Žlahtina und Pasareta 2026

Manchmal braucht es gar nicht viel für eine gelungene Reise. Ein Campervan, ein Ziel am Meer, genügend Zeit und die richtigen Menschen an seiner Seite. In unserem Fall gehören dazu natürlich auch vier Pfoten. Gemeinsam mit unserem Boxer-Rüden Bossa machten wir uns Ende Mai auf den Weg Richtung Kroatien. Was als entspannte Frühsommerreise begann, entwickelte sich schnell zu einer wunderbaren Mischung aus mediterranem Lebensgefühl, gutem Essen, besonderen Begegnungen, Rock’n’Roll, Camperleben und vielen kleinen Momenten, die man nicht planen kann – und die deshalb oft die schönsten sind.

Bevor es losgehen konnte, stand noch ein kleiner Umbau an unserem Camper auf dem Programm. Unsere Dinette bekam ein kleines Update. Der Tisch wurde verkleinert und direkt an den dafür vorgesehenen Befestigungsleisten an der Wand montiert. Dadurch konnte das bisherige Tischbein entfallen und der Platz darunter deutlich vergrößert werden. Der eigentliche Gewinner dieser Umbaumaßnahme war allerdings Bossa. Conny nähte eigens eine neue Liegematte, die perfekt in den neu gewonnenen Bereich passt. Schon vor der Abfahrt war klar: Dieser Platz würde künftig Bossas Lieblingsplatz werden.

Am Freitagnachmittag ging es direkt nach der Arbeit los. Der Kühlschrank war bereits in den Tagen zuvor gefüllt worden, sodass wir nur noch einsteigen und losfahren mussten.

Die erste Etappe führte uns bis zum Katschberg in Österreich. Nach einem entspannten Abendessen in der Pizzeria Restaurant Lärchenstadl (B) fanden wir nur wenige Meter entfernt einen dazugehörigen ruhigen Übernachtungsplatz für die Nacht. Das Plätzchen liegt am Katschberg in der Region Lungau im Bundesland Salzburg (Österreich), genauer in St. Michael im Lungau auf der Passhöhe des Katschbergs. Der Urlaub hatte begonnen.

Nach einer erholsamen Nacht führte uns die Reise weiter durch Österreich und Slowenien Richtung Kroatien.

Mit jedem Kilometer wurde das Wetter besser. Die Temperaturen stiegen auf angenehme 25 Grad und die Vorfreude wuchs. Spätestens beim Überqueren der Brücke zur Insel Krk war das Urlaubsgefühl vollständig angekommen.

Ohne Reservierung fanden wir auf dem Campingplatz Ježevac Premium Camping Resort (C) einen schönen Stellplatz und konnten direkt in den Urlaubsmodus wechseln.

Die folgenden Tage waren geprägt von genau dem, was wir an unseren Reisen so lieben:

Morgens lange Spaziergänge mit Bossa, frische Brötchen vom Bäcker, gemütliche Frühstücke mit gutem Kaffee und Connys selbstgemachter Marmelade, dazu keine Termine und kein Zeitdruck.

Wir erkundeten die Altstadt von Krk mit ihren engen Gassen, genossen Eis am Hafen, beobachteten das Treiben am Wasser und ließen die Tage einfach entstehen.

Kulinarisch begann Kroatien ebenfalls vielversprechend. Unsere ersten Cevapcici mit Ajvar und Zwiebeln im Fladenbrot schmeckten genauso gut wie die zahlreichen Fisch- und Fleischgerichte der folgenden Tage.

Besonders in Erinnerung bleibt uns ein Abend direkt am Meer. Im Oliva Grill saßen wir in der ersten Reihe zur Adria. Keine zehn Meter trennten uns vom Wasser, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.

In der Nacht zog ein Gewitter über die Insel. Während der Regen auf das Dach unseres Campers prasselte, lagen wir gemütlich in unserem Bett und lauschten den Geräuschen der Natur.

Einer der schönsten Abende auf Krk führte uns in die historische Altstadt. Direkt an der Kathedrale von Krk fanden wir einen Platz im Restaurant Frankopan. Umgeben vom sommerlichen Stimmengewirr genossen wir Muscheln, Thunfischtatar, Nudeln mit Steinpilzen und Rohschinken sowie einen hervorragenden Weißwein. Menschen lachten, Gläser klangen und die warme Abendluft trug den Duft der Adria durch die Gassen. Es waren genau diese Momente, in denen wir uns immer wieder dabei ertappten zu denken: So muss sich Urlaub anfühlen. Nach einigen wunderbaren Tagen auf Krk führte uns die Reise zurück aufs Festland.

In Jadranovo besuchten wir unsere Freundin Kirstin (D), die wir vom Flugplatz kennen, auf dem auch unser Flugzeug MOPN zuhause ist. Schon bei der Ankunft wurden wir herzlich empfangen. Unser Camper fand direkt vor ihrem Haus Platz und von ihrer Terrasse aus konnten wir sogar die Start- und Landebahn des Flughafens Rijeka beobachten. Für uns als Piloten ein ganz besonderer Ausblick.

