Ostertour 2022.

Zu Ostern unternehmen wir dieses Jahr unsere erste, längere Tour mit unserem Grizzly. Vom 08.- 18. April 2022 geht es für uns in den hohen Norden.

Freitag, direkt nach der Arbeit, fahren wir los und die ersten Stunden in Richtung Norddeutschland. Am ersten Abend erreichen wir noch den Wohnmobilstellplatz Münchberg. Gestärkt mit einer Portion Chili con Carne ging es abends nur noch ins Bett. Ausgeschlafen haben wir am Samstag eine längere Etappe vor uns.

Da der Wohnmobilstellplatz am Yachthafen in Uelzen keinen Platz mehr für uns hat, geht’s zum nächstgelegenen Campingplatz und wir landen auf dem Uhlenköper-Camp Uelzen. Ein Bio-Platz über den wir auf dem NDR bereits einen Bericht gesehen haben. Ein wirklich toller, moderner Platz mit zwei Naturteichen zum Schwimmen. Aber noch ist es uns zu kalt 🙂 . Gern kommen wir aber wieder.

Sonntag kommen wir an der Nordsee an. In Cuxhaven haben wir einen richtig tollen Wohnmobilstellplatz gefunden. Wir stehen in der ersten Reihe des Wohnmobilstellplatz zur Schleuse, mit einem schönen Blick auf den Fischereihafen. Die Sonne scheint herrlich und wir sitzen bis spät noch in der toll angelegten Sitzbankecke. Es gibt unser erstes Fischbrötchen und abends mit Heidi das türkische Stadtderby Fenerbahçe gegen Galatasaray im TV. Das Ergebnis 2:0 habe ich richtig vorhergesagt. Der Abwasch geht also an die Damenwelt.

Wir frühstücken am Montag schön und möchten frische Krabben in Friedrichskoog kaufen und pulen. Mit der Fähre setzen wir in Glücksstadt bei Sonnenschein über und haben dann aber kein Glück mit den Krabben. Der Fischhändler am kleinen Hafen hat Ruhetag und es gibt keine Krabben. Die Benzinpreise sind für die Krabbenfischer zu teuer. Das müssen wir also verschieben. Wir bleiben für heute aber hier in Friedrichskoog. Das Wetter ist so schön, dass wir uns einfach noch ein wenig in die Sonne setzen wollen. Wir finden kurzerhand den Campingplatz Swienskopp am Süderdeich in Friedrichskoog und bleiben. Wir haben alles „an Bord“ und genießen einfach nur den herrlichen Abend.

Nach einem ordentlichen Frühstück wurde „klar Schiff“ gemacht und wir machten uns auf den Weg zu unserem Ziel, dass wir uns gestern Abend rausgesucht haben. Es geht nach Kiel, wo wir einen Wohnmobilstellplatz ausgemacht haben, auf dem man direkt am Eingang zur Kieler Förde und vor der Schleuse zum Nord-Ostseekanal steht. Am Wohnmobilstellplatz Förde- und Kanalblick gibt es als Zugabe noch eine kleine Imbissbude, mit Fischbrötchen und „Flens“ . Wir sind glücklich, auch wenn Sanitäranlagen und Ver- und Entsorgung etwas gewöhnungsbedürftig sind. Am Ende ist aber alles da und ist das nicht die Hauptsache? Und uns scheint die Sonne, dass möchten wir nicht unterschlagen.

Ich werde aufgrund meines Studiums heute noch an einer Live-Session teilnehmen und meine Hausaufgabe mit meinem Team vor dem Professoren pitchen. Ja, das geht auch mal aus dem Urlaub aus dem CamperVan heraus. Die Mädels haben sich ein Taxi genommen und gehen in Kiel shoppen.

Heute Abend dann Bier und Fisch und tollsten Ausblick. Erste Reihe – unbezahlbar. Ich liebe es!

Nach einer erholsamen Nacht geht’s nach Hamburg. Abends ist schon ein Tisch bei Henssler & Henssler reserviert. Vorher holen sich die Mädels noch eine ordentliche Dusche im öffentlichen Hallenbad in Kiel ab. Ich habe bereits die unappetitliche am Platz genutzt. Die ist den Mädels aber zu „spinnenreich“ gewesen.

Wir stehen die Nacht auf dem Parkplatz vor Strand Pauli mit Blick auf die Elbe. Also genau „mittenmang“. Genau richtig, um die eine Stadt wieder ein wenig unsicher zu machen. Als besondere Überraschung kam mein Sohn David noch dazu und wir hatten einen schönen Abend bei bestem Sushi.

