Südtirol für ein Wochenende

Nach einer beruflich anstrengenden Woche nutzen wir das Privileg in München zu wohnen und mal kurz eben nach Südtirol fahren zu können. Unseren Grizzly haben wir bis Freitag abreisefertig gemacht und setzen uns nach dem Arbeitsfreitag ins Auto und düsen in den Süden. Ziel ist Kaltern an der Weinstraße in Südtirol. Und das bei besten Wetteraussichten. Genau das richtige, um die Woche zu verdauen.

Begleitet werden wir durch Nico sen., Nico jun. und Mary in ihrem neu ausgebauten knallroten CamperVan.

Erstes Ziel ist wie immer unser Lieblingszwischenstop, der Wohnmobilstellplatz am Autohof in Sterzing, wo die obligatorische Pizza unser Abendessen ist. Wir tanken Wasser und genießen den Abend zusammen. So darf das Wochenende beginnen. Wir gehen früh ins Bett um relativ früh weiter fahren zu können.

So kommen wir bereits vor 10 Uhr auf dem Caranvanpark Kaltern an. Die Gegend ist wunderschön zu dieser Jahreszeit. Reife Äpfel wohin das Auge schaut und die Weinreben sind voll reifer Trauben.

Das tolle Wetter nutzen wir für eine Tretbootfahrt, ein Bad im See und genießen danach ein leckeres Eis und ein Seewasser (Prosecco, Sprite und Blue Curaçao).

Bis zum Abend sitzen wir im Weinberg. Käse, Speck und Wein versüßen uns die Zeit.

Den Abend verbringen wir im Restaurant und sitzen anschließend noch lange vor unseren CamperVans.

Nach einem stärkenden Frühstück nutzen wir noch den sonnigen Tag, bevor wir dann am Nachmittag wieder zurück nach München fahren. Es ist nur ein Wochende gewesen, fühlt sich aber an wie ein kleiner Urlaub.

Bulgarische Nächte in Ungarn

Bei unserem Sommerurlaub haben wir lange gebraucht, um uns zu entscheiden wo es hingehen soll. Italien, Niederlande. Dort zu heiße Wetteraussichten, hier zu viel Regen vorausgesagt. Zeit ein Ziel anzusteuern, welches uns schon länger reizt. Ungarn, mit seinem Urlaubsparadies Plattensee.

Schon Freitag geht es los. Gepackt war schon alles am Vortag. Erste Etappe bis kurz vor Linz in Österreich. Auf einem Bauernhof, der gerade frisch von einem jungen Landwirt übernommen worden ist, bekommen wir Wasser für unseren Frischwassertank und übernachten auf einer Wiese am Hof. Morgens zum Frühstück bekommen wir sogar frische Milch und Eier an die Tür geliefert. So dürfen Urlaube anfangen und es verheißt Gutes.

Nach unserem ersten Urlaubsfrühstück geht’s nach Wien. Dort soll unser Bossa eine Maßanfertigung für einen Maulkorb erhalten, den wir sicherlich im Urlaub brauchen werden. Kurzum bekommen wir den leider nicht. Es gibt aber eine Empfehlung und wir bestellen ihn im Internet.

Wir düsen weiter und legen auf dem Weg zum Balaton noch einen Zwischenstopp am Neusiedler See ein, kurz vor der ungarischen Grenze. Ein schöner Platz und abends essen wir bei hervorragenden Weinen beim Weingut Sloboda. Sensationell. Das Leben ist einfach schön.

Nach einer morgendlichen Stärkung geht’s weiter.

Ungarn wir kommen. In Balatonfüred ist unsere erste Station der Platz Happy Camp. Name ist Programm und wir entspannen einige Tage dort. Einfach nichts tun. Lange schlafen, Mittagsschlaf und der Stress löst sich in Luft auf. Tolles ungarisches Essen, auf das wir uns gefreut haben bei Baricska.

Wir erkunden per Bus Balatonfüred und besuchen das Weinfest an der Strandpromenade. Was uns die Tage überrascht, ist das Wetter. Es ist doch viel heißer als erwartet. Stets um die 30° Celsius und wir haben einige Tage auch hohe Luftfeuchtigkeit. Unsere Klimaanlage zahlt sich gerade nachts aus und wir können gut schlafen.

Als wir den Campingplatz verlassen, ist unser Ziel die Weinregion Somlo. Angebaut wird dort unter anderem die regionale Rebsorte Juhfark (übersetzt »Lämmerschwanz«).

Mutterseelenallein stehen wir auf einem Wohnmobilstellplatz. Wir grillen abends und sitzen bis nachts am Lagerfeuer und reden und reden und reden… toll das wir alles zusammen genießen.

Lagerfeuer nur für uns Zwei.

Eine Gelegenheit den typischen Wein zu probieren bekommen wir leider nicht. Es ist sehr einsam hier und die Restaurants der Region öffnen wohl nur am Wochenende.

Genug Ruhe. Wir suchen den Kontrast und fahren an den Ballermann des Balaton. Siófok. Und ab geht die Post auf dem Stellplatz Siocamping. Skoda-Treffen und Karaoke. Party bis in die Nacht. Autoposer, die in ihren geruchsintensiven Zweitakter über die Campingplatzwege stolzieren. Und Conny bringt abends nur „kurz“ Müll weg und bleibt bis 3 Uhr nachts bei unseren Stellplatznachbarn Christiane und Michael hängen. „Müll-Wegbringen“ ist also das neue „Zigaretten-Holen“. Unsere Nachbarn besitzen die Ausdauer sich Connys Lebensgeschichte anzuhören. Auch vor Connys Geographiekenntnissen kann ich sie nicht schützen. So sind wir wohl nicht in Ungarn, sondern Bulgarien wo die Landeswährung allseits bekannt ja Kunar ist. Christiane und Michael werden unsere Urlaubsfreundschaft des Jahres. Stellplatznachbarn wurden sie, weil unser Grizzly auffiel. Schon hat sich die Folierung gelohnt. Schicksal trägt oft Schönes in sich.

