schiebermütze und einer gehörigen Portion Lampenfieber ausgestattet. Genau so gehört sich das.

Im Standesamt wurde es dann feierlich: Erst machten Susann und Andreas den bürokratischen Teil der Liebe fest, direkt danach folgten Marita und Stephan in den Bund des Lebens. Zur anschließenden Feier ging es in das gemütliches Gasthaus Lauenburger Hof (D). Was folgt, war die perfekte Hochzeits-Formel: Fantastisches Essen, lautes Lachen, endlose Gespräche, Naschereien und sogar ein bisschen Beinarbeit auf der Tanzfläche. Als Hochzeitsgeschenk hatten wir Eheratschläge von Vicco von Bülow – besser bekannt als Loriot – im Gepäck. Die skizzierten Szenen einer Ehe sollen den frischgebackenen Eheleuten als humorvoller Kompass dienen. Am Ende des Abends saßen wir im harten Kern der letzten Überlebenden. Das Beste an der Location? Unser Bett stand direkt hinter dem Gasthaus auf dem Parkplatz. Kein Taxi, kein Heimweg, nur die Autotür ins Schloss werfen.

Nach dem Ausschlafen siegte die spontane Abenteuerlust: Wenn man schon mal hier oben ist, muss man auch die Ostsee sehen. Also ab nach Travemünde. Auf dem Stellplatz am Fischereihafen (E) ergatterten wir das letzte freie Plätzchen für unser mobiles Heim. Bei Kaiserwetter schlenderten wir über die Promenade, holten uns ein obligatorisches Fischbrötchen an der Bude und krönten den maritimen Tag mit einem Essen bei Gosch. An den Strandterrassen erwartete uns ein gemütliches kleines Dorf aus Holzbuden. Mit Live-Musik im Ohr und der Sonne im Gesicht genossen wir das Leben auf den Holzterrassen zum Vatertag in vollen Zügen.

Am nächsten Tag zeigte unser Kompass unbarmherzig wieder nach Süden. Aber nicht ohne kulinarische Zwischenstopps. Erst plünderten wir den legendären Croque-Laden „Kleine Pause Hohenhorn“ (F) – unser Label „Best Croque im Norden“ tragen die absolut zurecht (vielen Dank an dieser Stelle an Hanni und Roberto). Frisch gestärkt steuerten wir das „Camp am Reihersee“ (G) bei Lauenburg an. Hier trafen wir uns noch einmal mit den beiden Hochzeitspaaren, die sich den See für ihre Flitterwochen ausgesucht hatten. Ein entspannter Grillabend mit den frisch Vermählten setzte dem Trip die Krone auf.

Der finale Heimweg nach München verlangte nach einem letzten Zwischenstopp. Den fanden wir auf dem Wohnmobilstellplatz „Ziegenböcke“ (H) in Thüringen. Das urige, angrenzende Gasthaus zu den grauen Ziegenböcken mit deftiger Küche fing den ersten Post-Urlaubs-Blues perfekt ab.

Hinter uns liegt eine fantastische kleine Reise, eine wunderschöne Hochzeit und ein herrlicher Kurzbesuch am Meer. Der Abschied fällt schwer, aber die Vorfreude rettet uns: In zwei Wochen startet schon unser nächster großer Urlaub. Wir berichten natürlich wieder.

Echsenjagd am Kalterer See

Manchmal braucht es keine Weltreise, um den Kopf auszuschalten. Nur eine Woche nach unserem Flug nach Speyer packen wir schon wieder die Taschen. Das Ziel? Unser Klassiker, unser „Happy Place“: Südtirol.

Diesmal wieder mit dabei sind Nico und sein Sohn – und jede Menge Vorfreude auf das verlängerte Mai-Wochenende.

Los geht’s Donnerstagabend direkt nach der Arbeit. Die erste Etappe ist bei uns Tradition: Sterzing, direkt hinter der Grenze. Während andere den Rastplatz nur zum Tanken nutzen, beginnt für uns hier das Ritual. Wassertank voll, Kopf leer. In der Rasthofpizzeria gibt es die erste echte Pizza und ein Glas Wein. Ein tiefer Seufzer: Wir sind da.

Nach einer ruhigen Nacht in Sterzing erreichen wir schon um 9 Uhr den Kalterer See. Das Glück ist auf unserer Seite – zwei Plätze nebeneinander! Während Nico und sein Kleiner auf Safari gehen (Eidechsen fangen), genießen Conny, Bossa und ich die erste richtige Frühlingssonne. 25 Grad, strahlendes Blau – der Wettergott ist definitiv Südtirol-Fan.