Am nächsten Morgen geht’s weiter nach Kühlungsborn. Auf einen echt tollen Campingplatz. Entschuldigung… Campingpark… Campingpark Kühlungsborn. Fünf Minuten zum Hundestrand, wo Bossa gleich mal Bekanntschaft mit Kaja gemacht hat. Eine fünfjährige Boxerdame. Die beiden haben herrlich im Ostseesand gespielt.

Unsere letzte Etappe, bevor wir den Heimweg antreten werden, führt uns am Karfreitag auf den Platz Ostseecamping Beckerwitz, wo wir bis Ostersonntag bleiben wollen. Wir haben einen Stellplatz direkt in der ersten Reihe. Die Schnauze unseres Grizzlys ist etwa 7-8 Meter von der Ostsee entfernt. Das Wetter könnte gern noch mehr aufklaren. Es ist grau und windig, aber kein Regen.

Am Samstag wachen wir schon bei herrlichem Sonnenschein auf und beschließen dann kurzerhand doch noch den Stellplatz zu wechseln, um nach dem Osterfeuer es nicht so weit zu haben. So stellen wir uns auf die Wohnmobilstellplätze am Campingplatz, wo mein Bruder, meine Schwägerin und meine Neffen ihren festen Stellplatz haben und wo abends das Osterfeuer stattfindet. Hier stehen wir für 8 EUR die Nacht inkl. Strom am Ostseecamping Ferienpark Zierow.

Es wird lecker gegrillt und mit dem ein oder anderen Bier angestoßen. Das Osterfeuer ist toll, der Abend richtig schön. Das Wetter ein Traum.

Nach dem Frühstück am Ostersonntag geht es dann wieder Richtung München. Wir schaffen die halbe Strecke und übernachten auf dem kleinen Campingplatz Am Auensee. Klein aber fein und sehr herzlich und mit klasse, eindrucksvoll großen Schnitzeln in der kleinen Gaststätte „Zweite Heimat“. Der Campingplatz bietet sich für künftige Reisen an die Ostsee als Zwischenstopp an und wir kommen gerne wieder.

Ostermontag sind wir dann zurück und blicken auf erholsame, erlebnisreiche Tage zurück. Der nächste Urlaub darf ruhig schnell kommen.

Sommerurlaub 2021.

Zweiter Urlaub im Kastenwagen. Wenn es auch immer noch nicht unser CamperVan ist, so waren wir dieses Mal in dem Modell unterwegs, dass wir dann hoffentlich im November unser Eigen nennen dürfen.
Eine weitere Neuerung gab es. Ausgestattet mit einer Drohne würden wir viele tolle Momente aus der Vogelperspektive festhalten können.
Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ ging es vom 21. August 2021 an, Richtung Kroatien. Ganze drei Wochen Zeit und nur ein Eckpunkt für unsere Reise. Gern wollten wir die Insel Korčula erreichen.

Unsere erste Nacht haben wir in Österreich verbracht und gleich eine nette Bekanntschaft kennengelernt. Auf dem Campingplatz Inntal (B) durften wir uns auf dem großzügigen Platz eines Dauercampers dazu stellen. Ein tolles Restaurant und ein kleiner Pool waren genau das richtige, um den Urlaub gebührend zu starten. Bei einem gemeinsamen Glas Wein und einem Feuerwerk in der Ferne, sind wir gleich vier netten Menschen begegnet.

Hatten wir Wetterglück am Vortag, so mussten wir heute vor dem Regen „flüchten“. Unser Wunschstellplatz war leider voll und so übernachteten wir in Slowenien, in der Nähe von Bled auf dem Platz Camp Danica (C). Dafür gab es auch ab Mittag wieder Sonne für uns.

Hier holte uns der Regen über Nacht ein und wir machten uns zeitig auf nach Kroatien. Das Wetter wurde sichtlich besser. Für heute stand ein kulinarisches Highlight an. Trüffel ohne Ende in der Nähe von Motovun in Istrien (D) in der Konoba Dolina. Übernachten konnten wir freistehend auf dem Parkplatz des Restaurants. So hatten wir es nach unserem letzten Glas Wein nicht weit „nach Hause“. Das Essen war himmlisch gut. Am darauf folgenden Tag war Ruhetag im Restaurant. Also niemand der uns am Morgen beim Frühstück störte. Das Wetter war ab hier, für den Rest unseres Urlaubs, traumhaft schön. So sieht Erholung aus.