Am Abend führte uns Kirstin nach Crikvenica ins Restaurant Galija. Direkt am Hafen genossen wir ausgezeichnetes Essen und einen wunderbaren Žlahtina-Wein aus der Region. Wer die Kvarner Bucht bereist, begegnet früher oder später dem Žlahtina. Die autochthone Weißweinrebe stammt ursprünglich von der Insel Krk und gehört zu den bekanntesten Weinen der Region. Der Wein präsentierte sich leicht, frisch und angenehm fruchtig. Mit seinen feinen Zitrusnoten und der dezenten Mineralität passte er hervorragend zu Fisch, Meeresfrüchten und den lauen Sommerabenden an der Adria. Wir genossen den Wein der Vinarija Pavlomir aus Novi Vinodolski. Das Besondere daran: Pavlomir ist die einzige Kellerei auf dem kroatischen Festland, die Žlahtina ausbaut. Die traditionsreiche Sorte ist seit Jahrhunderten hier zuhause. Merken wir uns!

Später saßen wir noch lange zusammen, erzählten Geschichten und verbrachten einen dieser Abende, bei denen die Zeit scheinbar keine Rolle spielt.

Von Jadranovo ging es weiter Richtung Süden nach Medulin. Dort erwartete uns eine Überraschung, die wir so in Kroatien nicht erwartet hätten.

Das Tear It Up Festival verwandelte den kleinen Küstenort in eine Zeitreise zurück in die 1950er Jahre. Überall standen liebevoll restaurierte Oldtimer, aus den Gassen erklang Rock’n’Roll und zahlreiche Besucher erschienen stilecht in Petticoats, Hemden und Hosenträgern. Die besondere Atmosphäre war sofort spürbar.

Auf dem Campingplatz Arena Medulin Campsite (E) fanden wir direkt am Wasser einen wunderschönen Stellplatz.

Tagsüber erkundeten wir den Ort, abends lauschten wir der Musik und genossen die entspannte Stimmung.

Einer der schönsten Momente entstand dabei ganz ungeplant.

Nach einem Grillabend vor dem Camper gesellten sich unsere österreichischen Nachbarn zu uns. Aus einem kurzen Gespräch entwickelte sich ein langer Abend voller Geschichten über das Leben, gute und schwierige Zeiten und die Erkenntnis, wie wertvoll gemeinsame Zeit ist. Es sind genau solche Begegnungen, die Camperreisen für uns so besonders machen.

Als sich das Wetter in Medulin zunehmend bewölkt zeigte, entschieden wir uns spontan für einen Ortswechsel.

Wir fuhren der Sonne entgegen. Unser Ziel war Funtana. Und tatsächlich: Während wir die Wolken hinter uns ließen, empfing uns das Istra Premium Camping Resort (F) bei strahlendem Sonnenschein.

Bossa hatte innerhalb weniger Minuten seinen Lieblingsplatz gefunden. Unter einem kleinen Olivenbaum direkt an unserem Stellplatz ließ er sich zufrieden nieder, während wir unseren selbstgemachten Willkommensdrink genossen. Der Grund für unseren Besuch in Funtana war schnell gefunden.

In den Sommermonaten finden hier regelmäßig traditionelle Fischerfeste Riva Funtana statt. Genau eines davon stand an diesem Abend auf unserem Programm. Mit der Vorfreude auf frischen Fisch, regionale Spezialitäten und einen weiteren unvergesslichen Abend am Meer endete dieser Abschnitt unserer Reise. Am Camper noch ein Abschlussdrink bevor es dann morgen die erste Etappe Richtung München geht.

Wir reisen direkt nach dem Frühstück ab und schaffen es bis kurz nach dem Karawankentunnel bis nach Österreich. Nach einem kleinen Hamsterkauf Käferbohnen landen wir für die letzte Nacht auf dem Strandcamping Gruber am Faaker See, bevor wir dann die letzte Heimetappe antreten.

Kroatien hat uns erneut begeistert. Mit seiner Gastfreundschaft, den malerischen Küstenorten, dem hervorragenden Essen, den entspannten Campingplätzen und den vielen kleinen Momenten, die eine Reise erst unvergesslich machen. Und Bossa? Der hat seinen neuen Platz unter der Dinette längst offiziell zu seinem persönlichen Reich erklärt.

Früher war mehr Lametta in Sandesneben

Manchmal muss es eben nicht die Riesen-Sause mit dreihundert Gästen und Champagner-Pyramide sein. Manchmal muss es einfach nur richtig sein. Als die Einladung zur Hochzeit von Marita und Stephan eintrudelte, war die Vorfreude riesig. Der Clou an der Sache? Eine echte Doppelhochzeit, denn Maritas Schwester Susann traute sich am selben Tag mit ihrem Andreas. Ein Doppelpack Liebe im feinen, kleinen Kreis – und wir mittendrin. Nur Familie und ein paar wenige Freunde. Toll, dass wir dazugehören.

Unsere Mission Richtung Norden startete am Montagabend. Die erste Etappe auf der Autobahn diente dem reinen Kilometerfressen, bis wir den Wohnmobilstellplatz Dettelbach am Main (B) ansteuerten. Das Kontrastprogramm zum späteren Festtagsmenü könnte nicht größer sein: Wassertank auffüllen, eine Dose herrlich unspektakuläre Ravioli auf den Kocher, eine Runde „Hitster“ fürs Gehirnjogging und ab ins Bett.

Der nächste Morgen begann standesgemäß mit Koffein und grauer Fahrbahn. Ziel des Tages war der Campingplatz am Grossensee (C). Nach stundenlanger Sitzfleisch-Folter im Cockpit des Campers und einer ausgiebigen Auslaufrunde für unseren Vierbeiner Bossa hatten wir uns das Abendessen im Gasthof „Alter Dorfkrug“ redlich verdient. Maischolle und frischer Spargel – der Norden zeigte sich kulinarisch schon mal von seiner besten Seite.