Lange Abende mit neuen Freunden aus Wolfenbüttel. Ein Ort der Jägermeister hervorgebracht hat verspricht hochprozentige Freundschaften. Die gab es dann auch. Ich könnte ja behaupten, dass es an den zwei Michaels lag. Einer ist schon sensationell. Zwei legendär 😉. Oder Michael, wie siehst du das?

Wunderschöne Sonnenuntergänge am Plattensee.

Am Ende verstehen wir uns alle so gut, dass wir kurzerhand zusammen auf den nächsten Stellplatz Aranypart Camping wechseln, wo wir uns mit Nico, Marry und Nico jun. in ihrem neu ausgebauten CamperVan treffen, die uns aus München besuchen kommen und unsere zweite Urlaubswoche mit uns teilen. Die Abende mit Christiane, Michael und Marry und Nico sind feuchtfröhlich und lang. Einfach schön.

Mic und Conny, Christiane und Michael und Nico und Marry von links nach rechts.

Am letzten Abend zusammen in großer Runde wurde gegrillt und lange zusammen gesessen. Mein Gott, wie alt werde ich wohl werden müssen, dass ich dann irgendwann so spießig bin und den Nachbarn den Abend verderben werde?! Nieeemals.

Christiane und Michael haben uns dann Richtung Heimat verlassen und wir wechseln nochmals das Revier. Auf dem Campingplatz Mirabella stehen wir direkt in erster Reihe am Wasser.

Campen direkt am Seeufer.

Wir teilen uns einen Platz und genießen die 5 Meter zum Wasser. Nico jr. natürlich am meisten. Abends hören wir Festival- und Konzertmusik vom Nahe gelegenen Veranstaltungsplatz. Bis auf ein morgendliches Mini-Gewitter werden wir mit viel Sonne verwöhnt, bevor wir uns an dem letzten Freitag unseres Urlaubs gemeinsam in Richtung Österreich aufmachen.

In einer längeren Etappe fahren wir bis an den Zenzsee in der Steiermark. Auf dem kleinen Campingplatz am Zenzsee stehen wir wieder gemeinsam und der erste Abend wird mit zwei Omnia-Gerichten gestaltet. Wir schmeißen zusammen und zaubern uns unser eigenes Zwei-Hauptgängemenü. Lecker. Eine Lasagne und ein Maultaschenauflauf.

Der Zenzsee vor herrlichem Bergpanorama

Wir besuchen noch die regionale Alpakazucht und den Kunst- und Handwerkermarkt auf dem Franzbauerngut. Ein letzter gemeinsamer Abend, der HSV besiegt Hannover 96 mit 1:0 und dann geht auch dieser Urlaub zuende und wir treten den Rückweg an. Daran ändert leider auch die letzte Ziehung der Lottozahlen nichts.

Aufs Dach gestiegen.

Da der nächste Urlaub noch etwas auf sich warten lässt, haben wir bestes Wetter für einen Wochenendtrip genutzt.

Eine gute Gelegenheit für unsere Freunde ihr neu erworbenes Dachzelt zum zweiten Mal zu testen. Zwei Erwachsene und ein kleiner Mann schlafen in dem Zelt.

Da der Wetterbericht rund um München und in ganz Bayern nur Sonnenschein prophezeite, brauchen wir auch gar nicht so weit zu fahren.

Es ging auf den Campingplatz Demmelhof in Bad Tölz. Gerade Mal 45 Minuten Fahrtzeit. Unsere Plätze sind nebeneinander und direkt am Wasser. Der See ist wunderschön zum Baden geeignet. Sehr nette Betreiber, der Platz ist sehr sauber und gepflegt.

Wir haben eine tolle Zeit. Ausgiebig baden wir inkl. Bossa. Am Abend wird gegrillt und nach einer ruhigen Nacht wird gemeinsam gefrühstückt.

Einzig die Preise sind leicht überzogen (Stellplatz und Minimarkt) und um am Abreisetag (Sonntag) etwas länger bleiben zu können, damit das Badewetter genutzt werden kann, wird auch auf Nachfrage ein ganzer, teuerer Tagessatz fällig. Abreise also um 11:30 Uhr. Obwohl es Sonntag ist, von 12-14 Uhr Mittagspause und somit neue Anreisende auch erst ab 14 Uhr kommen könnten, sofern die große Anreisewelle noch kommen sollte. Wir glauben ehrlich gesagt, es wird nicht passieren. Das ist etwas schade und wir wünschen uns mehr Flexibilität. Zumal wir für ein paar Stunden jeweils 10 Euro angeboten haben. So gibt es eben nichts, wir reisen mit einem blöden Nachgeschmack ab und nutzen den Platz für kurze Wochenenden lieber nicht mehr so oft. Sehr schade. Manchmal sollte es auch Ausnahmen von der Regel geben.

Albanien 2023.

Die Pfingstbrückentage nutzen wir für zwei Wochen Urlaub. Ziel ist es Albanien zu erkunden. Strände, die an Karibik erinnern sollen und ein Land, in dem Freistehen noch erlaubt ist, versprechen einen aufregenden Urlaub.

Bereits Freitag geht’s für uns los. Wie zu erwarten sind die Straßen zu Pfingsten voll und wir beschließen den ersten Abend lieber schön Essen zu gehen und vor unserem Grizzly lieber mit einem Glas Wein anzustoßen, als im Stau Lebenszeit zu verlieren. Und so steuern wir bereits den Reisemobil Stellplatz Salzburg (B) an. Lieber fahren wir früh morgens weiter. Gesagt getan. Tolles Essen im Gasthaus gegenüber, eine ausgiebige Gassi-Runde mit Bossa und ein gemütlicher Abend vor unserem Van.

