Žlahtina und Pasareta 2026

Manchmal braucht es gar nicht viel für eine gelungene Reise. Ein Campervan, ein Ziel am Meer, genügend Zeit und die richtigen Menschen an seiner Seite. In unserem Fall gehören dazu natürlich auch vier Pfoten. Gemeinsam mit unserem Boxer-Rüden Bossa machten wir uns Ende Mai auf den Weg Richtung Kroatien. Was als entspannte Frühsommerreise begann, entwickelte sich schnell zu einer wunderbaren Mischung aus mediterranem Lebensgefühl, gutem Essen, besonderen Begegnungen, Rock’n’Roll, Camperleben und vielen kleinen Momenten, die man nicht planen kann – und die deshalb oft die schönsten sind.

Bevor es losgehen konnte, stand noch ein kleiner Umbau an unserem Camper auf dem Programm. Unsere Dinette bekam ein kleines Update. Der Tisch wurde verkleinert und direkt an den dafür vorgesehenen Befestigungsleisten an der Wand montiert. Dadurch konnte das bisherige Tischbein entfallen und der Platz darunter deutlich vergrößert werden. Der eigentliche Gewinner dieser Umbaumaßnahme war allerdings Bossa. Conny nähte eigens eine neue Liegematte, die perfekt in den neu gewonnenen Bereich passt. Schon vor der Abfahrt war klar: Dieser Platz würde künftig Bossas Lieblingsplatz werden.

Am Freitagnachmittag ging es direkt nach der Arbeit los. Der Kühlschrank war bereits in den Tagen zuvor gefüllt worden, sodass wir nur noch einsteigen und losfahren mussten.

Die erste Etappe führte uns bis zum Katschberg in Österreich. Nach einem entspannten Abendessen in der Pizzeria Restaurant Lärchenstadl (B) fanden wir nur wenige Meter entfernt einen dazugehörigen ruhigen Übernachtungsplatz für die Nacht. Das Plätzchen liegt am Katschberg in der Region Lungau im Bundesland Salzburg (Österreich), genauer in St. Michael im Lungau auf der Passhöhe des Katschbergs. Der Urlaub hatte begonnen.

Nach einer erholsamen Nacht führte uns die Reise weiter durch Österreich und Slowenien Richtung Kroatien.

Mit jedem Kilometer wurde das Wetter besser. Die Temperaturen stiegen auf angenehme 25 Grad und die Vorfreude wuchs. Spätestens beim Überqueren der Brücke zur Insel Krk war das Urlaubsgefühl vollständig angekommen.

Ohne Reservierung fanden wir auf dem Campingplatz Ježevac Premium Camping Resort (C) einen schönen Stellplatz und konnten direkt in den Urlaubsmodus wechseln.

Die folgenden Tage waren geprägt von genau dem, was wir an unseren Reisen so lieben:

Morgens lange Spaziergänge mit Bossa, frische Brötchen vom Bäcker, gemütliche Frühstücke mit gutem Kaffee und Connys selbstgemachter Marmelade, dazu keine Termine und kein Zeitdruck.

Wir erkundeten die Altstadt von Krk mit ihren engen Gassen, genossen Eis am Hafen, beobachteten das Treiben am Wasser und ließen die Tage einfach entstehen.

Kulinarisch begann Kroatien ebenfalls vielversprechend. Unsere ersten Cevapcici mit Ajvar und Zwiebeln im Fladenbrot schmeckten genauso gut wie die zahlreichen Fisch- und Fleischgerichte der folgenden Tage.

Besonders in Erinnerung bleibt uns ein Abend direkt am Meer. Im Oliva Grill saßen wir in der ersten Reihe zur Adria. Keine zehn Meter trennten uns vom Wasser, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.

In der Nacht zog ein Gewitter über die Insel. Während der Regen auf das Dach unseres Campers prasselte, lagen wir gemütlich in unserem Bett und lauschten den Geräuschen der Natur.

Einer der schönsten Abende auf Krk führte uns in die historische Altstadt. Direkt an der Kathedrale von Krk fanden wir einen Platz im Restaurant Frankopan. Umgeben vom sommerlichen Stimmengewirr genossen wir Muscheln, Thunfischtatar, Nudeln mit Steinpilzen und Rohschinken sowie einen hervorragenden Weißwein. Menschen lachten, Gläser klangen und die warme Abendluft trug den Duft der Adria durch die Gassen. Es waren genau diese Momente, in denen wir uns immer wieder dabei ertappten zu denken: So muss sich Urlaub anfühlen. Nach einigen wunderbaren Tagen auf Krk führte uns die Reise zurück aufs Festland.

In Jadranovo besuchten wir unsere Freundin Kirstin (D), die wir vom Flugplatz kennen, auf dem auch unser Flugzeug MOPN zuhause ist. Schon bei der Ankunft wurden wir herzlich empfangen. Unser Camper fand direkt vor ihrem Haus Platz und von ihrer Terrasse aus konnten wir sogar die Start- und Landebahn des Flughafens Rijeka beobachten. Für uns als Piloten ein ganz besonderer Ausblick.

Am Abend führte uns Kirstin nach Crikvenica ins Restaurant Galija. Direkt am Hafen genossen wir ausgezeichnetes Essen und einen wunderbaren Žlahtina-Wein aus der Region. Wer die Kvarner Bucht bereist, begegnet früher oder später dem Žlahtina. Die autochthone Weißweinrebe stammt ursprünglich von der Insel Krk und gehört zu den bekanntesten Weinen der Region. Der Wein präsentierte sich leicht, frisch und angenehm fruchtig. Mit seinen feinen Zitrusnoten und der dezenten Mineralität passte er hervorragend zu Fisch, Meeresfrüchten und den lauen Sommerabenden an der Adria. Wir genossen den Wein der Vinarija Pavlomir aus Novi Vinodolski. Das Besondere daran: Pavlomir ist die einzige Kellerei auf dem kroatischen Festland, die Žlahtina ausbaut. Die traditionsreiche Sorte ist seit Jahrhunderten hier zuhause. Merken wir uns!

Später saßen wir noch lange zusammen, erzählten Geschichten und verbrachten einen dieser Abende, bei denen die Zeit scheinbar keine Rolle spielt.

Von Jadranovo ging es weiter Richtung Süden nach Medulin. Dort erwartete uns eine Überraschung, die wir so in Kroatien nicht erwartet hätten.

Das Tear It Up Festival verwandelte den kleinen Küstenort in eine Zeitreise zurück in die 1950er Jahre. Überall standen liebevoll restaurierte Oldtimer, aus den Gassen erklang Rock’n’Roll und zahlreiche Besucher erschienen stilecht in Petticoats, Hemden und Hosenträgern. Die besondere Atmosphäre war sofort spürbar.

Auf dem Campingplatz Arena Medulin Campsite (E) fanden wir direkt am Wasser einen wunderschönen Stellplatz.

Tagsüber erkundeten wir den Ort, abends lauschten wir der Musik und genossen die entspannte Stimmung.

Einer der schönsten Momente entstand dabei ganz ungeplant.

Nach einem Grillabend vor dem Camper gesellten sich unsere österreichischen Nachbarn zu uns. Aus einem kurzen Gespräch entwickelte sich ein langer Abend voller Geschichten über das Leben, gute und schwierige Zeiten und die Erkenntnis, wie wertvoll gemeinsame Zeit ist. Es sind genau solche Begegnungen, die Camperreisen für uns so besonders machen.

Als sich das Wetter in Medulin zunehmend bewölkt zeigte, entschieden wir uns spontan für einen Ortswechsel.

Wir fuhren der Sonne entgegen. Unser Ziel war Funtana. Und tatsächlich: Während wir die Wolken hinter uns ließen, empfing uns das Istra Premium Camping Resort (F) bei strahlendem Sonnenschein.

Bossa hatte innerhalb weniger Minuten seinen Lieblingsplatz gefunden. Unter einem kleinen Olivenbaum direkt an unserem Stellplatz ließ er sich zufrieden nieder, während wir unseren selbstgemachten Willkommensdrink genossen. Der Grund für unseren Besuch in Funtana war schnell gefunden.

In den Sommermonaten finden hier regelmäßig traditionelle Fischerfeste Riva Funtana statt. Genau eines davon stand an diesem Abend auf unserem Programm. Mit der Vorfreude auf frischen Fisch, regionale Spezialitäten und einen weiteren unvergesslichen Abend am Meer endete dieser Abschnitt unserer Reise. Am Camper noch ein Abschlussdrink bevor es dann morgen die erste Etappe Richtung München geht.

Wir reisen direkt nach dem Frühstück ab und schaffen es bis kurz nach dem Karawankentunnel bis nach Österreich. Nach einem kleinen Hamsterkauf Käferbohnen landen wir für die letzte Nacht auf dem Strandcamping Gruber am Faaker See, bevor wir dann die letzte Heimetappe antreten.