Mittwoch war der große Tag. Nach einer ruhigen Nacht schmissen wir uns in die Hochzeitsgarderobe und steuerten das Standesamt in Sandesneben an. Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als in die Gesichter von chronisch nervösen Brautpaaren zu blicken. Vor dem Amt liefen wir direkt Linus (Stephans Sohn) in die Arme. Den hatte ich das letzte Mal gesehen, als er mir gerade bis zur Hüfte reichte – heute steht da ein stattlicher Mann von 27 Jahren. Die Zeit fliegt, was man immer besonders an den Kindern sieht. Stephans Mama hatte es zum Glück rechtzeitig aus dem Krankenhaus geschafft und Bräutigam Stephan war mit Schiebermütze und einer gehörigen Portion Lampenfieber ausgestattet. Genau so gehört sich das.

Im Standesamt wurde es dann feierlich: Erst machten Susann und Andreas den bürokratischen Teil der Liebe fest, direkt danach folgten Marita und Stephan in den Bund des Lebens. Zur anschließenden Feier ging es in das gemütliches Gasthaus Lauenburger Hof (D). Was folgt, war die perfekte Hochzeits-Formel: Fantastisches Essen, lautes Lachen, endlose Gespräche, Naschereien und sogar ein bisschen Beinarbeit auf der Tanzfläche. Als Hochzeitsgeschenk hatten wir Eheratschläge von Vicco von Bülow – besser bekannt als Loriot – im Gepäck. Die skizzierten Szenen einer Ehe sollen den frischgebackenen Eheleuten als humorvoller Kompass dienen. Am Ende des Abends saßen wir im harten Kern der letzten Überlebenden. Das Beste an der Location? Unser Bett stand direkt hinter dem Gasthaus auf dem Parkplatz. Kein Taxi, kein Heimweg, nur die Autotür ins Schloss werfen.

Nach dem Ausschlafen siegte die spontane Abenteuerlust: Wenn man schon mal hier oben ist, muss man auch die Ostsee sehen. Also ab nach Travemünde. Auf dem Stellplatz am Fischereihafen (E) ergatterten wir das letzte freie Plätzchen für unser mobiles Heim. Bei Kaiserwetter schlenderten wir über die Promenade, holten uns ein obligatorisches Fischbrötchen an der Bude und krönten den maritimen Tag mit einem Essen bei Gosch. An den Strandterrassen erwartete uns ein gemütliches kleines Dorf aus Holzbuden. Mit Live-Musik im Ohr und der Sonne im Gesicht genossen wir das Leben auf den Holzterrassen zum Vatertag in vollen Zügen.

Am nächsten Tag zeigte unser Kompass unbarmherzig wieder nach Süden. Aber nicht ohne kulinarische Zwischenstopps. Erst plünderten wir den legendären Croque-Laden „Kleine Pause Hohenhorn“ (F) – unser Label „Best Croque im Norden“ tragen die absolut zurecht (vielen Dank an dieser Stelle an Hanni und Roberto). Frisch gestärkt steuerten wir das „Camp am Reihersee“ (G) bei Lauenburg an. Hier trafen wir uns noch einmal mit den beiden Hochzeitspaaren, die sich den See für ihre Flitterwochen ausgesucht hatten. Ein entspannter Grillabend mit den frisch Vermählten setzte dem Trip die Krone auf.

Der finale Heimweg nach München verlangte nach einem letzten Zwischenstopp. Den fanden wir auf dem Wohnmobilstellplatz „Ziegenböcke“ (H) in Thüringen. Das urige, angrenzende Gasthaus zu den grauen Ziegenböcken mit deftiger Küche fing den ersten Post-Urlaubs-Blues perfekt ab.

Hinter uns liegt eine fantastische kleine Reise, eine wunderschöne Hochzeit und ein herrlicher Kurzbesuch am Meer. Der Abschied fällt schwer, aber die Vorfreude rettet uns: In zwei Wochen startet schon unser nächster großer Urlaub. Wir berichten natürlich wieder.

Echsenjagd am Kalterer See

Manchmal braucht es keine Weltreise, um den Kopf auszuschalten. Nur eine Woche nach unserem Flug nach Speyer packen wir schon wieder die Taschen. Das Ziel? Unser Klassiker, unser „Happy Place“: Südtirol.

Diesmal wieder mit dabei sind Nico und sein Sohn – und jede Menge Vorfreude auf das verlängerte Mai-Wochenende.

Los geht’s Donnerstagabend direkt nach der Arbeit. Die erste Etappe ist bei uns Tradition: Sterzing, direkt hinter der Grenze. Während andere den Rastplatz nur zum Tanken nutzen, beginnt für uns hier das Ritual. Wassertank voll, Kopf leer. In der Rasthofpizzeria gibt es die erste echte Pizza und ein Glas Wein. Ein tiefer Seufzer: Wir sind da.

Nach einer ruhigen Nacht in Sterzing erreichen wir schon um 9 Uhr den Kalterer See. Das Glück ist auf unserer Seite – zwei Plätze nebeneinander! Während Nico und sein Kleiner auf Safari gehen (Eidechsen fangen), genießen Conny, Bossa und ich die erste richtige Frühlingssonne. 25 Grad, strahlendes Blau – der Wettergott ist definitiv Südtirol-Fan.

Ein Highlight am See? Das Restaurant Geier. Spaghetti, Vino und die Gesellschaft von neuen Freunden. Unsere Stellplatznachbarn und ihr Sohn Levi aus Augsburg haben unseren Stellplatz-Alltag bereichert – erst beim Kennenlernen in der Sonne, später bei einer Runde Hitster am Abend, als wir noch in größerer Runde zusammensitzen.