Am nächsten Tag ging es dann auch früh los. Leider machte uns der Ferienverkehr einen Strich durch die Rechnung und es ging nur sehr langsam voran. Nachdem der BVB dann mit einer unglaublichen Leistung den Meistertitel doch wieder an die Bayern abgetreten hat, haben wir uns hinter Ljubljana einen Stellplatz gesucht.

Auf dem Platz von Prince Camp&Sport (C) haben wir eine kurze Nacht verbracht, um gleich an nächsten Morgen früh los zu kommen und hoffentlich weniger im Stau zu stehen.

Gesagt – getan. Bereits um 8 Uhr sind wir wieder auf der Autobahn und diesmal „flutscht“ es. Wir kommen gut voran und kommen nach einigen, auch ausgiebigen Rastplatzpausen, an unserem Wunschplatz Stanić Autocamp Linda (D) an und haben Glück. Platz in der ersten Reihe mit atemberaubenden Ausblick. Den genießen wir ausgiebig bei Wein, Brot Schinken, Käse und Salami. Der Platz ist fast leer und wir sind sicher… die Ruhe haben wir uns verdient.

(Ach ja, der HSV schafft es leider nicht direkt in die erste Liga. Dank dem wohl gut bezahlten Schiri im Spiel Heidenheim. 11 Minuten Nachspielzeit und ein Elfer der keiner war? Echt jetzt?)

Unsere letzte Etappe, bevor wir Albanien erreichen, startet nach einem kurzen Frühstück. Das Abenteuer beginnt. Erst Richtung Dubrovnik. Kurz noch die Kroaten mit einem 30-Euro-Knöllchen gesponsert. Ich bin mir sicher, erlaubt waren 80 km/h und nicht 60 km/h 😉. Dann müssen wir durch Bosnien-Herzigowina. Empfangen von einem launischen Zollbeamten, werden wir durch die gesamte Verbrecherkartei gescannt, was die Zeit am Zollhäuschen von 10 Minuten erklären würde.

Wir huschen durch das Land und erreichen Montenegro. Hier ist die Zeit stehen geblieben und die deutschen VW Golf, die unserer Abwrackprämie zum Opfer fielen, sind hier Statussymbol.

Überfahrene, streunende Hunde auf der Straße. Viele unfertige Häuser und der Eindruck das es überall an Geld fehlt.

Trotz der Straßenverhältnisse erreichen wir Albaniens Grenze. Albaner, die vor Cojones kaum gehen können, treffen wir schon an der Grenze. Kaum Haare auf dem Kopf aber Gott und die Welt kennen, es jedenfalls so aussehen lassen.

Hinter der Grenze Ziegen und Kühe auf der Straße, aber zu unserer Überraschung, kennen die zum einen die Verkehrsregeln und es wird deutlich schöner und gepflegter. So dann auch unser erster Platz Hysaj Agroturizëm Restorant & Hotel & Camping (E), wo wir abends hervorragend essen. Toller Service und ein sehr sauberer Platz für kleines Geld. So darf es weiter gehen.

So schön wie es hier ist, beschließen wir kurzerhand einfach ein Tag hier zu bleiben und das schöne Wetter zu genießen. Bossa hat Anschluss gefunden bei Doggen-Dame Lady und wir machen einfach Mal gar nichts. Morgen darf es dann weiter gehen.

Beim Frühstück lassen wir uns Zeit. Dann machen wir klar Schiff und verlassen diesen wunderschönen Ort. Weiter geht’s Richtung Süden. Über abenteuerliche Straßen, mit zum Teil riesigen Schlaglöchern, erreichen wir nach einem holprigen Sandweg den Platz Sunset Camping & Restaurant (F), wo wir in erster Reihe direkt am Meer stehen dürfen.

Am Abend macht der Platz seinen Namen alle Ehre und ein Naturschauspiel eines perfekten Sonnenuntergang begleitet unser Essen im Restaurant.

Am darauffolgenden Tag geht’s erst einmal weiter ins Landesinnere. Wir steuern den Platz Bujtina Vojsa (G) an. Stehen und die Nutzung der Sanitäreinrichtung ist kostenlos. Wir stehen einmalig schön direkt an Fluss. Hier laufen allerlei Tiere frei rum. Kühe, Ziegen und Schafe. Hühner, Katzen und Hunde, sowie zwei Truthähne. Der Gastgeber ist sehr nett und bemüht und am Abend werden wir traditionell, mit einem Saç über offener Flamme, von der Mutter des Betreibers bekocht. Wir bleiben zwei Tage und genießen die einmalige Ruhe.

Bei einem ausgedehnten Bummel durch das kleine Städtchen, lernen wir wie schnell das Wetter in den Bergen umschlagen kann. Zurück am Grizzly hat es uns das Sonnensegel zerlegt. Das Alu-Gestänge hat es leider zerrissen. Jetzt kommen Stahl-Stangen in den Camper.

Weiter geht die Reise. Wir nehmen abenteuerliche Bergstraßen und achten stets auf die Geschwindigkeit. Inzwischen sind wir an mehreren Polizisten mit Laserpistole vorbei gefahren. Leider gibt es hier lange Passagen mit nur erlaubten 50 km/h, was die Reisezeit erheblich verlängert. Aber immer noch besser, als wenn wir die Reisekasse schmälern.

Ziel sollte Lori-Beach (I) mit seinem karibischen Strand sein. Das ist uns aber zu touristisch und der Platz zum Stehen zu ungepflegt und so geht’s zum Camping Ecuador (H).