Ein Highlight am See? Das Restaurant Geier. Spaghetti, Vino und die Gesellschaft von neuen Freunden. Unsere Stellplatznachbarn und ihr Sohn Levi aus Augsburg haben unseren Stellplatz-Alltag bereichert – erst beim Kennenlernen in der Sonne, später bei einer Runde Hitster am Abend, als wir noch in größerer Runde zusammensitzen.

Samstagmorgen lassen wir uns von der Sonne im Camper wecken. Das Frühstück ist ein Festmahl: Mortadella, Rührei und die unverzichtbaren Vinschgauer mit Cacciatore. Danach geht’s mit dem Bus nach Kaltern-City und mit der Mendelbahn hinauf zum Pass. Ein kühles Bier, ein Eis und dieser Blick über das Überetsch – mehr braucht es nicht.

Sonntagabend sind wir zurück in München. Es waren nur drei Tage, aber sie fühlen sich an wie zwei Wochen Akku-Laden. Südtirol, wir kommen wieder. Sicherlich schneller, als wir „Vernatsch“ sagen können.

Sekt in Speyer und Mojos in Stuttgart

April, April, der macht, was er will? Von wegen! Ende April 2026 meinte es der Wettergott verdammt gut mit uns. So gut, dass wir kurzerhand die Wochenendplanung über den Haufen geworfen haben. Spontanität ist die einzige Form von Freiheit, die wirklich zählt – besonders wenn das Ziel Malsch bei Speyer heißt und die Gastgeber Cathrine und Matthias (alias Elvis) bereits den Wein kaltgestellt haben. Schnallt euch an, ich nehme euch mit in ein Wochenende, das nach Frühling, Freundschaft und Rock’n’Roll schmeckt.“.

Für Bossa erklärt sich Nico sofort bereit, ihn für das Wochenende zu nehmen. Ein riesiges Danke an den besten Freund, der diesen Trip erst möglich gemacht hat. Es gibt nur wenige Menschen, bei denen wir sicher sind, dass es Bossa gut hat und mein bester Freund Nico gehört dazu. Nach seiner Zusage planen wir ein wunderschönes Wochenende.

Samstagmorgen, Ampfing. Während andere noch beim zweiten Kaffee sitzen, stehen wir schon auf dem Vorfeld. Unser Ziel: die MOPN reisefertig machen. Es hat fast etwas Meditatives, die Checkliste durchzugehen, wenn man weiß, dass einen gleich die Freiheit über den Wolken erwartet.

Dann heißt es: Propeller an, Headset auf und abheben! Wir steigen auf Flight Level 65. Unter uns zieht die Welt vorbei, über uns nur dieses endlose, unverschämte April-Blau. Ein paar thermische Rempler über den Wäldern und Anhöhen erinnern uns daran, dass die Sonne heute ordentlich Kraft hat – kleine Wachmacher-Turbulenzen in einer ansonsten butterweichen Reise. Auch wenn uns der Wind heute die lange Nase zeigt und uns ein bisschen Speed klaut, genießen wir jede Minute.

Nach knapp zwei Stunden taucht sie auf: Die „Skyline“ von Speyer. Der Anflug auf den Flugplatz EDRY ist ein Highlight, direkt vorbei an den Giganten des Technikmuseums. Wir bekommen die Piste 34 – eine Landebahn, auf der man gefühlt eine Kleinstadt parken könnte. Über Taxiway Hotel und den Rollhalt Foxtrott kreuzen wir die Runway und rollen entspannt zur Parkfläche Nord.

Und dann? Kaum ist der Propeller zum Stillstand gekommen, folgt der Moment, der diesen Trip jetzt schon legendär macht: Wer braucht schon eine VIP-Lounge, wenn man Freunde wie Cathrine und Matthias hat? Die beiden haben sich (man munkelt, mit dem Charme eines Geheimagenten) über die Flugschule aufs Gelände geschmuggelt.
Noch bevor wir die MOPN ganz verzurrt haben, stehen sie da – inklusive einer prall gefüllten Kühlbox. Sektempfang direkt am Flieger! Während der Motor noch knistern, perlt der Sekt in den Gläsern. Was für eine Sensation! Wenn das der Standard für alle zukünftigen Landungen ist, fliege ich nirgendwo anders mehr hin.