Samstagmorgen lassen wir uns von der Sonne im Camper wecken. Das Frühstück ist ein Festmahl: Mortadella, Rührei und die unverzichtbaren Vinschgauer mit Cacciatore. Danach geht’s mit dem Bus nach Kaltern-City und mit der Mendelbahn hinauf zum Pass. Ein kühles Bier, ein Eis und dieser Blick über das Überetsch – mehr braucht es nicht.

Sonntagabend sind wir zurück in München. Es waren nur drei Tage, aber sie fühlen sich an wie zwei Wochen Akku-Laden. Südtirol, wir kommen wieder. Sicherlich schneller, als wir „Vernatsch“ sagen können.

Sekt in Speyer und Mojos in Stuttgart

April, April, der macht, was er will? Von wegen! Ende April 2026 meinte es der Wettergott verdammt gut mit uns. So gut, dass wir kurzerhand die Wochenendplanung über den Haufen geworfen haben. Spontanität ist die einzige Form von Freiheit, die wirklich zählt – besonders wenn das Ziel Malsch bei Speyer heißt und die Gastgeber Cathrine und Matthias (alias Elvis) bereits den Wein kaltgestellt haben. Schnallt euch an, ich nehme euch mit in ein Wochenende, das nach Frühling, Freundschaft und Rock’n’Roll schmeckt.“.

Für Bossa erklärt sich Nico sofort bereit, ihn für das Wochenende zu nehmen. Ein riesiges Danke an den besten Freund, der diesen Trip erst möglich gemacht hat. Es gibt nur wenige Menschen, bei denen wir sicher sind, dass es Bossa gut hat und mein bester Freund Nico gehört dazu. Nach seiner Zusage planen wir ein wunderschönes Wochenende.

Samstagmorgen, Ampfing. Während andere noch beim zweiten Kaffee sitzen, stehen wir schon auf dem Vorfeld. Unser Ziel: die MOPN reisefertig machen. Es hat fast etwas Meditatives, die Checkliste durchzugehen, wenn man weiß, dass einen gleich die Freiheit über den Wolken erwartet.

Dann heißt es: Propeller an, Headset auf und abheben! Wir steigen auf Flight Level 65. Unter uns zieht die Welt vorbei, über uns nur dieses endlose, unverschämte April-Blau. Ein paar thermische Rempler über den Wäldern und Anhöhen erinnern uns daran, dass die Sonne heute ordentlich Kraft hat – kleine Wachmacher-Turbulenzen in einer ansonsten butterweichen Reise. Auch wenn uns der Wind heute die lange Nase zeigt und uns ein bisschen Speed klaut, genießen wir jede Minute.

Nach knapp zwei Stunden taucht sie auf: Die „Skyline“ von Speyer. Der Anflug auf den Flugplatz EDRY ist ein Highlight, direkt vorbei an den Giganten des Technikmuseums. Wir bekommen die Piste 34 – eine Landebahn, auf der man gefühlt eine Kleinstadt parken könnte. Über Taxiway Hotel und den Rollhalt Foxtrott kreuzen wir die Runway und rollen entspannt zur Parkfläche Nord.

Und dann? Kaum ist der Propeller zum Stillstand gekommen, folgt der Moment, der diesen Trip jetzt schon legendär macht: Wer braucht schon eine VIP-Lounge, wenn man Freunde wie Cathrine und Matthias hat? Die beiden haben sich (man munkelt, mit dem Charme eines Geheimagenten) über die Flugschule aufs Gelände geschmuggelt.
Noch bevor wir die MOPN ganz verzurrt haben, stehen sie da – inklusive einer prall gefüllten Kühlbox. Sektempfang direkt am Flieger! Während der Motor noch knistern, perlt der Sekt in den Gläsern. Was für eine Sensation! Wenn das der Standard für alle zukünftigen Landungen ist, fliege ich nirgendwo anders mehr hin.

Nach dem High-Life auf dem Rollfeld geht es direkt weiter in den Entspannungsmodus. Wir werden von Cathrine und Matthias standesgemäß eingesackt und dürfen für das Wochenende ihr Hauptquartier beziehen. Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben – und das schmeckt man auch!

Anstatt mühsam Speisekarten zu wälzen, werfen wir den Pizzaofen an. Es gibt Flammkuchen am laufenden Band: hauchdünn, knusprig und so frisch, wie man ihn nur im Kreise von Freunden bekommt. Dazu noch eine Runde Kuchen als süßes Finish. Eigentlich wäre jetzt Zeit für den Grill, aber unser Terminkalender ist heute so prall gefüllt wie die Kühlbox am Flugplatz. Das Grillen müssen wir schweren Herzens auf ein anderes Mal verschieben, denn wir haben ein Date in der Landeshauptstadt.

Heute Abend heißt es nämlich: Abflug nach Stuttgart! Aber nicht mit der MOPN, sondern direkt auf die Gästeliste der legendären Jazzkiste. Dort gastieren heute Mad Guz & the Mojos, und wir wissen genau, was das bedeutet. Wer die Jungs kennt, weiß: Stillstehen ist keine Option.

