Früher war mehr Lametta in Sandesneben

Manchmal muss es eben nicht die Riesen-Sause mit dreihundert Gästen und Champagner-Pyramide sein. Manchmal muss es einfach nur richtig sein. Als die Einladung zur Hochzeit von Marita und Stephan eintrudelte, war die Vorfreude riesig. Der Clou an der Sache? Eine echte Doppelhochzeit, denn Maritas Schwester Susann traute sich am selben Tag mit ihrem Andreas. Ein Doppelpack Liebe im feinen, kleinen Kreis – und wir mittendrin. Nur Familie und ein paar wenige Freunde. Toll, dass wir dazugehören.

Unsere Mission Richtung Norden startete am Montagabend. Die erste Etappe auf der Autobahn diente dem reinen Kilometerfressen, bis wir den Wohnmobilstellplatz Dettelbach am Main (B) ansteuerten. Das Kontrastprogramm zum späteren Festtagsmenü könnte nicht größer sein: Wassertank auffüllen, eine Dose herrlich unspektakuläre Ravioli auf den Kocher, eine Runde „Hitster“ fürs Gehirnjogging und ab ins Bett.

Der nächste Morgen begann standesgemäß mit Koffein und grauer Fahrbahn. Ziel des Tages war der Campingplatz am Grossensee (C). Nach stundenlanger Sitzfleisch-Folter im Cockpit des Campers und einer ausgiebigen Auslaufrunde für unseren Vierbeiner Bossa hatten wir uns das Abendessen im Gasthof „Alter Dorfkrug“ redlich verdient. Maischolle und frischer Spargel – der Norden zeigte sich kulinarisch schon mal von seiner besten Seite.

Mittwoch war der große Tag. Nach einer ruhigen Nacht schmissen wir uns in die Hochzeitsgarderobe und steuerten das Standesamt in Sandesneben an. Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als in die Gesichter von chronisch nervösen Brautpaaren zu blicken. Vor dem Amt liefen wir direkt Linus (Stephans Sohn) in die Arme. Den hatte ich das letzte Mal gesehen, als er mir gerade bis zur Hüfte reichte – heute steht da ein stattlicher Mann von 27 Jahren. Die Zeit fliegt, was man immer besonders an den Kindern sieht. Stephans Mama hatte es zum Glück rechtzeitig aus dem Krankenhaus geschafft und Bräutigam Stephan war mit Schiebermütze und einer gehörigen Portion Lampenfieber ausgestattet. Genau so gehört sich das.

Im Standesamt wurde es dann feierlich: Erst machten Susann und Andreas den bürokratischen Teil der Liebe fest, direkt danach folgten Marita und Stephan in den Bund des Lebens. Zur anschließenden Feier ging es in das gemütliches Gasthaus Lauenburger Hof (D). Was folgt, war die perfekte Hochzeits-Formel: Fantastisches Essen, lautes Lachen, endlose Gespräche, Naschereien und sogar ein bisschen Beinarbeit auf der Tanzfläche. Als Hochzeitsgeschenk hatten wir Eheratschläge von Vicco von Bülow – besser bekannt als Loriot – im Gepäck. Die skizzierten Szenen einer Ehe sollen den frischgebackenen Eheleuten als humorvoller Kompass dienen. Am Ende des Abends saßen wir im harten Kern der letzten Überlebenden. Das Beste an der Location? Unser Bett stand direkt hinter dem Gasthaus auf dem Parkplatz. Kein Taxi, kein Heimweg, nur die Autotür ins Schloss werfen.

Nach dem Ausschlafen siegte die spontane Abenteuerlust: Wenn man schon mal hier oben ist, muss man auch die Ostsee sehen. Also ab nach Travemünde. Auf dem Stellplatz am Fischereihafen (E) ergatterten wir das letzte freie Plätzchen für unser mobiles Heim. Bei Kaiserwetter schlenderten wir über die Promenade, holten uns ein obligatorisches Fischbrötchen an der Bude und krönten den maritimen Tag mit einem Essen bei Gosch. An den Strandterrassen erwartete uns ein gemütliches kleines Dorf aus Holzbuden. Mit Live-Musik im Ohr und der Sonne im Gesicht genossen wir das Leben auf den Holzterrassen zum Vatertag in vollen Zügen.

Am nächsten Tag zeigte unser Kompass unbarmherzig wieder nach Süden. Aber nicht ohne kulinarische Zwischenstopps. Erst plünderten wir den legendären Croque-Laden „Kleine Pause Hohenhorn“ (F) – unser Label „Best Croque im Norden“ tragen die absolut zurecht (vielen Dank an dieser Stelle an Hanni und Roberto). Frisch gestärkt steuerten wir das „Camp am Reihersee“ (G) bei Lauenburg an. Hier trafen wir uns noch einmal mit den beiden Hochzeitspaaren, die sich den See für ihre Flitterwochen ausgesucht hatten. Ein entspannter Grillabend mit den frisch Vermählten setzte dem Trip die Krone auf.

Der finale Heimweg nach München verlangte nach einem letzten Zwischenstopp. Den fanden wir auf dem Wohnmobilstellplatz „Ziegenböcke“ (H) in Thüringen. Das urige, angrenzende Gasthaus zu den grauen Ziegenböcken mit deftiger Küche fing den ersten Post-Urlaubs-Blues perfekt ab.

Hinter uns liegt eine fantastische kleine Reise, eine wunderschöne Hochzeit und ein herrlicher Kurzbesuch am Meer. Der Abschied fällt schwer, aber die Vorfreude rettet uns: In zwei Wochen startet schon unser nächster großer Urlaub. Wir berichten natürlich wieder.