Nach dem High-Life auf dem Rollfeld geht es direkt weiter in den Entspannungsmodus. Wir werden von Cathrine und Matthias standesgemäß eingesackt und dürfen für das Wochenende ihr Hauptquartier beziehen. Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben – und das schmeckt man auch!

Anstatt mühsam Speisekarten zu wälzen, werfen wir den Pizzaofen an. Es gibt Flammkuchen am laufenden Band: hauchdünn, knusprig und so frisch, wie man ihn nur im Kreise von Freunden bekommt. Dazu noch eine Runde Kuchen als süßes Finish. Eigentlich wäre jetzt Zeit für den Grill, aber unser Terminkalender ist heute so prall gefüllt wie die Kühlbox am Flugplatz. Das Grillen müssen wir schweren Herzens auf ein anderes Mal verschieben, denn wir haben ein Date in der Landeshauptstadt.

Heute Abend heißt es nämlich: Abflug nach Stuttgart! Aber nicht mit der MOPN, sondern direkt auf die Gästeliste der legendären Jazzkiste. Dort gastieren heute Mad Guz & the Mojos, und wir wissen genau, was das bedeutet. Wer die Jungs kennt, weiß: Stillstehen ist keine Option.

Wir tauschen die Piloten-Headsets gegen Rock’n’Roll-Vibes. Die Mojos heizen der Kiste mit einer explosiven Mischung aus Rockabilly, Blues und klassischem Rock’n’Roll ordentlich ein. Wenn Isi den Kontrabass bearbeitet, die Gitarrenriffs von Spike und der Rhythmus von Tim an den Drums durch den Club peitschen, vergisst man glatt, dass man vor ein paar Stunden noch in 6.500 Fuß Höhe über den Schwarzwald geschaut hat. Ein Tag, zwei Städte und eine ordentliche Portion ‚Elvis‘-Spirit – besser kann ein spontaner Trip nicht laufen!“

Wer denkt, dass nach dem Konzert in Stuttgart Schluss war, kennt Cathrine und Matthias schlecht. Nachts um 1 Uhr hieß es dann doch noch: Anfeuern! Die Grillwürstchen, die wir mittags zeitlich nicht mehr untergebracht hatten, schmeckten zu nächtlicher Stunde und nach so viel Tanzen gleich doppelt so gut. Völlig erledigt, aber mit dem Sound der Mojos noch im Ohr, fielen wir schließlich in die Betten.

Der Sonntagmorgen startete herrlich entspannt. Ausschlafen, ein ausgiebiges Frühstück und dann an den Spieltisch: Gemeinsam mit Louis und Maria haben wir eine Runde Hitster Rock gespielt. Was soll ich sagen? Wir haben kläglich verloren. 😉 Matthias alias Elvis hat uns alle gnadenlos in die Schranken gewiesen. Der alte Rocker weiß halt nicht nur, wie man feiert, sondern kennt auch jeden Riff der Musikgeschichte.

Viel zu schnell hieß es dann wieder Abschied nehmen. Zurück am Flugplatz Speyer machten wir die MOPN startklar für den Heimweg. Ein letzter Check, Abheben von der Piste 34 und ab in die Höhe. Auf Flight Level 75 glitten wir dahin, diesmal in nur einer Stunde und 45 Minuten – die Alpen am Horizont und das Grinsen im Gesicht.

Die Landung auf der Graspiste 27 in Ampfing war butterweich. Noch kurz die MOPN in den Hangar schieben und dann ab nach Hause. Was für ein Wochenende! Ein riesiges Danke an Nico, der den Trip möglich gemacht hat, und natürlich an Cathrine und Matthias für diese Wahnsinns-Gastfreundschaft. Speyer (Malsch), wir kommen definitiv wieder – aber beim nächsten Mal üben wir vorher Hitster!

Ostsee-Ostern und Crash

Die Fliegerei hat das letzte und vorletzte Jahr stark geprägt. Es wird Zeit, unseren guten alten Grizzly wieder zu bewegen und die Leichtigkeit des Lebens zu zelebrieren, wie es Conny immer so schön sagt. Noch letzte Woche waren wir einstimmend mit Freunden und insgesamt 4 Campermobilheimen in Eichstätt. Nun steht unsere traditionelle Osterreise in meinen Norden auf dem Programm und einiges mehr, oder soll ich lieber „Meer“ sagen?!