Wir tauschen die Piloten-Headsets gegen Rock’n’Roll-Vibes. Die Mojos heizen der Kiste mit einer explosiven Mischung aus Rockabilly, Blues und klassischem Rock’n’Roll ordentlich ein. Wenn Isi den Kontrabass bearbeitet, die Gitarrenriffs von Spike und der Rhythmus von Tim an den Drums durch den Club peitschen, vergisst man glatt, dass man vor ein paar Stunden noch in 6.500 Fuß Höhe über den Schwarzwald geschaut hat. Ein Tag, zwei Städte und eine ordentliche Portion ‚Elvis‘-Spirit – besser kann ein spontaner Trip nicht laufen!“

Wer denkt, dass nach dem Konzert in Stuttgart Schluss war, kennt Cathrine und Matthias schlecht. Nachts um 1 Uhr hieß es dann doch noch: Anfeuern! Die Grillwürstchen, die wir mittags zeitlich nicht mehr untergebracht hatten, schmeckten zu nächtlicher Stunde und nach so viel Tanzen gleich doppelt so gut. Völlig erledigt, aber mit dem Sound der Mojos noch im Ohr, fielen wir schließlich in die Betten.

Der Sonntagmorgen startete herrlich entspannt. Ausschlafen, ein ausgiebiges Frühstück und dann an den Spieltisch: Gemeinsam mit Louis und Maria haben wir eine Runde Hitster Rock gespielt. Was soll ich sagen? Wir haben kläglich verloren. 😉 Matthias alias Elvis hat uns alle gnadenlos in die Schranken gewiesen. Der alte Rocker weiß halt nicht nur, wie man feiert, sondern kennt auch jeden Riff der Musikgeschichte.

Viel zu schnell hieß es dann wieder Abschied nehmen. Zurück am Flugplatz Speyer machten wir die MOPN startklar für den Heimweg. Ein letzter Check, Abheben von der Piste 34 und ab in die Höhe. Auf Flight Level 75 glitten wir dahin, diesmal in nur einer Stunde und 45 Minuten – die Alpen am Horizont und das Grinsen im Gesicht.

Die Landung auf der Graspiste 27 in Ampfing war butterweich. Noch kurz die MOPN in den Hangar schieben und dann ab nach Hause. Was für ein Wochenende! Ein riesiges Danke an Nico, der den Trip möglich gemacht hat, und natürlich an Cathrine und Matthias für diese Wahnsinns-Gastfreundschaft. Speyer (Malsch), wir kommen definitiv wieder – aber beim nächsten Mal üben wir vorher Hitster!

Ostsee-Ostern und Crash

Die Fliegerei hat das letzte und vorletzte Jahr stark geprägt. Es wird Zeit, unseren guten alten Grizzly wieder zu bewegen und die Leichtigkeit des Lebens zu zelebrieren, wie es Conny immer so schön sagt. Noch letzte Woche waren wir einstimmend mit Freunden und insgesamt 4 Campermobilheimen in Eichstätt. Nun steht unsere traditionelle Osterreise in meinen Norden auf dem Programm und einiges mehr, oder soll ich lieber „Meer“ sagen?!

Drei Punkte auf unserer Route sind fix und der Rest wird, wie wir es so lieben, spontan. Wir besuchen unsere Urlaubsfreunde aus Ägypten, Juli und Shuki, in Berlin, den Airpark Müritz, wo es noch Grundstücke mit direktem Stellplatz für den Flieger vor der Haustür zu kaufen geben soll und wir wollen Rügen erkunden. Durch einen familiären Notfall passt der Besuch bei Juli und Shuki auf dem Hinweg nicht rein. Vorerst haben wir den Gedanken auf der Rückreise dort vorbei zu schauen. Aber es kommt alles anders.

Freitag. Stift fallen lassen und jetzt ist Urlaub.

Unseren Grizzly haben wir noch am Vorabend gepackt und so geht es direkt los. Wir schaffen es bis zum Wohnmobilstellplatz Münchberg (B), den wir bereits kennen. Wassertank aufgefüllt und eine schöne Brotzeit zum Abend. Schön, da ich das Brotbacken seit einigen Wochen für mich entdeckt habe und mich inzwischen auch an Sauerteigbrot getraut habe. Gärhardt, unser Sauerteig (Gären usw. 😜) und ich haben uns noch heute ein frisch gebackenes Brot beschert, dass wir uns schmecken lassen.

Morgens geht’s weiter immer Richtung Norden. Wir plündern noch das Outlet Elstal und steuern dann Camping am Havelkanal (C) an, der uns für eine Nacht ein kleines Plätzchen bietet. Das kleine italienische Restaurant direkt am Platz empfängt uns herzlich und das Abendessen ist hervorragend. Eine Runde Kniffeln und dann früh ins Bett. Morgen geht es weiter zum Airpark Müritz (D).

Wir werden herzlich empfangen und dürfen das eingezäunte Areal erkunden. Ein riesiger Spielplatz für Erwachsene. Alle Arten von Häusern, Tinyhouses und umgebauten Hangars.

Wir geraten immer mehr in Gedanken. Hier ein kleines Domizil im Norden, mit der Möglichkeit die MOPN direkt vor der Haustür zu parken, nachdem man auf der angrenzenden Piste 07/25 gelandet ist. Das wird uns noch ein wenig beschäftigen. Ein 1250 m²-Grundstück haben wir uns schon ausgesucht. Mal sehen. Vielleicht wird das ja ein Bro-Project?!

Wir dürften bleiben und übernachten, entscheiden aber noch 10 Minuten zum Müritz-Segel-Verein Rechlin e.V. (E) weiter zu fahren. Der Hafenmeister macht uns freundlich auf und als einziger Campervan-Besucher gibt es ein Platz in erster Reihe an der Kleine Müritz. Wir sitzen noch draußen und genießen die zaghafte Sonne mit Blick aufs Wasser. Essen gibt es heute selbstgekocht. Also verfeinert aus der Dose. Wir sind vorbereitet.