Langsam kommen wir zu unserem persönlichen Albanien-Fazit und um es vorweg zu nehmen, es ist unser Fazit nach unseren persönlichen Eindrücken.

Die Albaner sind alle furchtbar nett, hilfsbereit und freundlich. Ausnahmslos können wir das sagen. Die Infrastruktur ist an vielen Orten schlecht. Die Straßen sind oft schlecht und selbst auf Schnellstraßen wird man Mal von einem fußballgroßen Loch in der Asphaltdecke überrascht. Somit schafft man in viel Zeit, meist wenig Kilometer. Überhaupt nicht vergleichbar mit Deutschland. Hinzu kommen massive Tempolimits. So waren wir oftmals überrascht, wenn unser Navi für 50 km an die drei Stunden veranschlagt hat.

Es ist immer wieder in den Städtchen und Dörfern ungepflegt und es liegt viel Müll rum. Selbst in schönen Straßen findet man dann das eine Grundstück, dass als Müllhalde her hält.

Memaliaj war wirklich sehr ärmlich und viele Häuser verlassen. Es liefen viele ältere Menschen herum und es machte den Eindruck, jüngere Menschen würden die abgelegenen, kleineren Orte verlassen.

Lori-Beach zum Beispiel, ist dann mit tollen Stränden gesegnet. Es erinnert wirklich an Karibik. Das wissen aber alle und damit ist es dann sehr voll und touristisch.

Die Preise für alles sind fair und günstig. Essen gehen im Restaurant, mit allem drum und dran, für zwei Personen ist für umgerechnet 50 Euro gar kein Problem. Das Essen war stets gut. Gern darf man vielerorts mit Euro bezahlen. Dort wo das nicht geht, kann man mit Karte zahlen.

Vereinzelt wird versucht einen höheren Standart zu bieten. Sicher auch um gut zahlende Kunden anzulocken. Leider klappt es dann aber nicht durchgängig mit der Leistung. Es fehlt dann doch sicherlich an Infrastruktur, zuverlässigen Zulieferern und Handwerkern.

Mit unserem Hund Bossa hatten wir nirgends Probleme. Er durfte überall mit. Lediglich in Sarandë hatten wir Mal eine Situation, wo ein streunender Hund ein wenig Ärger mit Bossa provoziert hat. Die Streuner haben keine Angst vor anderen Hunden, vor Menschen umsomehr, so dass man sie dann doch gut verscheuchen kann.

Auf unserem letzten Platz in Albanien bleiben wir nochmal zwei Tage. Die Sonnenuntergänge sind traumhaft. Das genießen wir und sitzen bis in die Nacht draußen.

Zur Rückreise nach Venedig fahren wir, bereits ein Tag vor der Verschiffung, nach Igoumenitsa und übernachten auf dem Campingplatz Kalami.

Dann geht alles ganz schnell. 4 Uhr aufstehen (merke, hier ist es eine Stunde früher 4 Uhr) . Einchecken um 4:30 Uhr im Terminal, auf die Fähre und dann legen wir fast pünktlich um 6:30 Uhr ab.

Das Deck für Camper teilen wir uns mit drei weiteren Abenteurern. Ein Highlight war das Kennenlernen von Maria & Armin aus Dornbirn in ihrem selbst umgebauten 6×6 Pinzgauer.

Es ist sagenhaft viel Platz und wir sind mit Strom versorgt. Also Stühle raus und Gesicht in die Sonne halten. Den Sanitär-Trakt inklusive der Duschen teilen wir uns mit den wenigen, die hier auch an Bord „campen“. Wir reisen sehr entspannt Richtung Venedig. Abends sitzen wir mit Maria & Armin noch lange draussen und haben einen schönen Abend. Mit 2 Stunden Verspätung kommen wir, gut ausgeschlafen in Venedig an.

Dann suchen wir unser Weingut des Herzens auf und werden der Family Farm Gobbi noch einen Besuch abstatten und unsere Wein- und Olivenöl-Reserven wieder auffüllen, bevor es dann heim geht. Nicolas Gobbi und seine Frau sind wieder tolle Gastgeber, das Essen ein Gedicht, der Ort sowieso schön und wir haben uns sehr über die Bekanntschaft mit Anja & Marcello aus den Niederlanden gefreut, mit denen wir bis 3 Uhr morgens einen wunderschönen Abend verbracht haben. Meine Güte haben wir viel gelacht und Clesana dürfte sich künftig über viel Geschäft mit den Niederlanden freuen.

Wir machen uns auf den Heimweg mit einem kurzen Übernachtungsstopp auf dem Stellplatz vom Ristorante Garni Erta. Dann geht’s weiter nach München.

Da wartet dann die Verschönerung unseres Grizzlys. Der wird nächste Woche foliert. Das war also unsere letzte Reise „ganz in weiß“.

Ostertour 2023.

Wir freuen uns auf Ostern. Nicht zuletzt, da wir zu Ostern wieder Urlaub haben und traditionell der Norden auf uns wartet. Ne steife Brise um die Nase, Fisch essen und irgendwie „nach Hause kommen“. Bereits am Freitag, den 31. März, geht es für uns los. Mit einer kleinen Gewaltstrecke. Von München nach Gudow. Godow? Ein kleines Dörfchen in der Nähe von Hamburg. Warum Gudow? Hier wohnt mein Bruder Stefan mit seiner Frau Sonja und den beiden Lausbuben-Neffen Louis und Leon. Die gilt es zu besuchen.

Und so kommen wir am späten Abend an und ein von Stefan „selbst gekochter“ Salat erwartet uns, bevor wir dort unsere erste Nacht im Grizzly verbringen. Samstag trifft sich Conny mit Freunden in Hamburg.