Kroatien hat uns erneut begeistert. Mit seiner Gastfreundschaft, den malerischen Küstenorten, dem hervorragenden Essen, den entspannten Campingplätzen und den vielen kleinen Momenten, die eine Reise erst unvergesslich machen. Und Bossa? Der hat seinen neuen Platz unter der Dinette längst offiziell zu seinem persönlichen Reich erklärt.

Ostsee-Ostern und Crash

Die Fliegerei hat das letzte und vorletzte Jahr stark geprägt. Es wird Zeit, unseren guten alten Grizzly wieder zu bewegen und die Leichtigkeit des Lebens zu zelebrieren, wie es Conny immer so schön sagt. Noch letzte Woche waren wir einstimmend mit Freunden und insgesamt 4 Campermobilheimen in Eichstätt. Nun steht unsere traditionelle Osterreise in meinen Norden auf dem Programm und einiges mehr, oder soll ich lieber „Meer“ sagen?!

Drei Punkte auf unserer Route sind fix und der Rest wird, wie wir es so lieben, spontan. Wir besuchen unsere Urlaubsfreunde aus Ägypten, Juli und Shuki, in Berlin, den Airpark Müritz, wo es noch Grundstücke mit direktem Stellplatz für den Flieger vor der Haustür zu kaufen geben soll und wir wollen Rügen erkunden. Durch einen familiären Notfall passt der Besuch bei Juli und Shuki auf dem Hinweg nicht rein. Vorerst haben wir den Gedanken auf der Rückreise dort vorbei zu schauen. Aber es kommt alles anders.

Freitag. Stift fallen lassen und jetzt ist Urlaub.

Unseren Grizzly haben wir noch am Vorabend gepackt und so geht es direkt los. Wir schaffen es bis zum Wohnmobilstellplatz Münchberg (B), den wir bereits kennen. Wassertank aufgefüllt und eine schöne Brotzeit zum Abend. Schön, da ich das Brotbacken seit einigen Wochen für mich entdeckt habe und mich inzwischen auch an Sauerteigbrot getraut habe. Gärhardt, unser Sauerteig (Gären usw. 😜) und ich haben uns noch heute ein frisch gebackenes Brot beschert, dass wir uns schmecken lassen.

Morgens geht’s weiter immer Richtung Norden. Wir plündern noch das Outlet Elstal und steuern dann Camping am Havelkanal (C) an, der uns für eine Nacht ein kleines Plätzchen bietet. Das kleine italienische Restaurant direkt am Platz empfängt uns herzlich und das Abendessen ist hervorragend. Eine Runde Kniffeln und dann früh ins Bett. Morgen geht es weiter zum Airpark Müritz (D).

Wir werden herzlich empfangen und dürfen das eingezäunte Areal erkunden. Ein riesiger Spielplatz für Erwachsene. Alle Arten von Häusern, Tinyhouses und umgebauten Hangars.

Wir geraten immer mehr in Gedanken. Hier ein kleines Domizil im Norden, mit der Möglichkeit die MOPN direkt vor der Haustür zu parken, nachdem man auf der angrenzenden Piste 07/25 gelandet ist. Das wird uns noch ein wenig beschäftigen. Ein 1250 m²-Grundstück haben wir uns schon ausgesucht. Mal sehen. Vielleicht wird das ja ein Bro-Project?!

Wir dürften bleiben und übernachten, entscheiden aber noch 10 Minuten zum Müritz-Segel-Verein Rechlin e.V. (E) weiter zu fahren. Der Hafenmeister macht uns freundlich auf und als einziger Campervan-Besucher gibt es ein Platz in erster Reihe an der Kleine Müritz. Wir sitzen noch draußen und genießen die zaghafte Sonne mit Blick aufs Wasser. Essen gibt es heute selbstgekocht. Also verfeinert aus der Dose. Wir sind vorbereitet.

Ausgeschlafen geht es dann weiter nordwärts. Rügen voraus. Auf die Insel und bis nach Sassnitz, wo wir auf dem Wohnmobilstellplatz Stadthafen Sassnitz (F) noch einen der letzten zwei Plätze bekommen. Direkt vor dem Hafenbecken. Wir eilen zu den kleinen Verkaufskuttern und gönnen uns den ersten Bismarckhering im Brötchen direkt auf der Bank davor mit den neidischen Blicken der einheimischen Möwen. Herrlich und die Sonne meint es gut und scheint uns ins Gesicht. So ist Urlaub. Wir schlendern weiter und finden einen kleinen Strandkorb. Versorgt mit frischem Fisch und einem Gläschen Weißwein lassen wir uns die Sonne auf die Nase scheinen.

Die Abendplanung übernimmt Conny. Hätte sie übernehmen sollen. Mit Vorfreude stürmen wir kurz vor 20 Uhr das Restaurant Kutter, die aber leider um 20 Uhr den Feierabend ausrufen. Am Ende sitzen wir beim Italiener, der mit ein paar Miesmuscheln etwas den Abend versüßt, der dann aber mit Spaghetti Carbonara endet. Dafür sind wir jetzt aber nicht einmal durch Deutschland gefahren.

Zurück am Grizzly bekomme ich dann noch eine Abreibung bei Hangman. Fischessen und Gesellschaftsspiele sind heute nicht mein Ding.

Morgen wird wieder alles gut.

Leider fängt die Saison hier erst ab April so richtig an und wir entscheiden uns kurzfristig um, nicht auf Rügen zu bleiben und Richtung Nordsee zu fahren. Leider wird es dann auf der Rückreise auch nichts mit dem Besuch in Berlin bei Juli und Shuki. Manchmal durchkreuzt eben auch unsere eigene Spontanität die Pläne. Erster Zwischenstopp in Wismar.

Im Wohnmobilpark Westhafen Wismar (G) finden wir ein Plätzchen und erkunden den kleinen Hafen. Für das leibliche Wohl sorgt das Ahoi von Steffen Henssler mit Hamburger Pannfisch und ein kleiner Fischladen der ein tolles Sortiment anbietet und unser Frühstück morgen veredelt.

Nach dem fischlastigen Frühstück geht es nun an die Kieler Förde. Der Wohnmobilstellplatz Förde- und Kanalblick (H) hat ein Plätzchen in erster Reihe mit bester Aussicht für uns.

Mittags besuchen uns mein Bruder Stefan und Dalina. Und es passiert. Nach Jahren crashe ich die Drohne. Ich übersehen zum landen einen Baum und die Drohne fällt aus 10m auf Kies. Das ist zu viel für die Drohne. Tot. Da muss ich mir wohl doch eine modernere kaufen 😜.

Wir essen am Abend im Buffet Haus Petit Panda China Restaurant. Sehr lecker. Ein tolles Selbstbedienungsbuffet. Speisen zum selbst zusammenstellen und Getränke inklusive. Alles was das Herz begehrt. Der Abend dann ruhig und es werden Pläne für die verbleibenden Tage geschmiedet.

Unseren zweiten Tag verbringen wir hier in Kiel mit einer kleinen Shopping-Tour. Mittags essen wir noch einen Croque als Pflichtprogramm, da wir in München noch niemanden gefunden haben, wo wir einen bekommen würde. Das gehört also zum Pflicht-Norden-Programm. Abends treffen wir uns dann mit Melanie und Dennis, die sich in Laboe noch ein Katamaran angeschaut hatten, im Gosh, wo heute After-Work-Party ist. Dort endet unser Abend aber noch nicht. Wir lassen unsere Weingläser mitgehen und sitzen noch bis nach 1 Uhr nachts bei ihnen in der Hotellobby und quatschen über die schönsten Art und Weisen, wie man das Leben genießen kann. Gegen 2 Uhr sind wir wieder am Grizzly und fallen ins Bett.

Nach dem Frühstück geht es noch ein wenig nördlicher. Wir besuchen meinen Bruder in Kappeln. Die Sonne im Gepäck kommen wir an. Wir genießen die Sonne und abends werden wir toll begrillt.

Für meinen Bruder und seinem Arbeitskollegen Sven und seine Frau Steffi geht es am Morgen früh raus. Das Ziel sind frische selbstgeangelte Heringe.

Wir schlafen aus und erkunden dann bis nachmittags Kappeln. Danach bekommen wir von Steffi frisch eingelegte Heringe, die in drei Tagen dann in München zu Bismarckhering geworden sind. Ich bekommen noch frisches Ingreisch, also Milch und Roge, welche gleich in der Pfanne landen. Abends grillen wir wieder gemütlich. Morgen ist dann erster Rückreisetag.

Es ist Ostern und wir frühstücken ausgiebig und schön. Wir verabschieden uns, es gibt noch Ostergeschenke (ein ganzes kaltgeräuchertes Lachsforellenfilet) und dann treten wir die Rückreise an. Schade, es ist zwar windig aber die Sonne scheint und gern würden wir noch bleiben.