Birthday-BBQ

Gebührend Geburtstag feiern? Kein Problem. Unter den Geburtstagsgästen für Connys Geburtstag im Stoi sind heute Lucki „Ludwig“ Maurer, The BossHoss, Det Müller, Elvis, King Kerosin, Christoph Brand, Big Bubba BBQ, Christian Münz, Little Hawk Blackburn und viele, viele mehr.

Wir sind auf der Gästeliste zum Bad Ass BBQ . Das war nicht einfach. Um so schöner dieser Abend.

Campen können wir auf der gegenüberliegenden Weide. Die gehört Lucki und wir haben es nach viel gutem Essen und sensationellem Wein von unserem Markus nicht weit nach Haus.

Wir haben uns noch nicht hin gesetzt, da sprechen uns Cathrine und Matthias (alias Elvis) an. Sie haben auch einen Boxer (Chaos). Wir sind uns auf Anhieb sympathisch und es wird ein laaaanger Abend. Sehr lange!

Wir feiern ausgiebig und ich schaffe es ein Geburtsständchen von The BossHoss zu organisieren. Sascha Vollmer und Alec Völkel holen Conny dafür sogar auf die kleine Bühne. Geht mehr ?

Die drei Fragezeichen.

Am frühen Freitag-Nachmittag (27.05.2022) ging es für uns diesmal los. Gute zwei Stunden in Richtung Dinkelsbühl. Angemeldet sind wir zum 2. Camper-Treff von MiKa Caravan und laut Programm sollen alle da sein, die uns in der langen Wartezeit auf unseren Camper begleitet haben. Virtuell begleitet haben. Über YouTube. Allen voran sicherlich VanFan alias Acky, Fan4Van alias Markus und CamperTobi.

Alle mal live und in Farbe zu sehen ist ein schöner Anreiz und wir sind ganz gespannt. Auf der Fahrt dorthin noch unsere Wasserreserven in Donauwörth auf dem Wohnmobilstellplatz aufgefüllt und schon waren wir gegen 17 Uhr auf dem Gelände von MiKa Caravan. Unser reserviertes Plätzchen war auf P4 und genau gegenüber vom Festzettel. Besser kann man nicht stehen.

Zwischenzeitlich sind wir dann nochmals umgezogen, da ein abreisender Camper einen leeren Stromplatz hinterlassen hat. Den haben wir uns geschnappt.

Leider konnte das Programm nicht wie angekündigt abgehalten werden. Verschiedenste Gründe haben es verhindert. Neben CamperTobi, der durchs Programm führte, kam dann Markus (Fan4Van) mit einiger Verspätung am Samstag dazu. Die Verspätung wurde mit einer tollen Flugshow wieder gut gemacht. Nur Acky – den wir sicherlich am meisten erwartet haben – der war dann leider doch nicht dabei. Nun habe ich ihn schon das zweite Mal verpasst. Instagram verrät uns, dass er mit Andrea und Akira gerade in Schottland unterwegs ist. Dann eben nächstes Mal. Du kannst dich nicht ewig verstecken. 🙂

Zum Camper-Treff hat man sich viel Mühe gegeben. Die eigenen Mühen wurden wohl etwas enttäuscht, weil gut 30 feste Reservierungen nicht eingelöst wurden. Wer mal eine Party organisiert hat weiß, wie ärgerlich das ist. Hat man doch für alle eingekauft, geplant usw. Keine schöne Art. Das macht man nicht.

Besonders in Erinnerung bleiben für uns Manni und seine 10 Monate alte altdeutsche Schäferhündin Fenja. Wieder einmal lernen wir wie klein die Welt ist. Kennt er doch aus unserem Boxer Klub den Georg mit Joker. Unser Bossa und Fenja haben sich ein bissl ineinander verguckt. Zumindest haben sie toll zusammen gespielt.

Und besonders bleiben uns Tanja, Klaus und die 5-jährige Rhodesian Ridgeback-Hündin Ayoka in Erinnerung. Die Drei haben wir auf einer Bierbank dort kennengelernt. Sie sind dann extra mit ihrem kleinen Sprinter-Camper zu uns auf P4 gezogen. Wir haben bis in die Nacht vor unserem Camper gesessen und einen schönen Abend verlebt. U.a. auch gelernt, dass der Jahrgang 74 ein besonderer ist und „Die drei Fragezeichen“ noch heute hervorragend zum einschlafen nützlich sind.

Beide warten sehnlichst auf ihren CamperVan und wir haben fleißig gefachsimpelt, was man so alles schönes kaufen kann, um ein Camperleben aufzupeppen. Wir haben Tanja und Klaus mit einer langen Einkaufsliste hinterlassen und freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen und vielleicht eine schöne gemeinsame Tour oder auch gemeinsame Tage an einem schönen Ort.

Impressionen dieses Mal nicht von mir sondern von „Wir sind Camper“ alias Sascha, in dessen Aufnahmen wir auch hier und da zu sehen sind.

Schön auch die Impressionen von Frank D. – Camping.

Nach einem Weißwurst-Frühstück ging es dann am Sonntag wieder zurück nach München. Ein kurzen Zwischenstopp gab es am Riedlinger Baggersee in Donauwörth, ein kleines Mittagessen und weiter ging es.

Erst Sonntag wurde das Wetter regnerisch. Somit war es ein tolles Wochenende. Und wir kommen wieder. Das haben wir Manni versprochen. Und HEY… wir sind ja jetzt Club-Card-Besitzer und auf jedem Camper-Treff ist uns ein Stellplatz sicher.