Bei mir steht 30-jähriges Jubiläum des Abitur-Jahrgangs an. Wir bekommen eine Führung auf dem Schulgelände des Gymnasium Farmsen und beim Essen werden dann alte und neue Geschichten ausgetauscht. Nach einer kleinen Aufwärmphase sind alle einfach wieder die Klassenkameradinnen und -kameraden von Früher. Ein schöner Abend und JA, meine Schulzeit war schön, wie auch mein Schulschwarm, meine Klassenkameradin und dann jahrelange Tanzpartnerin Anne-Katrin bemerkt.

Am nächsten Tag holen wir nachmittags Heidi und ihre Freundin Lilli am Hauptbahnhof in Hamburg ab, die mit uns unseren Urlaub verbringen. Dann geht es an die Ostsee. Eurocamping Zedano erwartet uns.

Mit unserer Ankunft wechselt das Wetter und die Sonne lässt sich blicken. Bislang scheint uns nur die Sonne.

Schön Fisch essen, ein Besuch in Braaschs Schinkenräucherei, Karls Freizeitpark Warnsdorf, Hansa Park, ein Besuch in Neustadt in Holstein, Osterfeuer bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dahme, viel leckeres Eis, Einkaufsbummel für eine besondere Bad-Deko (man darf gespannt sein).

So geht eine schöne Woche am Meer zuende und wir machen uns Ostersonntag auf den Rückweg. Zwischenstopp auf dem Hofgut Stammen. Mit Scheunencamping für die Kids.

So kommen wir gut erholt zurück nach München. In ein paar Wochen treten wir dann eine besondere Reise, auf die wir uns schon sehr freuen.

Wein, wie Essig.

Drei Tage Resturlaub und ein Wochenende machen eine erste Ausfahrt möglich und so geht es am Abend des 28. Februar für uns Richtung Süden los.

Unsere erste Nacht verbringen wir an unserem Lieblings Zwischenstopp, dem Wohnmobilstellplatz am Rastplatz (B) direkt hinter dem Brenner und genießen abends noch die Pizza dort, wie wir es immer machen. Ein gelungener Start in den Italienurlaub. Die Temperaturen sind hier schon deutlich höher als die letzten Tage in München.

Das Wetter ist am nächsten Morgen noch deutlich besser, als wir nach kurzer Weiterfahrt am fast leeren Caravanpark am Kalterer See (C) ankommen. Strahlender Sonnenschein und 15° Grad Celsius laden zum Frühstück draußen ein. Die Minustemperaturen in München sind schnell vergessen.

Wir nutzen den Tag für einen langen Spaziergang mit Bossa bei Sonne um den See.

Am nächsten Morgen fahren wir direkt Richtung Gardasee los und frühstücken dort, auf einem Parkplatz direkt am Ufer, mit bester Aussicht. Zu der Jahreszeit ist es hier noch wunderbar ruhig. Parkplätze gibt es reichlich und das auch noch kostenlos.

Nach dem Frühstück geht es gestärkt Richtung Südufer weiter. Bevor wir unseren Stellplatz ansteuern, fahren wir zufällig in Lugano am Weingut Ca‘ dei Frati (D) vorbei und können einer Besichtigung und Einkaufstour nicht wiederstehen.

Das Aushängeschild und wohl bekannteste ein I Frati ist aber ausverkauft und der neue Wein wird erst Ostern in den Regalen des Weinkellers liegen. Also kurzerhand und Dank langer Arme das Ausstellungsstück entwendet. An der Kasse dann erst verwunderte Blicke, wo der noch gelegen haben mag und dann der Hinweis, man würde befürchten, der Wein habe als Ausstellungsstück zu viel Licht abgekommen und könnte inzwischen Essig sein. Wir kaufen Weine aber lassen unsere verbotene Frucht von höchster Stelle zurück.

Mit bester Aussicht gibt es einen Stellplatz in vorderster Reihe auf dem Wohnmobilstellplatz La Spiaggia (E).

Abends finden wir ein schönes Restaurant und lernen am Nebentisch Urlauber kennen, die aus Warnemünde kommen. So sind wir Fischköppe unter uns und teilen, bei gutem Wein aus der Region, Seemannsgarn aus.

Unsere Fahrt geht am nächsten Tag ins nahe gelegene Salò. Der Camperpark Paradiso (F) hat noch ein Plätzchen für uns. Wir haben Glück und bekommen oben, auf dem terrassenförmig angelegten Areal, ein Platz mit toller Aussicht über den See. Von dort aus besichtigen wir, am gegenüber liegenden Ufer, Salò und genießen am Abend Meeresfrüchte und vorzüglichen Hauswein.

Am Samstag brechen wir Richtung München auf, entlang des Westufers des Gardasees.

Die letzte Nacht verbringen wir auf dem recht neuen Stellplatz Agricamping von Bery (G), direkt an einem Bauernhof mit frischer Milch und Eiern, bevor wir dann am Sonntag zurück nach München fahren.

Fünf Tage, die uns aber wie ein echter Urlaub vorkommen. Bei schönsten Frühlingswetter. Zum Glück ist der nächste Urlaub nicht ganz ein Monat weit weg.

Was für eine Hitze bei Salzburg.

Der Feiertag Heilige Drei Könige und damit das erste lange Wochenende im Jahr nutzen wir. Es ging an die Theme Aqua Salza in Golling bei Salzburg. Dort kann man direkt an der Theme, auf dem dazughörigen Wohnmobil-Park, mit dem Wohnmobil übernachten.

Ver- und Entsorgung stehen genauso wie Strom gegen Gebühr zur Verfügung.