Wir schaffen 450 km und übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz Melsungen. Direkt an der Fulda. Nichts besonderes aber schön für eine Nacht. Auf der Fahrt haben wir kurz hinter Hannover noch ein Croque-Laden angesteuert gehabt, so dass wir noch satt sind und uns einen gemütlichen Abend vor dem TV machen.

Selbst an unserem letzten Urlaubstag scheint die Sonne. Es wird nach dem Frühstück zusammengeräumt und dann treten wir die letzte Etappe für diesen Urlaub an. Zurück nach München.

Holland oder Niederlande

Bereits 2022 waren wir auf Texel in den Niederlanden. Da die Sommerurlaube im Süden uns langsam zu heiß und damit zu anstrengend werden, fahren wir auch dieses Jahr lieber in den Norden und am liebsten ans Meer. Warum also nicht nochmals nach Texel in der Provinz Noord-Holland. Es hat uns sehr gefallen.

Wir brechen am Freitag auf, mit einem Zwischenstopp auf unserem Lieblingsweingut bei Markus (B). Wir treffen uns dort mit Freunden, mit denen wir uns schon letztes Jahr hier verabredet hatten, zur Rieslingnacht mit Lucki Mauerer und übernachten dort auch. Friedrich und Sandra & Axel und Margitta in ihren Morelos und Klaus und Tanja und wir in unseren Kastenwagen. Wie könnte der Urlaub besser starten? Wir lassen uns köstlich begrillen, genießen beste Riesling-Weine aus Franken, von der Mosel, aus der Pfalz und natürlich dem Rheingau und lachen gemeinsam bis spät in die Nacht, denn auch das Wetter spielt pünktlich zum Urlaubsbeginn mit und man kann herrlich draußen sitzen.

Am Samstag geht es dann gleich zur nächsten Verabredung. Daisy und Gustavo erwarten uns in Köln. Wir übernachten auf dem Stellplatz Wiesenhaus Köln (C), einer kleinen grünen Oase direkt am Rhein.

Mit einem UBER geht’s zum Treffen. In einer urigen Kölner Kneipe gibt es das erste Kölsch, auf das ich mich gefreut habe. Rosa und Daniel sind extra noch vorbei gekommen, die uns seit ihrer Zeit in München auch sehr fehlen. Schön. Ein toller Abend. Dann hat Daisy uns ein Tisch im Restaurant Rheinzeit direkt am Rhein reserviert. Und es gibt „Himmel und Ääd“ für uns und es ist herrlich gut. Das beste Himmel und Ääd dass ich je gegessen hab.

Erst um 2 Uhr nachts sind wir zurück auf unserem nächtlichen Stellplatz. Es geht nur noch ins Bett und am nächsten Tag wird erstmal länger geschlafen. Um 11 Uhr müssen wir den Platz verlassen.

Für uns geht es aus Köln raus und Richtung Niederlande. Nach 3-4 Stunden Fahrt steuern wir den Yachthafen Wetterwille (D) an.

Hier stehen wir auf einem der angebotenen 5 Plätzen direkt im Yachthafen. Es gibt die ersten Muscheln im Yachthafen-Restaurant. Den Abend lassen wir ganz entspannt vor dem CamperVan ausklingen und genießen den Sonnenuntergang.

Nach einem Frühstück fahren wir nochmal ein Stündchen nach Uitgeest in den Yachthafen (E). Den Stellplatz hatten wir bereits auf unserer Sommerreise 2022 gefunden und weil es so schön war, verbringen wir hier unseren letzten Tag und eine Nacht auf dem Festland, bevor es dann mit der Fähre auf Texel geht.

Die Fähre erwischen wir um die Mittagszeit und schon um 14 Uhr sitzen wir auf dem Wohnmobilstellplatz am Campingplatz de Krim (F), nachdem aufgebaut ist, mit unserem Arrival-Drink im Sonnenstuhl.

Die ersten zwei Tage genießen wir es nichts zu tun. Das Wetter ist bislang hervorragend. Nachts mal ein kleiner Schauer. Die Tage scheint aber durchgehend die Sonne. Ein Eis, ein Schläfchen. Nur kein Stress aufkommen lassen 😉 . Abends ein paar Runden Kniffel, Grillen und den Tag genießen.

Zum Bummeln geht es dann mit dem Texelhopper-Bus nach De Koog. Auf der Westseite der Insel waren wir bei unserem letzten Besuch auf Texel noch nicht. Ein schönes kleines Fischerstädtchen.

Tags drauf leihen wir uns Fahrräder. Bossa ins Lastenfahrrad und auf nach Oudeschild. Hier ist Markt und wir schlendern durch den Hafen und die kleine Stadt. Besonders freuen wir uns auf die Texel-Austern und haben sogar Glück und können ein Kilo Krabben mitnehmen, die ich abends vor dem CamperVan puhle und damit unser Abendessen sichere. Frisches Baguette und Krabben satt. Lecker.

Markt ist dann auch am nächsten Tag in De Cocksdorp, was fußläufig gut in 15-20 Minuten zu erreichen ist.

Hatten wir bislang nur bestes Wetter, erwischen wir nun einen Tag mal Regen. Halb so schlimm. Wird dieser Tag einfach zum Filmtag auserkoren.

Und am Folgetag scheint wieder die Sonne ausgiebig. Wir unternehmen einen Tagesausflug nach Den Burg. Die größte der kleinen Städte auf Texel. Viel kleine Läden laden zum Bummeln ein. Zimtrolle und Kaffee in einem kleinen Bistro. Um 15 Uhr ist dann Time for Wine und gegen 18 Uhr sind wir zurück am CamperVan.

Unseren vorletzten Tag hier wollen wir die Sonne nochmals genießen, indem wir eine Bootsfahrt machen. Ab Oudeschild geht es zwei Stunden auf dem Wasser um den südlichen Teil der Insel und in den Hafen auf der Festlandseite. Seehunde sehen wir und vor allem genießen wir die Sonne und die frische Meeresbrise.

Den letzten Tag genießen wir nochmal die Ruhe am Platz, bauen alles ab und lassen den Tag gelassen ausklingen. Morgen soll es dann nicht all zu spät los gehen. Aufbruch zur Rückreise.

Ab geht die Post. Zurück aufs Festland mit der Fähre und zu einem besonderen Ziel. Alle 5 Jahre ist die Sail Amsterdam. Dieses Jahr zum 50. Mal. Das wollen wir mitnehmen. Kurzerhand steuern wir spontan den Campingplatz Amsterdam Gaasper (G) an und bekommen einen Stellplatz für eine Nacht. Wir kommen an uns setzen uns direkt in die Bahn in die Stadt.

Was für ein Spektakel! Ohne Ende Schiffe und Segelschiffe aus aller Welt und ganz Amsterdam steht Kopf. Am Ende des Tages haben wir 21.000 Schritte gemacht und sind fix&alle und fallen nur noch ins Bett.

Am nächsten Morgen geht’s dann weiter zurück. Noch ein paar Einkäufe in Holland und dann haben wir noch Appetit auf einen super Döner. Den besten im Ruhrpott. Wir steuern den Dönergrill Artuklu (H) an. Unscheinbar in Gelsenkirchen aber gut besucht und der Döner ist wirklich gut. Hier baut der Chef die Kalbsdöner-Spieße noch selbst und das schmeckt man. Lecker.

Übernachtung dann am Wohnmobilstellplatz Westpark Werdohl (I) an der Lenne.

Unsere letzten beiden Urlaubstage brechen an. Zum Abschluss gibt es ein Treffen mit Nico und Sohnemann, der aus seinem Urlaub im Norden auch zurück kommt. Wir treffen uns am Wohnmobilstellplatz Eibelstadt (J). Schön meinen besten Freund wiederzusehen. Bis spät in die Nacht halten wir es aus, bevor es dann am nächsten Tag wieder zurück nach München geht. Zwei tolle Wochen liegen hinter uns.

Ameisen mit Strohhut

Geplant war dieses Ostern 2025 die Normandie zu besuchen. Das Wetter spielt laut Vorhersage aber nicht wirklich mit und so entscheiden wir kurzerhand an die Ostsee zu fahren. Hauptsache ans Meer.

Am Freitag, den 11.04. machen wir uns auf zur ersten Etappe. Wir fahren einfach los, Richtung Usedom.

Nach ein paar Stunden Fahrt, wir kommen gut aus München raus, verlassen wir die Autobahn und übernachten dem Anlass angemessen in Schnarchenreuth. Das gibt es wirklich und der kleine Gasthof Gebhard (B) bietet einen kleinen und feinen Stellplatz für Übernachtungen an. Wir essen Hausmannskost im Gasthof und schlüpfen in unser mitgebrachtes Bett. Morgen wollen wir zeitig wieder los.