Unser nächstes Ziel war der Campingplatz Kozica (E). Ein Platz, den Acky – alias VanFan – noch vor einigen Wochen empfohlen hat. Auch wir haben ein schönes Plätzchen dort gefunden. Nicht all zu voll und mit tollem Ausblick aufs Meer. Abends frischte der Wind auf und auch als Hamburger Jung kann ich berichten, dass wir nachts einen Sturm im CamperVan erlebten. Es war urgemütlich.

Ein weiteres Highlight stellte dann unser nächster Stellplatz (F) dar. In Starigrad standen wir auf einem kleinen Stellplatz direkt am Meer (2 Meter). Nette Begrüßung, saubere Sanitäranlagen und Schwimmen im Meer, auch für unseren Boxer Bossa. Das erste Mal Salzwasser für ihn. Auf der kleinen Promenade gab es dann einen wunderschönen Sonnenuntergang und leckeres Essen. Morgens öffneten wir unsere Hecktüren und hatten Meerblick in der ersten Reihe. >>Deshalb Kastenwagen<< kann ich nur resümieren.

Bevor es auf unsere Zielinsel Korčula gehen sollte, gab es einen Zwischenstop bei Trogir (G). Wir nutzten einen Parkplatz einer Marina für die Nacht und erkundeten vorn dort aus die wunderschöne Altstadt, bevor es dann morgens gleich früh in Split auf die Fähre Richtung Korčula ging. Die 3-stündige Fährfahrt mit Kastenwagen war nicht alltäglich aber unkompliziert und so waren wir mittags auf der Insel. Auf unserem Wunschcampingplatz erhielten wir bei der Stadt Korčula einen wunderbaren Platz, der zu einer großen Hotelanlage (H) gehörte. Hier verbrachten wir wunderschöne Tage in Ruhe, bei gutem Wetter auf einem traumhaften Fleckchen Erde. Wassertaxis oder der Golfwagenshuttle in die Altstadt, machten Ausflüge unkompliziert.

Für uns ging es per Fähre weiter nach Dubrovnik (I). Übernachten konnten wir, nachdem wir schon im Restaurant direkt am Meer sitzen durften, freistehend direkt an der Kaimauer eines kleinen Bootshafens (A). Hier standen wir mit einem weiteren CamperVan. Unsere Morgendusche nahmen wir nach einem Bad im Meer direkt an den Duschen dort im Badebereich.

Unser nächster Platz, Camping Peruca (B), war wieder ein Tipp von Acky, alias VanFan. Ein Naturstellplatz mit Self-Checkin. Ruhe, Platz und für uns Anlass zwei Nächte zu bleiben, bevor wir dann die Quelle von Cetina (C) (danke Frank für den brillanten Hinweis!) besichtigten und auf Winnetous Spuren im Canyon Zrmanja (D) waren. Ein Drehort, den wir alle aus den Karl-May-Filmen kennen. Beeindruckend!

Einen grandiosen Platz haben wir in einer Art Abenteuerland (E) gefunden. Etwas abseits der Küste, dafür mit Pool und tollen Kastenwagen-Nachbarn. Der Platz bot einen Hochseilgarten, Rafting-Touren, Paintball und andere Aktivitäten. Eine kleine englische Aussteigerfamilie, ein Wohnmobil aus Dortmund und dem besagten Kastenwagen aus dem Rhein-Sieg-Kreis, mit Weltrekord-Kennenlernzeit, teilten den kleinen Platz mit uns. Der Zündschlüssel beim Nachbarn war gerade abgezogen, da hatten wir alle bereits ein Glas Wein in der Hand. 🙂
Selbst Bossa kam auf seine Kosten. Der Hund der englischen Aussteigerfamilie war ein hervorragender Spielpartner zum ausgiebigen toben und raufen.

Über Poreč (F) ging es dann zurück durch Slowenien. Nahe Ljubljana kamen wir auf einem kleinen Platz auf einem Hof unter. Dieser Platz (G) wird fest in unsere Anreiseroute nach Kroatien aufgenommen werden. Eine herzliche Aufnahme und eine Weinverkostung bei selbst gemachten Apfelstrudel. Neue und saubere Sanitäranlagen und eine tolle Ausstattung. Nachts ein atemberaubender Sternenhimmel und wach geworden mit schönster Aussicht.

Mit der Idee auf dem Schloss Aigen bei Salzburg, die berühmten Grammelknödel zu probieren, ging es dann auf einen kleinen Stellplatz vor den Toren Salzburgs (H).

Geilster Shit ever, der auf die Top-Ten-Gerichteliste meines Lebens gehört.