Wir genießen abends noch schnell die Sauna-Welt. Feierabendtarif und Blitzschwitz sei dank äußerst günstig. Durchgewärmt und entspannt dann fußläufig 2 Minuten zum CamperVan. Sehr empfehlenswert. Essen vorbereitet aus dem Camperbackofen Omnia.

Besonders gefällt uns, dass die TennengauPLUS Card im Preis inbegriffen ist. Mit dieser gibt es Vergünstigungen bei zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung. Vor allem aber dient diese als Bus- und Bahnticket. So geht es dann Samstag kostenlos nach Salzburg. Die Bushaltestelle liegt direkt am Wohnmobil-Park. Wir Samstag Salzburg unsicher gemacht und sind viel gelaufen. Neben Sightseeing gibt es zur Belohnung noch ein Essen im Bärenwirt. Deren Mission: Sie wollen das „beste Backhendl“ in Österreich servieren! Und was sollen wir groß sagen. Es war wirklich grandios. Ein weißer Spritzer dazu und Soda Zirone. Welcome im Kulinarikhimmel.

Was für ein schönes Wochenende. Hier entstand übrigens die Idee dieses Jahr noch nach Albanien zu fahren.

Wir schwelgen in Erholung und naschen Mozert-Kugeln. Wir kommen wieder – das steht fest.

Côte d’Azur – Auf Roberts Spur.

Eine Woche Urlaub im Herbst. Unser Sommerurlaub ist nach anstrengenden Tagen auf dem Oktoberfest fast vergessen. Das Wetter ist in München bereits so grau und kalt. So steht die Fahrrichtung schnell fest. Es geht in den Süden. An die Côte d’Azur. Nochmals Sonne tanken in Südfrankreich und uns den Herbst versüssen. On y va. Am Freitag, den 30. September geht es nach der Arbeit los.

Unser Urlaub beginnt mit einem Besuch bei unserem Boxer-Züchter und inzwischen guten Freunden Petra & Frank. Die erste Etappe dorthin (Denzlingen bei Freiburg) schaffen wir aber nicht ganz und übernachten auf einem Wohnmobilstellplatz am Bodensee. Nach einer ruhigen Nacht fahren wir noch ohne Frühstück weiter. Das hat seinen Grund. Gibt es bei Petra & Frank doch stets einen sensationellen Fleischsalat auf Laugen-Croissants, die zum niederknien sind.

Geminsam mit Frank geht es dann auf die Caravan-Messe in Freiburg, bevor wir dann Richtung Frankreich weiter fahren. Wir erreichen in Frankreich dann einen kleinen Camping-Park in Saint-Vulbas. Wir schlafen hervorragend, frühstücken gemütlich und dann geht es heute an die Küste. In der Partnerstadt von Denzlingen (da kommen unsere Boxer-Züchter her) genießen wir ein paar Tage auf dem Campingplatz von Saint Cyr Sur Mer. 25° Celsius und viel Sonne. So darf ein Sommer enden. In kurzen Hosen und T-Shirt. Wir sitzen abends noch lange in den spärlich geöffneten Restaurants, für welche die Saison auch langsam endet.

Von hier aus treten wir den ausgedehnten Rückweg an. Da wir am wstlichsten Zipfel der Côte d’Azur sind, hat die Küste noch einiges zu bieten. St. Tropez. Cannes, Nizza. Wir entscheiden uns für einen Campingplatz bei Saint Tropez Hier bekommen wir noch einen schönen Platz direkt am Meer. Wir besuchen Robert Geiss in seiner Villa Geissini und Saint Tropez. Roooooobert war aber nicht zu Haus. Wir genießen frische Austern, Miesmuscheln und frischen Fisch. Auch hier bleiben wir zwei Tage bevor wir weiter fahren und Frankreich verlassen.

Wir kommen bis in das kleine, malerische Dörfchen Arenzano und bleiben auf der Durchreise auf dem Caravan Park La Vesima. Fussläufig erreichen wir ein wunderschönes Restaurant direkt am Meer an den Steinklippen dort. Das AzzurroDue Ristorante haben wir diesen Abend nur für uns. Auch hier erzählt uns die Kellnerin, die sich rührend um uns kümmet, dass es das letzte Wochenende ist, an dem man geöffnet hat. Die Saison endet. Unser Schaden ist es nicht und so sitzen wir bis in die Nacht dort und lauschen dem Wellen am Strand. Ein Highlight-Abend.

Wir fahren morgens weiter zur letzten Station, bevor wir wieder zu Hause sind. Conny und ich besuchen den Kalterer See und stehen dort im Caranvan-Park. Gekonnt schnacken einer Winzerin noch eine Flasche Wein ab und geniessen eine Pizza im Restaurant Lido, bevor wir am nächsten Tag leider wieder zurück müsssen, nach München. Eine schöne Herbsttour war es. Wir haben es wieder sehr genossen und schöne Dinge erlebt. Memento mori wie meine Lieblingsband Depeche Mode es während unserer Tour mit der Verkündung des neuen Album-Titels auf den Punkt bringt. Lebe jeden Tag so, als sei es dein Letzter.

Hummer und Austern satt.

Am Samstag, 20. August 2022 geht es endlich in den langersehnten Sommerurlaub. Geplant war Südfrankreich. Die Temperaturen des Sommers haben uns dann aber doch lieber in Richtung Nordsee getrieben. Mit einem Besuch in Straßburg wollten wir eine Benelux-Reise unternehmen, deren Ziel die Insel Texel sein sollte.

Die erste Etappe endet bereits in Frankreich, wo wir unsere erste Nacht auf dem eher funktionalem Wohnmobilstellplatz Aire Camping-Car Park de Soufflenheim verbringen. Hier haben wir Gelegenheit unser Trinkwasser aufzufüllen und nach einem Einkauf im örtlichen Supermarkt gibt es eine erste Urlaubsbrotzeit mit einem sehr leckeren französischen Käse.