Schon um 8 Uhr geht’s nach einem Kaffee weiter. Wir sehnen uns nach Meer und absolvieren somit eine Mammut-Tour. Auf dem Hafengelände Zecherin (C) stehen wir 3 Meter von der Ostsee entfernt in einem kleinen Yachthafen. Stühle raus und bei einem Gläschen Wein genießen wir die Abendsonne und die Ruhe. Zum Abend haben wir regionales eingekauft und es gibt eine Brotzeit.

Morgens Frühstück und ein langer Spaziergang bei Sonne am kleinen Deich entlang. Es geht weiter.

Erstes Fischbrötchen in Zinnowitz und dann kommen wir auf dem Campingplatz Am Sandfeld (D) in Koserow unter, wo wir bereits gegen Mittag sind und somit die schöne Mittagssonne auch einfach Mal genießen können. Wir erkunden zu Fuß das kleine Örtchen und essen abends noch dort.

Nachts regnet es. Der neue Tag begrüßt uns aber auch wieder mit viel Sonne. Die mit der über die Kurkarte inbegriffene Zugverbindung nutzen wir und fahren nach Heringsdorf. Von dort aus schlendern wir nach Ahlbeck. Nicht ohne immer wieder Rast zu machen. Ein frisches Fischbrötchen und später ein Stück Kuchen versüßen uns den sonnigen Tag. Von Ahlbeck nehmen wir den Bus nach Bansin. Abendessen im Gosch und dann nehmen wir abends die Bahn zurück. Ein schöner Tag und wir haben jeden Sonnenstrahl genutzt.

Aber auch die gepflegte Urlaubsgammelei will gelernt sein. Bis fast 11 Uhr schlafen, Frühstück besorgen und dann einfach in der Sonne sitzen und ein Buch lesen. Ich genieße es an diesem Tag mal nichts zu machen. Abends bestellen wir einfach Pizza und dann kommen die beiden Nicos bei uns an und wir lassen den Abend schön zusammen ausklingen.

Am nächsten Morgen überraschen uns Tanja & Klaus mit ihren Hunden Ayoka und Xaver bereits beim Frühstück. Wir hatten, aufgrund der langen Anfahrt, erst am Nachmittag mit ihnen gerechnet.

Ein wirklich sonniger Tag, dem wir alle die Nase entgegenstrecken bis zum Nachmittag. Dann besuchen wir die schöne Seebrücke in Koserow. Abends dann Einkehr in einem schönen Restaurant und der Abend wird dann kurz, weil wir von frischer Luft und Sonne alle müde sind.

Gründonnerstag weckt uns wieder ein Tag voller Sonnenschein. Nicht selbstverständlich bei den Wettervorhersagen. Besser können wir es uns nicht wünschen. Heute steht Zinnowitz auf dem Aktivitätenkalender. Mittags machen wir uns auf. In Zinnowitz läuft das große Osterfest und unser kleiner Osterumzug aus fünf Erwachsenen, einem Kind und drei Hunden fällt in das kleine Örtchen ein. Fischbrötchen, Eis und ein Bierchen bei bestem Wetter.

Als Andenken an die schönen Tage gibt es eine kleine gut gelaunt Ameise mit Strohhut für alle.

Abends ein Restaurantbesuch und dann geht’s heim und die Männerrunde aus Klaus und mir halten bis Mitternacht durch.

Karfreitag geht’s in die Karls Erdbeerhof Erlebniswelt. Leider haben nicht nur wir diese Idee. Unmengen an Kindern aber wir halten durch. 😜

Abends dann der Schock. Die Mädels meinen wir müssen wohl oder übel verhungern. Karfreitag und alles sei ausgebucht. Entspannt ergattern wir aber alle zusammen einen schönen Tisch beim Griechen. Kein Problem wenn sich die Männer kümmern. Wir lassen es uns gut gehen und nach einem Schlummertrunk dann früh ins Bettchen. Das gehaltvolle Essen will verdaut werden, was zumindest mir gar nicht so leicht fällt. Nur der nächtliche Regen und das Prasseln aufs Dach hilft zu schlafen.

Der Samstag, unser letzter Tag hier auf Usedom, ist dann zumindest einigermaßen trocken und wir haben klare Luft. Für heute steht schon der Plan, einen längeren Spaziergang an der Ostseepromenade zu unternehmen. Es geht von Ahlbeck nach Bensin, wo wir dem örtlichen Gosch nochmals ein Besuch abstatten. Zurück in Koserow haben wir noch einen gemütlichen Abend zusammen, bevor es am nächsten Morgen die erste Etappe zurück geht. Tanja & Klaus können sich noch einen weiteren Tag hier gönnen. Die Nicos und wir fahren bis kurz hinter Leipzig an den Goitschesee. Auf dem Parkplatz (E) dort darf man campen und wir genießen den Tag voller Sonne und fast 20° C. Wir bekommen noch einen schönen Sonnenuntergang geboten und nachts ein gemütliches Gewitter.

Kulinarisch hat der kleine Ort nicht viel zu bieten. So statten wir dem kleinen Dönerladen einen Besuch ab.

Am letzten Tag, dem Ruckreisetag, geht es dann zurück und der Osterrückreiseverkehr ist deutlich spürbar. Gut erholt kommen wir aber zurück und zählen gleich die Wochen zum nächsten Urlaub in Italien. 7 sind es. Bis dahin freue ich mich auf einige Flüge mit meinem neuen Flugzeug.

Hyggeliges Dänemark

Wir brauchen dringend eine frische Brise Seeluft und frischen Fisch mit viel Vitamin D. Nur 4 Wochen nachdem wir aus dem Sommerurlaub zurück sind, haben wir nochmals eine Woche Urlaub vor uns und da bietet sich doch Dänemark an. Gesagt getan.

Wie meist fahren wir Freitag los. Es kostet viel Zeit aus München raus zu kommen. Somit kommen wir heute nicht so sehr weit.

Die erste Nacht verbringen wir auf einem Stellplatz Nähe der Autobahn. Der Wohnmobilstellplatz Mitgenfeld-Breitenbach (B) bietet Frischwasser und reicht uns für eine Nacht.

Nach einem Frühstück „on the fly“ geht’s weiter Richtung Hamburg-Bergedorf, wo wir Freunde treffen wollen. Wir stellen den Grizzly vor der Tür ab und verbringen gemeinsam mit unseren Freunden einen schönen Tag und einen schönen Abend. Als besonderes Highlight gehen wir gemeinsam Croque essen (Kleine Pause Hohenhorn). Muss sein, da es die in München einfach nicht gibt. Dann noch ein Einkauf. Hamburger Schmankerln. Hamburger Gekochte, Nordseekrabbensalat, Schweinebraten in Scheiben mit Gelee. Mhhh lecker. Wir reden über alte Zeiten und planen bereits das nächste Treffen und ehe wir uns versehen ist es 2 Uhr nachts.

Morgens frühstücken wir noch schön zusammen und dann verlassen wir Hamburg und unsere Freunde schon wieder. Es geht weiter Richtung Norden. Also der richtige Norden. Bei Flensburg noch ein Abstecher zum Scandinavian Park. Einkaufen und ein erster Hot-Dog. Ein Einkaufstipp von unseren Freunden, der uns teuer zu stehen kommt 😉.

Wir erreichen Dänemark und nach weiteren zwei Stunden sind wir in Vejers Stand. Hier in Vejers ist Bernsteinfestival vom 27. bis 29. September 2024. Wir kommen auf dem Vejers Strand Camping unter und stehen mitten in den Dünen.

Wir drehen noch eine grosse Runde mit Bossa und dann einen hyggeligen Abend bei Brotzeit und schwarzem Tee mit Kluntje und Milch bevor wir das Licht löschen und ins gemütliche Bett fallen. Ein langer Tag geht zuende.

Wir schlafen hervorragend und der Morgen begrüßt uns mit Sonne und einen leichten Wind. Frühstück mit offener Tür. Frischen Fisch auf dem Toast. Herrlich.

Es geht weiter Richtung Norden nach Hvide Sande wo wir auf dem Womo-Stellplatz Hvide Sande Hafen stehen. Direkt am Hafenbecken in erster Reihe. In Hvide Sande bummeln wir bei bestem Sonnenschein und einem ordentlichen Wind durch die Stadt. Abends kribbeln die Wangen als wir wieder im CamperVan sitzen.

In der Nacht stürmt es ordentlich. Wir werden in den Schlaf geschaukelt und der Wind heult ums Auto, während wir warm und kuschelig im Bett schlafen.

Morgens besorgen wir unser Frühstück und brechen auf Richtung Søndervig. Es ist Mittagspause als wir ankommen und wir können unseren Platz selbst aussuchen, auf den Campingplatz Søndervig.

Wir packen uns warm ein und besuchen das dortige Sandskulpturenfestival und machen einen ausgedehnten Strandspaziergang.