Ausgeschlafen geht es dann weiter nordwärts. Rügen voraus. Auf die Insel und bis nach Sassnitz, wo wir auf dem Wohnmobilstellplatz Stadthafen Sassnitz (F) noch einen der letzten zwei Plätze bekommen. Direkt vor dem Hafenbecken. Wir eilen zu den kleinen Verkaufskuttern und gönnen uns den ersten Bismarckhering im Brötchen direkt auf der Bank davor mit den neidischen Blicken der einheimischen Möwen. Herrlich und die Sonne meint es gut und scheint uns ins Gesicht. So ist Urlaub. Wir schlendern weiter und finden einen kleinen Strandkorb. Versorgt mit frischem Fisch und einem Gläschen Weißwein lassen wir uns die Sonne auf die Nase scheinen.

Die Abendplanung übernimmt Conny. Hätte sie übernehmen sollen. Mit Vorfreude stürmen wir kurz vor 20 Uhr das Restaurant Kutter, die aber leider um 20 Uhr den Feierabend ausrufen. Am Ende sitzen wir beim Italiener, der mit ein paar Miesmuscheln etwas den Abend versüßt, der dann aber mit Spaghetti Carbonara endet. Dafür sind wir jetzt aber nicht einmal durch Deutschland gefahren.

Zurück am Grizzly bekomme ich dann noch eine Abreibung bei Hangman. Fischessen und Gesellschaftsspiele sind heute nicht mein Ding.

Morgen wird wieder alles gut.

Leider fängt die Saison hier erst ab April so richtig an und wir entscheiden uns kurzfristig um, nicht auf Rügen zu bleiben und Richtung Nordsee zu fahren. Leider wird es dann auf der Rückreise auch nichts mit dem Besuch in Berlin bei Juli und Shuki. Manchmal durchkreuzt eben auch unsere eigene Spontanität die Pläne. Erster Zwischenstopp in Wismar.

Im Wohnmobilpark Westhafen Wismar (G) finden wir ein Plätzchen und erkunden den kleinen Hafen. Für das leibliche Wohl sorgt das Ahoi von Steffen Henssler mit Hamburger Pannfisch und ein kleiner Fischladen der ein tolles Sortiment anbietet und unser Frühstück morgen veredelt.

Nach dem fischlastigen Frühstück geht es nun an die Kieler Förde. Der Wohnmobilstellplatz Förde- und Kanalblick (H) hat ein Plätzchen in erster Reihe mit bester Aussicht für uns.

Mittags besuchen uns mein Bruder Stefan und Dalina. Und es passiert. Nach Jahren crashe ich die Drohne. Ich übersehen zum landen einen Baum und die Drohne fällt aus 10m auf Kies. Das ist zu viel für die Drohne. Tot. Da muss ich mir wohl doch eine modernere kaufen 😜.

Wir essen am Abend im Buffet Haus Petit Panda China Restaurant. Sehr lecker. Ein tolles Selbstbedienungsbuffet. Speisen zum selbst zusammenstellen und Getränke inklusive. Alles was das Herz begehrt. Der Abend dann ruhig und es werden Pläne für die verbleibenden Tage geschmiedet.

Unseren zweiten Tag verbringen wir hier in Kiel mit einer kleinen Shopping-Tour. Mittags essen wir noch einen Croque als Pflichtprogramm, da wir in München noch niemanden gefunden haben, wo wir einen bekommen würde. Das gehört also zum Pflicht-Norden-Programm. Abends treffen wir uns dann mit Melanie und Dennis, die sich in Laboe noch ein Katamaran angeschaut hatten, im Gosh, wo heute After-Work-Party ist. Dort endet unser Abend aber noch nicht. Wir lassen unsere Weingläser mitgehen und sitzen noch bis nach 1 Uhr nachts bei ihnen in der Hotellobby und quatschen über die schönsten Art und Weisen, wie man das Leben genießen kann. Gegen 2 Uhr sind wir wieder am Grizzly und fallen ins Bett.

Nach dem Frühstück geht es noch ein wenig nördlicher. Wir besuchen meinen Bruder in Kappeln. Die Sonne im Gepäck kommen wir an. Wir genießen die Sonne und abends werden wir toll begrillt.

Für meinen Bruder und seinem Arbeitskollegen Sven und seine Frau Steffi geht es am Morgen früh raus. Das Ziel sind frische selbstgeangelte Heringe.

Wir schlafen aus und erkunden dann bis nachmittags Kappeln. Danach bekommen wir von Steffi frisch eingelegte Heringe, die in drei Tagen dann in München zu Bismarckhering geworden sind. Ich bekommen noch frisches Ingreisch, also Milch und Roge, welche gleich in der Pfanne landen. Abends grillen wir wieder gemütlich. Morgen ist dann erster Rückreisetag.

Es ist Ostern und wir frühstücken ausgiebig und schön. Wir verabschieden uns, es gibt noch Ostergeschenke (ein ganzes kaltgeräuchertes Lachsforellenfilet) und dann treten wir die Rückreise an. Schade, es ist zwar windig aber die Sonne scheint und gern würden wir noch bleiben.

Wir schaffen 450 km und übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz Melsungen. Direkt an der Fulda. Nichts besonderes aber schön für eine Nacht. Auf der Fahrt haben wir kurz hinter Hannover noch ein Croque-Laden angesteuert gehabt, so dass wir noch satt sind und uns einen gemütlichen Abend vor dem TV machen.