Drei Punkte auf unserer Route sind fix und der Rest wird, wie wir es so lieben, spontan. Wir besuchen unsere Urlaubsfreunde aus Ägypten, Juli und Shuki, in Berlin, den Airpark Müritz, wo es noch Grundstücke mit direktem Stellplatz für den Flieger vor der Haustür zu kaufen geben soll und wir wollen Rügen erkunden. Durch einen familiären Notfall passt der Besuch bei Juli und Shuki auf dem Hinweg nicht rein. Vorerst haben wir den Gedanken auf der Rückreise dort vorbei zu schauen. Aber es kommt alles anders.

Freitag. Stift fallen lassen und jetzt ist Urlaub.

Unseren Grizzly haben wir noch am Vorabend gepackt und so geht es direkt los. Wir schaffen es bis zum Wohnmobilstellplatz Münchberg (B), den wir bereits kennen. Wassertank aufgefüllt und eine schöne Brotzeit zum Abend. Schön, da ich das Brotbacken seit einigen Wochen für mich entdeckt habe und mich inzwischen auch an Sauerteigbrot getraut habe. Gärhardt, unser Sauerteig (Gären usw. 😜) und ich haben uns noch heute ein frisch gebackenes Brot beschert, dass wir uns schmecken lassen.

Morgens geht’s weiter immer Richtung Norden. Wir plündern noch das Outlet Elstal und steuern dann Camping am Havelkanal (C) an, der uns für eine Nacht ein kleines Plätzchen bietet. Das kleine italienische Restaurant direkt am Platz empfängt uns herzlich und das Abendessen ist hervorragend. Eine Runde Kniffeln und dann früh ins Bett. Morgen geht es weiter zum Airpark Müritz (D).

Wir werden herzlich empfangen und dürfen das eingezäunte Areal erkunden. Ein riesiger Spielplatz für Erwachsene. Alle Arten von Häusern, Tinyhouses und umgebauten Hangars.

Wir geraten immer mehr in Gedanken. Hier ein kleines Domizil im Norden, mit der Möglichkeit die MOPN direkt vor der Haustür zu parken, nachdem man auf der angrenzenden Piste 07/25 gelandet ist. Das wird uns noch ein wenig beschäftigen. Ein 1250 m²-Grundstück haben wir uns schon ausgesucht. Mal sehen. Vielleicht wird das ja ein Bro-Project?!

Wir dürften bleiben und übernachten, entscheiden aber noch 10 Minuten zum Müritz-Segel-Verein Rechlin e.V. (E) weiter zu fahren. Der Hafenmeister macht uns freundlich auf und als einziger Campervan-Besucher gibt es ein Platz in erster Reihe an der Kleine Müritz. Wir sitzen noch draußen und genießen die zaghafte Sonne mit Blick aufs Wasser. Essen gibt es heute selbstgekocht. Also verfeinert aus der Dose. Wir sind vorbereitet.

Ausgeschlafen geht es dann weiter nordwärts. Rügen voraus. Auf die Insel und bis nach Sassnitz, wo wir auf dem Wohnmobilstellplatz Stadthafen Sassnitz (F) noch einen der letzten zwei Plätze bekommen. Direkt vor dem Hafenbecken. Wir eilen zu den kleinen Verkaufskuttern und gönnen uns den ersten Bismarckhering im Brötchen direkt auf der Bank davor mit den neidischen Blicken der einheimischen Möwen. Herrlich und die Sonne meint es gut und scheint uns ins Gesicht. So ist Urlaub. Wir schlendern weiter und finden einen kleinen Strandkorb. Versorgt mit frischem Fisch und einem Gläschen Weißwein lassen wir uns die Sonne auf die Nase scheinen.

Die Abendplanung übernimmt Conny. Hätte sie übernehmen sollen. Mit Vorfreude stürmen wir kurz vor 20 Uhr das Restaurant Kutter, die aber leider um 20 Uhr den Feierabend ausrufen. Am Ende sitzen wir beim Italiener, der mit ein paar Miesmuscheln etwas den Abend versüßt, der dann aber mit Spaghetti Carbonara endet. Dafür sind wir jetzt aber nicht einmal durch Deutschland gefahren.

Zurück am Grizzly bekomme ich dann noch eine Abreibung bei Hangman. Fischessen und Gesellschaftsspiele sind heute nicht mein Ding.

Morgen wird wieder alles gut.

Leider fängt die Saison hier erst ab April so richtig an und wir entscheiden uns kurzfristig um, nicht auf Rügen zu bleiben und Richtung Nordsee zu fahren. Leider wird es dann auf der Rückreise auch nichts mit dem Besuch in Berlin bei Juli und Shuki. Manchmal durchkreuzt eben auch unsere eigene Spontanität die Pläne. Erster Zwischenstopp in Wismar.