Zurück am Grizzly wird der Hund ersteinmal „entsandet“, Mittagsschlaf und am Abend essen wir noch Rumkugel, trinken Tee und spielen Ubongo. Hyggelig eben. Was so viel heißt wie gemütlich.

Nun soll es von der Nordsee auf die andere Seite gehen und wir besuchen die Ostsee.

Genauer gesagt geht es auf Autocampingplads Assens Marina. Dort sind nur zwei, drei andere Camper und wir stehen direkt am Wasser. Die Sonne scheint und wir genießen sie windgeschützt hinter unserem CamperVan.

Abends machen wir noch einen langen Strandspaziergang und genießen den Sonnenuntergang hier an der Küste. Unser Abendessen haben wir tagsüber besorgt. Es gibt Fisch in allen Variationen. Frisch und geräuchert.

Morgens machen wir uns auf zum letzten Platz in Dänemark, bevor wir mit der Fähre nach Warnemünde übersetzen. Es geht wieder in einem kleinen Jachthafen. Toreby Sejlklub heißt er und bietet ein paar schöne Plätze mit Blick auf die Bootsstege an. Wir lieben das plätschern des Wassers und das klimpern der Taue an den Masten der Segelschiffe.

Schon am frühen Morgen geht es dann weiter zum Fähranleger in Gedser und wir setzen in zwei Stunden direkt nach Warnemünde über. Hier bleiben wir nun eine Nacht auf dem Parkplatz Mittelmole Warnemünde, nur 2 Minuten von der Stadt entfernt. Wir bekommen einen ersten Reihe-Platz zur Hafeneinfahrt Warnowkanal.

Wir haben nochmal wunderbares Wetter. Blauer Himmel und Sonne. Wir genießen das Angebot der Fischbuden und schlendern durch den kleinen Stadtkern. Abends sitzen wir unter dem Riesenrad in einem Zelt, wo ein DJ 80iger Musik auflegt.

Am nächsten Tag geht es zurück nach München. Wir fahren die Strecke durch und resümieren, wie viel Glück wir mit dem Wetter hatten. 1x Regen tagsüber und ein Tag Bewölkung und ansonsten strahlendem Sonnenschein.

Kroatischer MIŠ-MAŠ

Es ist Sommer. Wir haben Urlaub. Also geht es wieder los. Endlich. Inmitten meiner Pilotenausbildung eine willkommene Auszeit, die wir langsam nötig haben und auf die wir uns schon lange freuen. Auf uns wartet Kroatien, wo wir bereits 2021 einen schönen Urlaub verbracht haben. Das Ziel ist dieses Mal die Insel Cres [t͡srês] und mehr müssen wir nicht wissen, als es los geht.

Wir können es nicht erwarten und so geht’s bereits am Freitag auf die erste Etappe. Gute 2,5 Stunden brauchen wir mit unseren Freunden Nico, Marry und Nico Jr. Und deren roten Fliwatüt bis nach Österreich und zu unserem ersten Zwischenhalt. Die Pizzeria Restaurant Lärchenstadl Katschberg (B), die einen angeschlossenen Stellplatz haben. Stehen kostet nichts, nur essen sollte man dort. Das machen wir gern, lassen uns verwöhnen und schauen, ob das Märzen hier was kann. Erster Abend, Entspannung, erstes Durchatmen, Freunde und einen Urlaub vor der Brust. Besser geht es nicht. Und wo könnte man besser nächtigen als in St. Michael?

Morgens brechen wir auf auf der Suche nach einem Stellplatz am See. Die Sonne brennt und was wäre da schöner, als in einen kühlen See springen zu können. Fündig werden wir am Turnersee in Kärnten, auf dem Camping Breznik (C). Sogar zwei Plätze direkt nebeneinander und wir beschließen uns hier zwei Tage Ruhe zu gönnen. Der Platz liegt direkt am Turner See. Er gilt als einer der wärmsten Badeseen Europas und kann bis zu 28 Grad warm werden. Das wird natürlich ausgiebig genutzt.

Nach zwei Tagen geht es weiter in Richtung Kroatien. Einen Zwischenstopp legen wir noch an der Konoba Dolina (D) ein. Trüffel ohne Ende. Wein auch. Wir übernachten direkt vor dem Restaurant und am nächsten Morgen geht es dann weiter.

Auf die Fähre und auf die Insel Cres. Wir steuern den Campingplatz Kovačine (E) an und bekommen auch ohne Reservierung zwei Stellplätze nebeneinander. Der Platz ist gerade dieses Jahr zum ADAC Superplatz 2024 gekürt worden und bietet alles was das Herz begehrt für Erwachsene, Kinder und auch Hunde. Hier lernen wir auch das Mixgetränke MIŠ-MAŠ kennen. Ein klassischer Sommerdrink aus Fanta und Rotwein.

Wir bleiben 3 Tage bevor es uns weiter zieht. Wir besuchen an zwei Abenden Cres und essen dort am kleinen einladenden Hafen. Einmal haben wir den Weg zu Fuss auf uns genommen und am zweiten Abend sind wir mit der kleinen Campingplatz-Bimmelbahn hin gefahren und mit dem Wassertaxi wieder zurück. Bei 3 Euro bzw. 3,50 Euro pro Erwachsener kann man sich nicht beschweren.

Weiter geht es dann über die Insel Cres zur Insel Lošinj, wo wir den Campingplatz Lopari Camping Resort (F) ansteuern und wieder ohne Probleme zwei schöne Plätze nebeneinander bekommen. So schön, dass wir gleich 5 Tage bleiben. Der Platz ist noch um einiges ruhiger.

Am ersten Abend grillen wir uns nutzen an den folgenden Tagen das gastronomische Angebot. Wir genießen die Ruhe, das schöne Wetter mit stets einer frischen Brise der Bora.

Das Meer ist herrlich, wir besuchen die kleine Stadt Osor, Mini-Golf und kochen einen Abend Spaghetti Bolognese zusammen. Das Wetter ist die ganze Zeit hervorragend und mir geht sogar zwei Tage das Hamburger Herz auf, als es wirklich Mal ordentlich windet.

Am Mittwoch der zweiten Urlaubswoche brechen wir die Rückkehr an. Die erste Etappe führt uns nach Italien, auf die Halbinsel Lido Jesolo. Leider sind die Campingplätze alle ausgebucht und so campen wir auf einem Parkstellplatz (G). Schön ist das Restaurant im dem wir schlemmen und den schönen Sonnenuntergang über Venedig genießen.

Gleich am frühen Morgen fahren wir weiter an UNSEREN Kalterer See (H). So müssen Urlaube enden.

Wir verbringen noch zwei wunderschöne Tage hier. Eis essen, Wein unter Weinreben und Trauben die fast zur Lese bereit sind, Pizza und Pasta wie es sie nur hier gibt und Abkühlung im See. Bevor es dann leider wieder nach Hause geht, besuchen wir noch das Weißhorn. Ein 2317 m hoher Berg in der Nähe des Kalterer Sees mit der kleinen Gurndin Alm, wo ich bereits als Kind die leckeren Strauben gegessen habe.

Dann muss es aber nach Hause gehen, da keiner von uns im Urlaub im Lotto gewonnen hat.

Wenn Hunde campen

Die Woche um Fronleichnam nutzen wir selbstverständlich, nach anstrengenden Wochen für die Theorieprüfung zur Sportpilotenlizenz wieder für eine erholsame Woche in Italien und hoffen auf reichlich Sonne. Es geht auf den Campingplatz Union Lido bei Venedig in Italien.

Freitags nach der Arbeit geht es los und wir steuern unseren Lieblingszwischenstop kurz hinter dem Brenner an. Für das erste Urlaubsfeeling die obligatorische Pizza und wir versorgen uns mit Frischwasser im CamperVan. Über Nacht regnet es sich dann leider so richtig ein. Im Bett gemütlich aber nicht das wonach wir uns sehnen. Sonne. Also brechen wir nach einem kleinen Frühstück umgehend auf. Der Sonne entgegen. Es sind noch etwa 5 Stunden nach den 2,5 Stunden Fahrt gestern.

Angekommen. Ein wirklich toller Campingplatz. Und für Hunde einfach alles da was man sich wünschen kann. Auf dem Hundeareal gibt es Freilaufzonen, einen Pool für Hunde, Hundedoc, Wellness, Restaurants in denen Hunde erlaubt sind usw.

Bei 23⁰ Celsius lernen wir gleich nette Nachbarn kennen, gehen schön essen und lassen den Abend ausklingen. Eine entspannte Woche wartet auf uns

Samstag, Sonntag und Montag verwöhnt uns die Sonne. Es gibt auf dem riesigen Areal viel zu entdecken. Es gibt alles was das Camperherz und der Hund begehrt. Die Restaurants sind freundlich und es gibt gutes Essen. Wir fühlen uns sehr wohl und spannen richtig aus.