Selbst an unserem letzten Urlaubstag scheint die Sonne. Es wird nach dem Frühstück zusammengeräumt und dann treten wir die letzte Etappe für diesen Urlaub an. Zurück nach München.

Zimtschnecken-Kreuzzüge und große Hupen

Endlich! Gefühlt hielt der Winter 2026 den Atem ein wenig zu lange an, doch am Wochenende vom 20. bis 22. März gab es kein Halten mehr. Die erste echte Gelegenheit, unseren Grizzly aus dem Winterschlaf zu wecken, führte uns direkt nach Eichstätt. Gemeinsam mit Tanja, Klaus, Axel, Margitta, Sandra und Friedrich machten wir uns auf den Weg, um die ersten Frühlingsstrahlen und das lang ersehnte Camper-Leben in bester Gesellschaft zu genießen.

Wir kommen erstaunlich gut durch und unsere Freunde mit ihrem Morelos sind bereits vor Ort. Es gibt ein Gläschen Begrüßungswein. Zum Essen geht’s ins Restaurant Am Olivenzweig. Das Essen schmeckt sehr gut. Festzuhalten bleibt aber, dass Service dort nicht erfunden wurde. Hauptgericht vor Vorspeise. Ein Teil des Tisches isst, während der andere Teil sein Essen noch nicht hat und leider hat niemand dort die Charmepille geschluckt, der es zumindest ausbügeln könnte. Schade, da wie geschrieben das Essen gepasst hat.

Mit einer Knoblauchfahne des Todes, die von unserer kleinen Gruppe ausgeht, geht’s zurück zum Platz wo wir dann mit 8 Leuten am Tisch des Morelos von Axel und Margitta Platz finden und den Abend ausklingen lassen können. Wahnsinn wie viel Platz das Gefährt bietet und schön wie der Abend dann zusammen endet.

Am nächsten Morgen fällt das Aufstehen schwer. Somit fängst der Tag später an als sonst. Gut gestärkt geht es dann in die kleine Altstadt. Wir kapern ein kleines Café, plündern die Zimtschnecken-Vorräte und erobern gut gestärkt die Willibaldburg. Am Museum kommt unser Eroberungszug dann zum Erliegen. Keine Hunde erlaubt. Somit machen wir uns über die Vorräte des Gegners her. Im „Das Willibald“ stärken wir uns erneut und treten im Regen den Rückzug an.

Ein fröhliches Trinkgelagere geht dann dem abendlichen Besuchs des „Zum Höllbräukeller“ voraus, wo wir uns kulinarisch verwöhnen lassen.

Der Abend klingt dann wieder in gemeinsamer Runde aus. Wir unterhalten uns über Laute und grosse Hupen und lachen herzlich miteinander. Zeit für’s Bett.

Nach dem Frühstück wurde dann noch der schöne Osterwochenmarkt in der Altstadt besucht und die Sonne genossen. Das schöne Wochenende schreit nach Wiederholung.

Bis zum nächsten Mal.

Winterwonderland Chiemsee

2026 beginnt mit einem wunderschön sonnigen Wochenende, auch wenn es kalt ist. Die Piste in Ampfing ist gefroren. Der Himmel aber blau und somit bestes Flugwetter für einen kleinen Rundflug.

Also Heizung an, Prop frei und los geht es. Diesmal fliegen ohne Betriebsleiter und wir funken blind für den überschaubaren Platzrundenverkehr.

Vom heimischen Flugplatz in Ampfing geht es über die Piste 27 in Richtung Süden mit Kurs auf den Chiemsee, der toll in der Sonne funkelt. Im Voralpenland sind dann die Winde deutlich spürbar und wir drehen ab. Wir fliegen über die gepuderte Landschaft und schauen uns Wasserburg am Inn aus der Luft an, bevor wir dann wieder auf Heimatkurs gehen.

Wir landen und drehen noch zwei Platzrunden, bevor wir unsere MOPN wieder unter dem Dach im Hangar parken. Ein schöner kleiner Rundflug für den wunderschönen Wintertag gleich zum Jahresbeginn. So darf es in 2026 gern weitergehen mit dem Wetter.

Mittagessen in Konstanz am Bodensee

Der Wetterbericht verheißt für den 19. Oktober 2025 gute Flugbedingungen. Und so machen wir uns, mit zwei weiteren Fliegern von der Airbase Ampfing, zum Mittagessen auf den Weg zum Bodensee.

Der Flugplatz Konstanz mit der Kennung EDTZ begrüßt uns nach etwas mehr als einer Stunde Flugzeit herzlich schon über Funk. Den nicht ganz einfachen Anflug, durch den nahen schweizer Luftraum und dem kurzen Endeanflug, meistern wir gut und landen auf der Graspiste. Unsere Freunde sind bereits vor Ort und mit einem Taxi geht’s nach Konstanz. Wir besichtigen etwas die Stadt und kehren dann im Restaurant Roter Gugelhan ein.

Gestärkt geht es dann mit dem Taxi zurück zum Flugplatz. Wir bereiten unseren Rückflug vor, bevor es dann von der Piste 30 wieder zurück nach Ampfing geht.

Ein toller Kurzausflug an den Bodensee. Ohne Baustellen oder Stau.