Im Wohnmobilpark Westhafen Wismar (G) finden wir ein Plätzchen und erkunden den kleinen Hafen. Für das leibliche Wohl sorgt das Ahoi von Steffen Henssler mit Hamburger Pannfisch und ein kleiner Fischladen der ein tolles Sortiment anbietet und unser Frühstück morgen veredelt.

Nach dem fischlastigen Frühstück geht es nun an die Kieler Förde. Der Wohnmobilstellplatz Förde- und Kanalblick (H) hat ein Plätzchen in erster Reihe mit bester Aussicht für uns.

Mittags besuchen uns mein Bruder Stefan und Dalina. Und es passiert. Nach Jahren crashe ich die Drohne. Ich übersehen zum landen einen Baum und die Drohne fällt aus 10m auf Kies. Das ist zu viel für die Drohne. Tot. Da muss ich mir wohl doch eine modernere kaufen 😜.

Wir essen am Abend im Buffet Haus Petit Panda China Restaurant. Sehr lecker. Ein tolles Selbstbedienungsbuffet. Speisen zum selbst zusammenstellen und Getränke inklusive. Alles was das Herz begehrt. Der Abend dann ruhig und es werden Pläne für die verbleibenden Tage geschmiedet.

Unseren zweiten Tag verbringen wir hier in Kiel mit einer kleinen Shopping-Tour. Mittags essen wir noch einen Croque als Pflichtprogramm, da wir in München noch niemanden gefunden haben, wo wir einen bekommen würde. Das gehört also zum Pflicht-Norden-Programm. Abends treffen wir uns dann mit Melanie und Dennis, die sich in Laboe noch ein Katamaran angeschaut hatten, im Gosh, wo heute After-Work-Party ist. Dort endet unser Abend aber noch nicht. Wir lassen unsere Weingläser mitgehen und sitzen noch bis nach 1 Uhr nachts bei ihnen in der Hotellobby und quatschen über die schönsten Art und Weisen, wie man das Leben genießen kann. Gegen 2 Uhr sind wir wieder am Grizzly und fallen ins Bett.

Nach dem Frühstück geht es noch ein wenig nördlicher. Wir besuchen meinen Bruder in Kappeln. Die Sonne im Gepäck kommen wir an. Wir genießen die Sonne und abends werden wir toll begrillt.

Für meinen Bruder und seinem Arbeitskollegen Sven und seine Frau Steffi geht es am Morgen früh raus. Das Ziel sind frische selbstgeangelte Heringe.

Wir schlafen aus und erkunden dann bis nachmittags Kappeln. Danach bekommen wir von Steffi frisch eingelegte Heringe, die in drei Tagen dann in München zu Bismarckhering geworden sind. Ich bekommen noch frisches Ingreisch, also Milch und Roge, welche gleich in der Pfanne landen. Abends grillen wir wieder gemütlich. Morgen ist dann erster Rückreisetag.

Es ist Ostern und wir frühstücken ausgiebig und schön. Wir verabschieden uns, es gibt noch Ostergeschenke (ein ganzes kaltgeräuchertes Lachsforellenfilet) und dann treten wir die Rückreise an. Schade, es ist zwar windig aber die Sonne scheint und gern würden wir noch bleiben.

Wir schaffen 450 km und übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz Melsungen. Direkt an der Fulda. Nichts besonderes aber schön für eine Nacht. Auf der Fahrt haben wir kurz hinter Hannover noch ein Croque-Laden angesteuert gehabt, so dass wir noch satt sind und uns einen gemütlichen Abend vor dem TV machen.

Selbst an unserem letzten Urlaubstag scheint die Sonne. Es wird nach dem Frühstück zusammengeräumt und dann treten wir die letzte Etappe für diesen Urlaub an. Zurück nach München.

Zimtschnecken-Kreuzzüge und große Hupen

Endlich! Gefühlt hielt der Winter 2026 den Atem ein wenig zu lange an, doch am Wochenende vom 20. bis 22. März gab es kein Halten mehr. Die erste echte Gelegenheit, unseren Grizzly aus dem Winterschlaf zu wecken, führte uns direkt nach Eichstätt. Gemeinsam mit Tanja, Klaus, Axel, Margitta, Sandra und Friedrich machten wir uns auf den Weg, um die ersten Frühlingsstrahlen und das lang ersehnte Camper-Leben in bester Gesellschaft zu genießen.