Dienstag ist Regen angesagt. Der setzt dann ab 9 Uhr als leichter Nieselregen ein. In der Ferne hören wir Gewitter. Da wird der Morgen für ein ausgiebiges Frühstück genutzt. Die Abkühlung der Luft ist auch Mal ganz schön.

Am Ende haben wir dann doch wieder schönes Wetter. Blauer Himmel, der einlädt den Strand zu besuchen und hier am Hundestrand darf Bossa auch dabei sein. Wir verbringen den Abend bei den Nachbarn Michaela und Flo, Töchterchen Magda und Rottweilerdame Berta und sind erst um 1 Uhr im Bett.

Mittwoch lacht uns wieder uneingeschränkt die Sonne, wir leihen Fahrrad und Hundeanhänger und statten dem Marina di Venetia einen Besuch ab, wo die Fingerhuhts gerade für neue Folgen von Bella Italia drehen.

Donnerstagnachmittag setzt dann Regen ein. Ein kleiner Regenbelastungstest für unser Luftsonnenvordach. Das klappt aber super. Wir gehen abends schön zweisam Essen und auch das nächtliche Gewitter konnte nichts daran ändern, dass beim morgendlichen Blick aus dem Fenster das Zelt noch da steht, wo es stehen soll.

Am Freitag wieder Sonne für uns. In Bayern soll das gerade ganz anders aussehen. Wir genießen den letzten Tag mit ausgiebiger Ruhe, bevor wir uns dann morgen auf den Heimweg machen müssen.

Wir bereiten die Abreise vor. Bauen alles trocken ab, genehmigen uns einen Abschiedscocktail an einer der vielen Bars und sind abends nochmals mit Michaela, Flo und Magda zusammen essen.

Samstag geht es dann für uns los. Der Platz ist inzwischen relativ leer geworden. Pfingstferien zu Ende? Oder wartet die nächste Besucherwelle gleich hinter der nächsten Kurve? Sie wartet nicht und wir kommen gut durch. Als Zwischenstopp wählen wir unseren Lieblingsort, den Kalterer See. Zu unserem erstaunen stehen gerade Mal vier oder fünf andere Campingmobile dort. Hier ist das Wetter noch gut und wir genießen die 24° Celsius, bevor wir in das verregnete Deutschland zurückkehren. Abends noch eine Pizza und ein gutes Glas Wein zum würdigen Abschluss unseres Urlaubs.

Geheime Feierlichkeiten des Hummers

Endlich geht es mit den Reisen wieder los. Und ihr könnt dieses Mal live dabei sein, wie der Reisebericht hier entsteht. Schaut am besten täglich rein.

Wie üblich geht es über Ostern ans Meer. Das brauche ich für die Seele als Hamburger Jung. Dieses Mal ist das Ziel die Provinz Zeeland in den Niederlanden. Wir freuen uns auf die Nordseeküste, Hummerfest und Fischbrötchen.

Dienstag vor Ostern geht es los. Nach der Arbeit in den vorbereiteten Grizzly und 3 Stunden später stehen wir schon auf dem Wohnmobilstellplatz Ostertag (B). Dort treffen wir unsere Freunde und Mitreisende Tanja und Klaus. Ein gemütlicher Abend bei vorbereitetem Chili con Carne. Kurz aufgewärmt und fertig. Hunderunde und Bettchen.

Ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück geht es dann im Convoy zu unserem nächsten Zwischenhalt.

Aachen und dort der Wohnmobil-Stellplatz Bad Aachen (C). Nach der langen Fahrt heute gibt es am Abend einen ausgedehnten Spaziergang mit allen drei Hunden. Bossas Freund Xaver und seiner Freundin Ayoka. Ein Besuch des Aachener Doms darf nicht fehlen bevor es dann zum Abendessen geht. Der Abend ist dann kurz. Husch, husch ins Bett. Schließlich soll es morgen früh weiter gehen. Wollen wir doch am Mittag ankommen um das Hummerfest mitbestreiten zu können.

Das Fest des Hummers ist ein kleiner Geheimtipp. Man findet nicht viel im Internet. Letzte Berichte aus 2013. Zum Beginn der Hummersaison findet hier am letzten Donnerstag im März jeweils das Hummerfest statt und der erste gefangene Hummer wird stolz präsentiert und versteigert (2023 wurde er für 4000 Euro ersteigert). Das Fest wurde vor ein paar Jahren offiziell durch die Stiftung zur Förderung des Osterschelde-Hummers nach Kortgene verlegt. So ein Fest lässt man sich aber nicht einfach wegnehmen und so finden die Feierlichkeiten einfach auch weiterhin in Zierikzee statt.

Um die Mittagszeit kommen wir in Zierikzee an. Blauer Himmel über dem Camperplaats De Zandweg (D) und Platz für unsere zwei Vans nebeneinander. Perfekt. Zu Fuß geht’s ins kleine Fischerstädtchen. Auf dem Markt gibt es erstmal frischen Fisch zur Stärkung bevor wir dem Fest des Hummers, oder wie er hier heißt „de Oosterschelde Kreeft“, beiwohnen. Die Einheimischen drücken uns gleich ein Glas Sekt in die Hand. Wir folgen einfach der Meute und landen in einer kleinen Gasse, wo das eigentliche Fest stattfindet. Für 15 Euro pro Person Getränkemarken und Austern satt. Ständig bekommen wir kleine Schälchen mit Hummer in die Hand gedrückt und wir genießen es unter ausschließlich einheimischen Menschen, die uns freundlich aufnehmen. Aber auch immer wieder fragen, wie wir von dem Fest erfahren hätten. Gute Recherche ist eben alles. Wer es genau wissen will, hier wurden die Festzelte aufgebaut.

Zurück an den Vans noch eine zünftige Brotzeit und wir kriechen in unsere gemütlichen Betten. Gute Nacht für heute.

Nach einem Frühstück am Karfreitag mit frischen Brötchen geht’s für uns weiter. Ein Platz nah bei Rotterdam. Kostenlos stehen wir am Fähranleger Maassluis-Rozenburg (E). Stühle in die Sonne raus, Wein eingeschenkt und wir schauen den Schiffen hinterher, die direkt bei uns vorbei fahren. Nachmittag erkunden wir das kleine Hafenstädtchen Maassluis. Kleine Häuschen am Kanal und ein süßes Hafenbecken. Was natürlich auch nicht fehlen durfte, ein Besuch im Coffee Shop. Der Abend war dann sehr „verschwommen“.

Am Ostersamstag werden wir leider von Regen geweckt. Das tut der Gemütlichkeit im Camper aber, wie ihr euch denken könnt, keinen Abbruch. Dann fällt das Frühstück eben länger aus. Das heutige Ziel ist Yerseke. Yerseke ist das Zentrum für den Fang und die Verarbeitung von Miesmuscheln und Austern. Nr. 1 in Europa.

Ziel heute ist ein Parkplatz auch für Wohnmobile direkt in Yerseke (F).

Angekommen geht’s in das kleine Städtchen, wo Austern einem gefühlt nach geschmissen werden. Wie suchen uns ein kleines Fischrestaurant hinter einem Fischladen. Austern natur und gratiniert, Muscheln in Knoblauch und mit Weißwein. Gebackener Fisch. Wir lassen es krachen während wir über das schöne Wattenmeer schauen. Herrlich. Ein langer Spaziergang durch den Hafen und ein nicht all zu langer Abend, da alle müde sind, von der frischen Luft.

Ostersonntag starten wir mit einem Frühstück draußen in der Sonne. Einem herrlichen Vormittag folgt dann ein verregneter Spätnachmittag. Wir nutzen das für eine Mittagssiesta bevor wir uns abends wieder mit Meeresfrüchten und Fisch bekochen lassen.

Ostermontag verlassen uns Tanja & Klaus mit denen wir eine schöne Zeit hatten. Leider wartet für sie schon wieder der Alltag. Somit reisen sie heute bereits die erste Etappe zurück.

Christiane und Michael dagegen besuchen uns morgen.

Nach einem langen Hundespaziergang am Morgen wird gefrühstückt und wir packen unsere sieben Sachen. Auf dem Weg zum nächsten Platz besuchen wir das Fischerdörfchen Bruinisse, bevor es dann auf den kleinen Wohnmobilstellplatz am Yachthafen von Middelharnis (G) geht, wo wir Christianes und Michaels Ankunft am Dienstag abwarten wollen. Abends genießen wir unsere Fischeinkäufe aus Bruinisse und schauen gemütlich einen Psycho-Thriller, bevor wir uns ins Bett kuscheln.

Den nächsten Morgen, nach dem Frühstück, trudeln Christiane und Michael ein. Wir erkunden die Stadt, gehen Essen und fachsimpeln bis spät in die Nacht.

Dementsprechend ist Mittwoch dann ausschlafen angesagt. Von meiner Stunde Spaziergang mit dem Hund bringe ich frische Brötchen mit.