Nach einem entspannten Frühstück machen wir uns dann in Richtung Straßburg auf. Von einem Parkplatz in Straßburg gibt es dann eine kleine Stadtbesichtigung. Für die Nacht steuern wir ein kleines aber feines Weingut in Luxemburg an. Sarah & Jeff begrüßen uns als einzige Camper-Gäste sehr herzlich. In der kleinen, dazugehörigen Vinothek dürfen wir uns durch die Weine probieren, was Sarah perfekt anleitet. Wir haben einen wunderschönen Abend auf dem Weingut Jeff Konsbruck. Da Sarah und Jeff selbst noch am späten Abend in den Kurzurlaub, vor der eigenen Weinlese fuhren, gab es für uns die angebrochenen Weinflaschen. Damit sind wir für die kommenden Tage toll mit sehr guten Weinen ausgestattet.

Die Nacht ist wunderschön ruhig und mit offenen Hecktüren werden wir mit Kaffee und beeindruckendem Blick über die Weinberge wach, bevor es dann zu zwei Tipps von Sarah geht.

Zuerst steuern wir den Camperpark Vianden an. Hier stehen wir direkt an dem Fluss Our. Abends typisches Essen im kleinen, fußläufig erreichbaren Städtchen. Es gibt Weinbergschnecken und wir probieren Froschschenkel. Ich kannte diese schon aus einem Singapur-Urlaub. Ein weiterer schöner Abend. Wir freuen uns über das schöne Wetter, welches auch noch länger anhalten soll. Sol darf Urlaub sein.

Der zweite Tipp von Sarah war dann die kleinste Stadt der Welt, die in Belgien liegt. Durbuy. Durbuy besuchen wir tagsüber und schlendern durch die kleinen Gassen. Uns gefällt es und wir müssen uns fast beeilen, noch ein Nachquartier zu bekommen.

Wir fahren nach Maastricht auf den Wohnmobilpark Maastricht. Automatisches Einchecken. Wir grillen notdürftig – da nicht erlaubt und schauen heute mal abends „Wer stiehlt mir die Show“ wo Olli Schultz uns heute als Moderator unterhält.

Nach Frühstück und morgentlicher Dusche geht es auf einen Parkplatz in Utrecht. Weiter zu Fuß an den kleinen Grachten vorbei. Lustig. AUf den schmalen Grachten tummelt sich allerlei Volk. Ausflugsbarkassen, schwimmende Fahrräder, Kanus, Boote mit Picknickausstattung und vieles mehr.

Für uns geht es dann nicht mehr allzuweit nach dem Stadtbummel und wir steuern einen kleiner Camperplatz bei Utrecht an. Lediglich 4 Stellplätze. Kaum anzufahren für einen Camper. Wären wir nur ein bisschen breiter – wir hätten den Platz nicht erreicht.

Wir stehen nicht weit von Amsterdam, also nochmal einen Stadtbummel. Viel zu heiß dafür. Und dann kommen wir „zufällig“ bei Tiffany & Co. Amsterdam vorbei, wo ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gehen soll. Das passiert dann auch. Happy Wife – happy life.

Für mich krönt unser Nachquartier dann diesen Tag. Im Jachthafen Uitgeest stehen wir direkt am Yachthafen. 1,5 Meter zum Wasser.

Dort genießen wir den Sonnenuntergang und das Ende eines weiteren sonnigen Tages. Perfekt. Das Leben könnte wohl nicht schöner sein. Wir müssen unbedingt wiederkommen.

Für den nun kommenden Tag steht die Überfahrt auf Texel an. Mit der Fähre ist man in knapp 20 Minuten dort und auch ohne Reservierung bekommen wir einen Platz auf dem Camping de Krim. Ein großer Platz mit Schwimmhalle und Freibad, Animation, Supermarkt usw. Alles was man eben so braucht. Für die nächsten Tage stehen wir perfekt. Ausflüge mit dem Elektrobike und einem Hundeanhänger nach Oudeschild. Eine Krabbenfangtour mit Krabben puhlen. Ein Abend mit Hummer All-You-Can-Eat im Restaurant ‚t Pakhuus. Himmlisch. Watten-Austern. Wir verleben eine schöne und ruhige Zeit und genießen es auch mal ein paar Tage zu stehen.

Den Rückweg verbinden wir dann noch mit einem Besuch auf dem Caravan Salon Düsseldorf. Dort kann man als Camper auf dem P1-Parkplatz stehen. Ein paar Buden, Live-Musik stimmen auf den nächsten Tag ein, wo uns dann die große und weite Welt des Campings in allen Facetten begegnet. Wir kaufen ordentlich zu Messepreisen ein und fahren nach einem langen Tag auf den Beinen nur noch auf den Rheincamping Siebengebirgsblick und grillen am Abend.

Da es nicht weit ist, besuchen wir am vorletzten Urlaubstag in Kallstadt, die Saumagenkerwe. Die Nacht stehen wir autark auf einem kleinen Parkplatz in der Nähe. Da darf es auch ein zweites Glas Wein am Abend sein.

Die Rückreise treten wir dann an und machen einen Zwischenstopp für eine Nacht auf dem Campingplatz Hirtenteich. Dann geht es zurück nach München, wo ab dem kommenden Tag unser Grizzly für zwei Wochen einige Umbauten bekommt. Luftfahrwerk, All-Terrain-Reifen, Klimaanlage, Kederschiene und eine Auflastung. Nächstes Mal sind wir LKW…

Fest steht für uns aber, dass wir an einige Plätze nochmals zurück kehren wollen. Wir hatten tolles Wetter und in Summe vielleicht 1,5 Stunden Regen. Ansonsten hat uns die Sonne gelacht. Niederlande ist eine Reise wert.