Wir kommen erstaunlich gut durch und unsere Freunde mit ihrem Morelos sind bereits vor Ort. Es gibt ein Gläschen Begrüßungswein. Zum Essen geht’s ins Restaurant Am Olivenzweig. Das Essen schmeckt sehr gut. Festzuhalten bleibt aber, dass Service dort nicht erfunden wurde. Hauptgericht vor Vorspeise. Ein Teil des Tisches isst, während der andere Teil sein Essen noch nicht hat und leider hat niemand dort die Charmepille geschluckt, der es zumindest ausbügeln könnte. Schade, da wie geschrieben das Essen gepasst hat.

Mit einer Knoblauchfahne des Todes, die von unserer kleinen Gruppe ausgeht, geht’s zurück zum Platz wo wir dann mit 8 Leuten am Tisch des Morelos von Axel und Margitta Platz finden und den Abend ausklingen lassen können. Wahnsinn wie viel Platz das Gefährt bietet und schön wie der Abend dann zusammen endet.

Am nächsten Morgen fällt das Aufstehen schwer. Somit fängst der Tag später an als sonst. Gut gestärkt geht es dann in die kleine Altstadt. Wir kapern ein kleines Café, plündern die Zimtschnecken-Vorräte und erobern gut gestärkt die Willibaldburg. Am Museum kommt unser Eroberungszug dann zum Erliegen. Keine Hunde erlaubt. Somit machen wir uns über die Vorräte des Gegners her. Im „Das Willibald“ stärken wir uns erneut und treten im Regen den Rückzug an.

Ein fröhliches Trinkgelagere geht dann dem abendlichen Besuchs des „Zum Höllbräukeller“ voraus, wo wir uns kulinarisch verwöhnen lassen.

Der Abend klingt dann wieder in gemeinsamer Runde aus. Wir unterhalten uns über Laute und grosse Hupen und lachen herzlich miteinander. Zeit für’s Bett.

Nach dem Frühstück wurde dann noch der schöne Osterwochenmarkt in der Altstadt besucht und die Sonne genossen. Das schöne Wochenende schreit nach Wiederholung.

Bis zum nächsten Mal.

Winterwonderland Chiemsee

2026 beginnt mit einem wunderschön sonnigen Wochenende, auch wenn es kalt ist. Die Piste in Ampfing ist gefroren. Der Himmel aber blau und somit bestes Flugwetter für einen kleinen Rundflug.

Also Heizung an, Prop frei und los geht es. Diesmal fliegen ohne Betriebsleiter und wir funken blind für den überschaubaren Platzrundenverkehr.

Vom heimischen Flugplatz in Ampfing geht es über die Piste 27 in Richtung Süden mit Kurs auf den Chiemsee, der toll in der Sonne funkelt. Im Voralpenland sind dann die Winde deutlich spürbar und wir drehen ab. Wir fliegen über die gepuderte Landschaft und schauen uns Wasserburg am Inn aus der Luft an, bevor wir dann wieder auf Heimatkurs gehen.

Wir landen und drehen noch zwei Platzrunden, bevor wir unsere MOPN wieder unter dem Dach im Hangar parken. Ein schöner kleiner Rundflug für den wunderschönen Wintertag gleich zum Jahresbeginn. So darf es in 2026 gern weitergehen mit dem Wetter.

Mittagessen in Konstanz am Bodensee

Der Wetterbericht verheißt für den 19. Oktober 2025 gute Flugbedingungen. Und so machen wir uns, mit zwei weiteren Fliegern von der Airbase Ampfing, zum Mittagessen auf den Weg zum Bodensee.

Der Flugplatz Konstanz mit der Kennung EDTZ begrüßt uns nach etwas mehr als einer Stunde Flugzeit herzlich schon über Funk. Den nicht ganz einfachen Anflug, durch den nahen schweizer Luftraum und dem kurzen Endeanflug, meistern wir gut und landen auf der Graspiste. Unsere Freunde sind bereits vor Ort und mit einem Taxi geht’s nach Konstanz. Wir besichtigen etwas die Stadt und kehren dann im Restaurant Roter Gugelhan ein.

Gestärkt geht es dann mit dem Taxi zurück zum Flugplatz. Wir bereiten unseren Rückflug vor, bevor es dann von der Piste 30 wieder zurück nach Ampfing geht.

Ein toller Kurzausflug an den Bodensee. Ohne Baustellen oder Stau.