Der Plan für heute ist den Platz zu wechseln und den schönen Yachthafen zu verlassen. Es geht zu einem wirklich abgelegenen Stellplatz an dem wir völlig allein stehen und direkt am Wasser parken dürfen (I). Kein Mensch weit und breit. Es stürmt, es regnet und wir genießen bis in den Abend die wunderschöne Aussicht und bewundern die vorbeifahrenden Schiffe, bei einer Runde Kniffel und köstlichen Käse im warmen CamperVan.

Vorher besuchen wir aber noch das Restaurant Seafarm (H). Austern, Muscheln und natürlich darf der Oosterschelde-Kreeft nicht fehlen. Der Zeeland Hummer ist wirklich einmalig lecker und wir probieren und genießen die Meeresfrüchte.

Wir verlassen unseren Lost-Place am Mittag und wechseln auf den letzten Platz unserer Reise durch Zeeland. Wir haben uns einen sehr kleinen Stellplatz am Yachthafen in Tholen ausgeschaut und bekommen zwei der insgesamt 5 Plätze. Vom Camperplaats de Kogge (J) aus erkunden wir das Fischerdörfchen und machen Einkäufe für den Abend. Es gibt Spaghetti mit Garnelen. Wir haben eine tollen Abend mit Christiane und Michael mit viel lauter und alter Musik und schönen Gesprächen. Eine schöne Zeit hier geht für uns zuende. Eine letzte Nacht in den Niederlanden bevor wir dann am Freitag abreisen müssen.

In der Nacht haben wir leider einen Verlust zu verschmerzen. Wir haben Michael mit Magen-Darm verloren. Oder besser hat er alles verloren, was in ihm war. Spaghetti mit Garnelen und so. Gute Besserung.

Wir fahren wir geplant gegen Mittag ab. Wir finden einen schönen Stellplatz am Rheinufer kurz hinter Koblenz. Der Wohnmobilstellplatz Braubach (B) ist sehr schön, bis auf ein Nachbarpärchen, dass sich künstlich über Bossa echauffiert. Selbst drei unerzogene Gifttölen am Start und dann von sich auf andere schließen. Das haben wir gern. So what! Bevor man andere zurecht weist, sollte man schauen, dass man sich selbst an alle Regeln hält. Alte Menschen haben manchmal vielleicht auch einfach zu viel Zeit.

Wir leider nicht, und so geht es für uns morgens gleich weiter auf unser letztes Etappenziel auf dieser Rückreise. Der Wohnmobilstellplatz Steinmanns Töchter Sommerhausen (C). Traumhaft gelegen inmitten von Weinreben. Die Sonne spielt auch mit und wir kommen nochmals ordentlich zum entspannen. Über 20°Celsius und ein schöner Wind. Besser geht es nicht.

Abends unser Abschlußessen im Schoppenfetzer und dann erstmal eine letzte Nacht im Grizzly, bevor es morgen nach Hause geht.

Das Fazit: Zeeland ist eine Reise wert. Zu dieser Jahreszeit rauh und windig und wunderschön. Für mich als Hamburger Jung genau richtig. Vorteil war auch, dass es noch nicht überlaufen war. Ideal um spontan dort bleiben zu können, wo es einen hin verschlägt. Besonders schön war es die ganze Zeit mit Freunden unterwegs gewesen zu sein und die Erlebnisse zu teilen. Vielen Dank Tanja und Klaus und Christiane und Michael, dem es hoffentlich bald besser geht. Es war toll und obwohl es 1,5 Wochen waren, kam es uns viel kürzer vor. Wo geht’s als nächstes hin? Wir können es kaum erwarten.

Armani-Hilfsfonds

Für unseren Herbsturlaub suchen wir uns eine Rundtour aus, die man bestimmt am besten im Herbst macht. Weinlese, Kastanien und Trüffelmesse laden zu dieser Jahreszeit zum verweilen im Piemont ein. Das nutzen wir aus.

Da unser Grizzly die Woche vor dem Urlaub noch einen MaxxFan verpasst bekommen hat, übrigens in einen 70×50 Ausschnitt in der ehemaligen Dachluke vorn, was nicht ganz leicht zu bewerkstelligen ist, können wir erst Samstag los.

Hinterm Brenner erwartet uns blauer Himmel und wir schaffen es am ersten Tag bereits bis zum Lago d’Iseo, wo wir direkt am Ufer des Sees auf dem Stellplatz Camper (B) Parking Area – Costa Volpino einen Platz finden. Wir lassen den ersten Abend ausklingen mit einer kleinen Stadterkundung, einem Einkauf wo wir uns mit allerlei leckeren Sachen (u.a. Maronen für den Omnia) eindecken und dann toll im Diciotto10 zu Abend essen.

Am nächsten Morgen wird die Winterzeitumstellung mit ausschlafen missachtet, fein gefrühstückt und dann machen wir uns auf zum nächsten Etappenziel.

Der (C) Lago Maggiore mit seiner Isola Bella, welche uns leider enttäuscht. Viele Souvenir-Shops und Bistros und Restaurants aber leider kein Zugang zu den Gärten mit Bossa. Wobei zum Fahrtpreis von fast 20 Euro auch nochmal für uns 50 Euro dazugekommen wären, um die Gärten zu sehen. 70 Euro für Blümchen. Ich bezweifle, dass der Gegenwert da stimmt. Also schnell zurück zum Grizzly und dann ab zum Largo d’Orta. Auch wenn das Wetter bescheiden ist, finden wir einen schönen Stellplatz direkt am See. Strom, Wasser und eine Dusche auf der (D) Camper Area Lago d’Orta – Omegna. Zum Abendessen lassen wir uns dann in einem kleinen italienischen Restaurant (Laterna Blu) verwöhnen.

Das Wetter meint es derzeit nicht gut mit uns. Der Montag ist komplett verregnet. Also lassen wir es langsam angehen. Frühstücken ausgiebig, nutzen die Duschen am Platz und packen unsere Sachen. Dann geht es für uns nach Turin. Genauer gesagt auf den (E) Campeggio Grinto. Unsere geplante Museumstour verschieben wir auf den nächsten Tag und verbringen beim prasseln des Regens auf unser Dach, den Abend im Camper. Es wird selbst gekocht und als Nachtisch dann die Maronen, die hervorragend im Omnia gelingen. Der ganze Wagen duftet.

Der Dienstag wird dann Kulturtag begleitet von Sonne und blauem Himmel. Heidi wünscht sich das Museum der orientalischen Kunst (F). Im Anschluss besuchen wir das Museo della Sindone (G), wo das Grabtuch Jesu in einer kleinen Kapelle ausgestellt wird.

360° Blick in die Kapelle mit wunderschönen Deckenmalereien

Wir verlassen Turin und besuchen das nahe gelegene Bra. Hier hat eine besondere Bewegung ihren Ursprung. SlowFood, die mit ihrer Wortbildmarke einer kleinen Schnecke, bestimmt jedem bereits einmal untergekommen ist. Im Innenhof der internationalen Zentrale befindet sich die Osteria del Boccondivione (H). Hier wird SlowFood zelebriert. Tatar mit weissen Trüffel, Vitello Tonnato, Tajarin „40 Eigelb“ mit weissen Trüffel, ein Barolo vom anderen Stern und – da waren wir uns einig – die beste Panna Cotta die wir je gegessen haben und die unseren Weg auf den nahe gelegenen Stellplatz auf der Piazza Giovanni Paolo II in Cherasco (I) noch lange im Mund begleitet.

Das Vorhaben ist, am nächsten Tag ins Instituto Internazionale di Elicicoltura – eine Schneckenfarm – zu gehen. Leider haben wir nicht daran gedacht, dass Feiertag ist (Allerheiligen) und so ist hier geschlossen.

Wir besuchen das kleine Städtchen La Morra (B). Von hier aus bietet sich ein wunderschöner Blick über das Piemont bis hin zum Städtchen Barolo, dem wir heute auch noch einen Besuch abstatten. Es geht auf kurvigen Straßen mit tollem Ausblick durch Felder mit Haselnuss-Büschen/-Bäumen, bis nach Barolo.

Das Barolo Wine Museum (C) im Schloss Faletti ist das innovativste und interessanteste Weinmuseum der Welt. Wir nehmen uns Zeit und genießen die Ausstellung und im Anschluss ein Wine-Tasting dieser besonderen Weine. Lehmige und sandige Böden hinterlassen ihre Charakteristik im Wein und wir im Anschluss leider viel Geld, welches wir im Getränk der Götter und Könige anlegen.

Heute geht es noch in die Hauptstadt der weißen Trüffel, nach Alba auf den Campingplatz Alba Village (D). Abends statten wir dem Agli Archi Restaurant noch einen Besuch ab und überzeugen uns davon, dass Barolo auch noch in Alba schmeckt. Macht er ;-).