Olive Ascolane del Piceno.

9 zusammenhängende Tage Urlaub nutzen wir für eine Italienrundreise. Keine festen Ziele. Einfach losfahren. Alles was wir schaffen möchten, ist die Olive Ascolane del Piceno auf dieser Reise zu probieren. Eine Spezialität der Region um das schönen Städtchen Ascoli, die dort wohl an jeder Straßenecke gibt. Appetit darauf hat uns die 6. Folge der 7. Staffel Kitchen Impossible gemacht. Und dann hat Conny auf unserer Reise Geburtstag. Sie hegt schon lange einen Wunsch. Mal sehen, ob sie den auf unserer Reise erfüllt bekommt?!

Unsere erste Etappe bringt uns durch Österreich kurz hinter die Grenze von Italien. Eine Mischung aus Rastplatz und Stellplatz (B), mit allem, was man braucht. Strom, Wasser und eine hervorragende Pizza für kleines Geld aus dem Steinofen. Was will man mehr und wir merken uns den Platz als guten Zwischenstop, wenn es in den Süden gehen soll.

Ausgeschlafen geht es dann am nächsten Morgen nach Bibione, nahe Venedig, wo wir Mary und die Nicos besuchen. Ein Stellplatz auf dem Campingplatz Sabbiadoro (C) ist auch ohne Reservierung kein Problem. Wir verbringen einen schönen Tag bis spät in die Nacht, bevor es dann am nächsten Tag, mittags, für uns weiter geht. Weiter in den Süden.

Ein Wohnmobilstellplatz (D) (Area Camper – Casal Borsetti), der erstmal Ent- und Versorgung bereit hält. Wir gehen schön essen und besuchen den schönen Strand dort. Bossa darf sogar ins Wasser. Unsere Wasserratte ist aber noch mehr Sandwurm und so nutzt er die Gelegenheit um sich, so nass wie er ist, im Sand zu wälzen. Also Dusche am Abend. Draußen sitzen geht dann aber aufgrund von tausenden Mücken nicht. Also ein kurzer Abend. Und wir flüchten vor den Mücken gleich am frühen Morgen. Um 7 Uhr geht’s los auf ein kleines Weingut namens Cantina Rasicci. Traumhaft schön, wir allein und ein Pool. Weinverkostung und liebe Gastgeber. Wir bleiben gleich zwei Tage, beschließen wir.

Von hier aus besuchen wir Ascoli Piceno und probieren gleich am ersten Nachmittag noch die besondere Olive im Restaurant Migliori Olive (E). Und was soll man sagen, es war wirklich lecker und so kaufen wir uns gleich noch eine kleine Tüte nach und genießen. Wieder auf dem Weingut haben wir einen schönen Abend direkt am Weinberg. Ein toller klarer Nachthimmel und absolute Ruhe. Wir genießen es. So auch den zweiten Tag, den wir größtenteils am Pool verbringen. Wir versorgen uns noch mit der ein oder anderen Flasche Wein, bevor wir uns von hier aus langsam wieder auf den Rückweg begeben.

Unser nächster Halt war eine kleine Familien-Farm (B). Die Familien-Farm der Familie Gobbi. Ein traumhafter Stellplatz auf der Anhöhe direkt an der Terrasse mit einem wunderbaren Ausblick auf die Festung Longiano. Das Abendessen dort bekommen wir an 2er-Tischen auf der Terasse serviert. Gerichte mit den eigenen Produkten der Familien-Farm. Der Abend beginnt anschließend mit einem Großeinkauf und endete mit viel Wein und Lisa & Stefan aus Hannover, die ihre Flitterwochen genießen, und Stefan aus dem Schwarzwald mit seinem Ford Granada aus dem gleichen Jahr, in dem ich geboren wurde. Es wird spät und bei der ein oder anderen Flasche Wein haben wir einen traumhaften Abend. Schöner kann Urlaub kaum sein.

Gegen Mittag sind wir dann Richtung Verona aufgebrochen. Da war ja noch etwas. Ein lang gehegter Wunsch von Conny sollte nun in Erfüllung gehen. Unsere erste Nacht verbrachten wir auf dem modernen aber leider etwas charmlosen Campingplatz Verona Village (C). Etwas die Straße hinunter haben wir noch gut gegessen und den Abend dann aber rasch ausklingen lassen.

Und dann war er da. Connys Geburtstag. Wir wechseln unseren Stellplatz noch und sind direkt nach Verona auf den Wohnmobilstellplatz Corte Agricola Monrò (D). Eher ein kleiner Bauenhof mit vielen Tieren. Von hier geht es dann zu Fuß in die Arena von Verona zur Aufführung der Oper Carmen. Ein schöner Abend vor atemberaubender Kulisse und ein Lebenswunsch verschwindet von Connys Bucket List. Das wir vorher einen kurzen Abstecher zum Balkon aus Romeo & Julia machen, versteht sich von selbst. Sich unter dem Balkon zu küssen und die rechte Brust der Julia-Statue berühren soll bekanntlich Glück in der Liebe bringen.

Am kommenden Tag verlassen wir Italien wieder und übernachten auf einem Campingplatz in Österreich (E). Der Gerhardhof Sonnenplateau Camping & Gasthaus ist ein toller, sauberer Campingplatz mit kleinem Shop, einer super Gastro und einem Naturpool. Zwei Hochzeiten veranlassen den Campingplatzbetreiber am Abend Freibier zu spendieren. So darf dann ein Urlaub auch enden und wir fahren gut erholt am nächsten Tag, durch die verschärften Kontrollen aufgrund des G7-Gipfels auf Schloss Elmau, zurück nach Haus.

Italia, ci siamo trovati benissimo e torneremo presto.