Tim Mälzer – Kitchen Impossible 2020

Leider hatten wir die Ruhetage nicht im Auge. So wurde der Platz Ausgangspunkt für eine Salzburg-Besichtigung und wir genossen nochmals das schöne Wetter hier in Österreich und blieben zwei Nächte. Wiederkommen werden wir auf jeden Fall. Den „geilen Shit“ wollen wir ja immer noch probieren!

Letzte Station war ein 5-Sterne-Platz in Waging am See (I). Am wärmsten See Bayerns, dem Waginger See, verbrachten wir mit ausgesprochenen Boxer-Fans eine gute Zeit, bevor es dann nach München zurückging.
Schweren Herzens mussten wir wieder den Campervan an die Vermietung zurückgeben. Zumindest ist die Wartezeit auf unseren eigenen Kastenwagen absehbar. Wir sind schon fleissig dabei die Ausstattung zusammen zu kaufen und freuen uns riesig auf weitere Touren. Wir hatten eine unvergessliche Zeit und die drei Wochen Urlaub sind wieder einmal viel zu schnell vergangen.

Ostertour 2021.

Am 01. April war es soweit. Unsere erste CamperVan-Tour. Wir haben einen nagelneuen Pössl Roadcruiser B für die Ostertour in Sulzemoos abgeholt. Abends wurde er gepackt und Karfreitag brachen wir auf. Erst unsere Kleine zur Oma und dann haben Conny, Bossa und ich uns auf die Reise durch Deutschland begeben.

Über 2000 Kilometer waren es dann bis zur Abgabe des Roadcruisers am 10. April. Trotz Corona und den Beherbergungsverboten auf Camping- und Wohnmobilstellplätzen haben wir schöne Übernachtungsmöglichkeiten gefunden.
Meist abgeschieden und autag, aber stets eindrucksvoll und coronakonform, wenn sich dies auch der Vorstellungskraft der Politiker entzieht.

Die Tour führte uns von München nach Halle an der Saale (B). Von Halle, wo die Himmelsscheibe von Nebra als einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts leider coronabedingt nicht im Landesmuseum zu besichtigen war, fuhren wir an den Edersee (C). Sonniges Wetter hieß uns willkommen.
Direkt am Ufer und nahezu einsam schliefen wir die erste Nacht im CamperVan. Morgens gab es einen beeindruckenden Sonnenaufgang am See. Nach einem stärkenden Frühstück und einem Kaffee dann weiter nach Duisburg (D). Dort haben wir einen Freund besucht, sind über Nacht geblieben und haben uns den unterschätzten Binnenhafen angeschaut, bevor wir dann über Koblenz (E) direkt am Rhein in den Rheingau gefahren sind.

In Bingen am Rhein (G) haben wir einen Stellplatz in Ufernähe des Rheins gefunden und sind dort nach einem Winzerbesuch über Nacht gestanden.

Unser Weg führte Conny und mich dann in den Taunus (H), eine Freundin und Arbeitskollegin besuchen. Mit der Höhe des Taunus kam der Schnee und eine erste Nacht bei Minusgraden im CamperVan. Ich mache es kurz. Gefroren haben wir nicht.

Über Mannheim und Ludwigshafen sind wir in die Pfalz gefahren und haben unsere Tour mit einem Besuch bei meinem Lieblingswinzer (J) kombiniert, bevor wir in Deidesheim gelandet sind.

Hier hat uns ein Winzer (B) sein Grundstück zur Verfügung gestellt und uns abends mit zwei Flaschen Wein vor dem Van eine Freude gemacht. Ein Trostpflaster, da ohne Corona ein Besuch im Deidesheimer Hof angestanden hätte, um den Pfälzer Saumagen zu genießen. Ausgeschlafen fuhren wir dann Richtung Titisee (C). Dort haben wir meine Schwägerin und Neffen besucht. Mutter-Kind-Reha bei reichlich Schnee.

Ein abschließender Besuch bei unseren Hundezüchtern (D) durfte nicht fehlen. Zum einen den C-Wurf besichtigen und zum anderen feierte Bossa am 09. April so mit seiner Schwester und bei seiner Mutter seinen ersten Geburtstag. Für mich gab es wie immer den weltbesten Fleischsalat der Metzgerei Frey (E). Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr. Vielen Dank an Petra und Frank.

Zurück nach München fuhren wir eine Route von Frank durch den Schwarzwald, entlang des Bodensees (F). Wunderschön.

Einige Impressionen haben wir mitgebracht. Im Fazit sind wir begeistert und waren traurig, das Stück Freiheit wieder bei der Campervermietung abgeben zu müssen.