Den nächsten Tag nutzen wir für einen ausgiebigen Rundgang durch die Stadt. Schlendern, schlemmen und können natürlich nicht nach Hause ohne in Alba einen Trüffel gekauft zu haben. Die Trüffel-Reibe gibt es gleich dazu. Die Mädels können die Stadt nicht verlassen ohne Taschen zu kaufen. Der Grizzly geht langsam vor lauter Einkäufen in die Knie. Ohne die Auflastung keine Chance. Wir verlassen die Region Piemont und reisen in die Lombardei.

Wir erreichen in Mailand den Wohnmobilstellplatz New Park Milano (E) gegen Mittag, fahren per Bahn in die Stadt und die nächste Einkaufstour beginnt. Am Ende helfen wir Giorgio Armani, der eine bewegende Lebensgeschichte hatte und das Geld sicher gut gebrauchen kann. Heidi begeistert sich für eine Jacke von EA7.

Am Abend erleben wir die Überraschung des Tages. Wir wollen uns nach dem langen Tag bekochen lassen und nachdem wir in zwei Restaurants wegen Überfüllung abgewiesen werden, landen wir in einem unscheinbaren Restaurant in einer dunklen Seitengasse. Doch die vermeintliche Notlösung weiß zu begeistern. Toller Service, hervorragendes Essen und ein lustiger Karaokeabend krönen den schönen Tag im Restaurant Le Colonne. Die Flasche eisgekühlter Averna, die uns der Wirt auf dem Tisch hinterlässt pustet dem Tag für uns das Licht aus. Wir kriechen nur noch ins Bett, nachdem wir der Heizung im Grizzly kurz einmal alles abverlangen. Gute Nacht.

Jetzt wird es auch Zeit, dass wir nach Hause kommen. Also geht es am Samstag Richtung Österreich. Wir übernachten nochmal auf dem Wohnmobilstellplatz Plankenhof.

Sonntag kommen wir wieder in München an. Ich hätte zum ausräumen wohl besser ein Umzugsunternehmen gebucht. Wahnsinn, was zwei Frauen so alles in einem Kastenwagen in nur einer Woche unterbringen.

Bulgarische Nächte in Ungarn

Bei unserem Sommerurlaub haben wir lange gebraucht, um uns zu entscheiden wo es hingehen soll. Italien, Niederlande. Dort zu heiße Wetteraussichten, hier zu viel Regen vorausgesagt. Zeit ein Ziel anzusteuern, welches uns schon länger reizt. Ungarn, mit seinem Urlaubsparadies Plattensee.

Schon Freitag geht es los. Gepackt war schon alles am Vortag. Erste Etappe bis kurz vor Linz in Österreich. Auf einem Bauernhof, der gerade frisch von einem jungen Landwirt übernommen worden ist, bekommen wir Wasser für unseren Frischwassertank und übernachten auf einer Wiese am Hof. Morgens zum Frühstück bekommen wir sogar frische Milch und Eier an die Tür geliefert. So dürfen Urlaube anfangen und es verheißt Gutes.

Nach unserem ersten Urlaubsfrühstück geht’s nach Wien. Dort soll unser Bossa eine Maßanfertigung für einen Maulkorb erhalten, den wir sicherlich im Urlaub brauchen werden. Kurzum bekommen wir den leider nicht. Es gibt aber eine Empfehlung und wir bestellen ihn im Internet.

Wir düsen weiter und legen auf dem Weg zum Balaton noch einen Zwischenstopp am Neusiedler See ein, kurz vor der ungarischen Grenze. Ein schöner Platz und abends essen wir bei hervorragenden Weinen beim Weingut Sloboda. Sensationell. Das Leben ist einfach schön.

Nach einer morgendlichen Stärkung geht’s weiter.

Ungarn wir kommen. In Balatonfüred ist unsere erste Station der Platz Happy Camp. Name ist Programm und wir entspannen einige Tage dort. Einfach nichts tun. Lange schlafen, Mittagsschlaf und der Stress löst sich in Luft auf. Tolles ungarisches Essen, auf das wir uns gefreut haben bei Baricska.

Wir erkunden per Bus Balatonfüred und besuchen das Weinfest an der Strandpromenade. Was uns die Tage überrascht, ist das Wetter. Es ist doch viel heißer als erwartet. Stets um die 30° Celsius und wir haben einige Tage auch hohe Luftfeuchtigkeit. Unsere Klimaanlage zahlt sich gerade nachts aus und wir können gut schlafen.

Als wir den Campingplatz verlassen, ist unser Ziel die Weinregion Somlo. Angebaut wird dort unter anderem die regionale Rebsorte Juhfark (übersetzt »Lämmerschwanz«).

Mutterseelenallein stehen wir auf einem Wohnmobilstellplatz. Wir grillen abends und sitzen bis nachts am Lagerfeuer und reden und reden und reden… toll das wir alles zusammen genießen.

Lagerfeuer nur für uns Zwei.

Eine Gelegenheit den typischen Wein zu probieren bekommen wir leider nicht. Es ist sehr einsam hier und die Restaurants der Region öffnen wohl nur am Wochenende.

Genug Ruhe. Wir suchen den Kontrast und fahren an den Ballermann des Balaton. Siófok. Und ab geht die Post auf dem Stellplatz Siocamping. Skoda-Treffen und Karaoke. Party bis in die Nacht. Autoposer, die in ihren geruchsintensiven Zweitakter über die Campingplatzwege stolzieren. Und Conny bringt abends nur „kurz“ Müll weg und bleibt bis 3 Uhr nachts bei unseren Stellplatznachbarn Christiane und Michael hängen. „Müll-Wegbringen“ ist also das neue „Zigaretten-Holen“. Unsere Nachbarn besitzen die Ausdauer sich Connys Lebensgeschichte anzuhören. Auch vor Connys Geographiekenntnissen kann ich sie nicht schützen. So sind wir wohl nicht in Ungarn, sondern Bulgarien wo die Landeswährung allseits bekannt ja Kunar ist. Christiane und Michael werden unsere Urlaubsfreundschaft des Jahres. Stellplatznachbarn wurden sie, weil unser Grizzly auffiel. Schon hat sich die Folierung gelohnt. Schicksal trägt oft Schönes in sich.

Lange Abende mit neuen Freunden aus Wolfenbüttel. Ein Ort der Jägermeister hervorgebracht hat verspricht hochprozentige Freundschaften. Die gab es dann auch. Ich könnte ja behaupten, dass es an den zwei Michaels lag. Einer ist schon sensationell. Zwei legendär 😉. Oder Michael, wie siehst du das?

Wunderschöne Sonnenuntergänge am Plattensee.

Am Ende verstehen wir uns alle so gut, dass wir kurzerhand zusammen auf den nächsten Stellplatz Aranypart Camping wechseln, wo wir uns mit Nico, Marry und Nico jun. in ihrem neu ausgebauten CamperVan treffen, die uns aus München besuchen kommen und unsere zweite Urlaubswoche mit uns teilen. Die Abende mit Christiane, Michael und Marry und Nico sind feuchtfröhlich und lang. Einfach schön.

Mic und Conny, Christiane und Michael und Nico und Marry von links nach rechts.

Am letzten Abend zusammen in großer Runde wurde gegrillt und lange zusammen gesessen. Mein Gott, wie alt werde ich wohl werden müssen, dass ich dann irgendwann so spießig bin und den Nachbarn den Abend verderben werde?! Nieeemals.

Christiane und Michael haben uns dann Richtung Heimat verlassen und wir wechseln nochmals das Revier. Auf dem Campingplatz Mirabella stehen wir direkt in erster Reihe am Wasser.

Campen direkt am Seeufer.

Wir teilen uns einen Platz und genießen die 5 Meter zum Wasser. Nico jr. natürlich am meisten. Abends hören wir Festival- und Konzertmusik vom Nahe gelegenen Veranstaltungsplatz. Bis auf ein morgendliches Mini-Gewitter werden wir mit viel Sonne verwöhnt, bevor wir uns an dem letzten Freitag unseres Urlaubs gemeinsam in Richtung Österreich aufmachen.

In einer längeren Etappe fahren wir bis an den Zenzsee in der Steiermark. Auf dem kleinen Campingplatz am Zenzsee stehen wir wieder gemeinsam und der erste Abend wird mit zwei Omnia-Gerichten gestaltet. Wir schmeißen zusammen und zaubern uns unser eigenes Zwei-Hauptgängemenü. Lecker. Eine Lasagne und ein Maultaschenauflauf.

Der Zenzsee vor herrlichem Bergpanorama

Wir besuchen noch die regionale Alpakazucht und den Kunst- und Handwerkermarkt auf dem Franzbauerngut. Ein letzter gemeinsamer Abend, der HSV besiegt Hannover 96 mit 1:0 und dann geht auch dieser Urlaub zuende und wir treten den Rückweg an. Daran ändert leider auch die letzte Ziehung der Lottozahlen nichts.