Holland oder Niederlande

Bereits 2022 waren wir auf Texel in den Niederlanden. Da die Sommerurlaube im Süden uns langsam zu heiß und damit zu anstrengend werden, fahren wir auch dieses Jahr lieber in den Norden und am liebsten ans Meer. Warum also nicht nochmals nach Texel in der Provinz Noord-Holland. Es hat uns sehr gefallen.

Wir brechen am Freitag auf, mit einem Zwischenstopp auf unserem Lieblingsweingut bei Markus (B). Wir treffen uns dort mit Freunden, mit denen wir uns schon letztes Jahr hier verabredet hatten, zur Rieslingnacht mit Lucki Mauerer und übernachten dort auch. Friedrich und Sandra & Axel und Margitta in ihren Morelos und Klaus und Tanja und wir in unseren Kastenwagen. Wie könnte der Urlaub besser starten? Wir lassen uns köstlich begrillen, genießen beste Riesling-Weine aus Franken, von der Mosel, aus der Pfalz und natürlich dem Rheingau und lachen gemeinsam bis spät in die Nacht, denn auch das Wetter spielt pünktlich zum Urlaubsbeginn mit und man kann herrlich draußen sitzen.

Am Samstag geht es dann gleich zur nächsten Verabredung. Daisy und Gustavo erwarten uns in Köln. Wir übernachten auf dem Stellplatz Wiesenhaus Köln (C), einer kleinen grünen Oase direkt am Rhein.

Mit einem UBER geht’s zum Treffen. In einer urigen Kölner Kneipe gibt es das erste Kölsch, auf das ich mich gefreut habe. Rosa und Daniel sind extra noch vorbei gekommen, die uns seit ihrer Zeit in München auch sehr fehlen. Schön. Ein toller Abend. Dann hat Daisy uns ein Tisch im Restaurant Rheinzeit direkt am Rhein reserviert. Und es gibt „Himmel und Ääd“ für uns und es ist herrlich gut. Das beste Himmel und Ääd dass ich je gegessen hab.

Erst um 2 Uhr nachts sind wir zurück auf unserem nächtlichen Stellplatz. Es geht nur noch ins Bett und am nächsten Tag wird erstmal länger geschlafen. Um 11 Uhr müssen wir den Platz verlassen.

Für uns geht es aus Köln raus und Richtung Niederlande. Nach 3-4 Stunden Fahrt steuern wir den Yachthafen Wetterwille (D) an.

Hier stehen wir auf einem der angebotenen 5 Plätzen direkt im Yachthafen. Es gibt die ersten Muscheln im Yachthafen-Restaurant. Den Abend lassen wir ganz entspannt vor dem CamperVan ausklingen und genießen den Sonnenuntergang.

Nach einem Frühstück fahren wir nochmal ein Stündchen nach Uitgeest in den Yachthafen (E). Den Stellplatz hatten wir bereits auf unserer Sommerreise 2022 gefunden und weil es so schön war, verbringen wir hier unseren letzten Tag und eine Nacht auf dem Festland, bevor es dann mit der Fähre auf Texel geht.

Die Fähre erwischen wir um die Mittagszeit und schon um 14 Uhr sitzen wir auf dem Wohnmobilstellplatz am Campingplatz de Krim (F), nachdem aufgebaut ist, mit unserem Arrival-Drink im Sonnenstuhl.

Die ersten zwei Tage genießen wir es nichts zu tun. Das Wetter ist bislang hervorragend. Nachts mal ein kleiner Schauer. Die Tage scheint aber durchgehend die Sonne. Ein Eis, ein Schläfchen. Nur kein Stress aufkommen lassen 😉 . Abends ein paar Runden Kniffel, Grillen und den Tag genießen.

Zum Bummeln geht es dann mit dem Texelhopper-Bus nach De Koog. Auf der Westseite der Insel waren wir bei unserem letzten Besuch auf Texel noch nicht. Ein schönes kleines Fischerstädtchen.

Tags drauf leihen wir uns Fahrräder. Bossa ins Lastenfahrrad und auf nach Oudeschild. Hier ist Markt und wir schlendern durch den Hafen und die kleine Stadt. Besonders freuen wir uns auf die Texel-Austern und haben sogar Glück und können ein Kilo Krabben mitnehmen, die ich abends vor dem CamperVan puhle und damit unser Abendessen sichere. Frisches Baguette und Krabben satt. Lecker.

Markt ist dann auch am nächsten Tag in De Cocksdorp, was fußläufig gut in 15-20 Minuten zu erreichen ist.

Hatten wir bislang nur bestes Wetter, erwischen wir nun einen Tag mal Regen. Halb so schlimm. Wird dieser Tag einfach zum Filmtag auserkoren.

Und am Folgetag scheint wieder die Sonne ausgiebig. Wir unternehmen einen Tagesausflug nach Den Burg. Die größte der kleinen Städte auf Texel. Viel kleine Läden laden zum Bummeln ein. Zimtrolle und Kaffee in einem kleinen Bistro. Um 15 Uhr ist dann Time for Wine und gegen 18 Uhr sind wir zurück am CamperVan.

Unseren vorletzten Tag hier wollen wir die Sonne nochmals genießen, indem wir eine Bootsfahrt machen. Ab Oudeschild geht es zwei Stunden auf dem Wasser um den südlichen Teil der Insel und in den Hafen auf der Festlandseite. Seehunde sehen wir und vor allem genießen wir die Sonne und die frische Meeresbrise.

Den letzten Tag genießen wir nochmal die Ruhe am Platz, bauen alles ab und lassen den Tag gelassen ausklingen. Morgen soll es dann nicht all zu spät los gehen. Aufbruch zur Rückreise.

Ab geht die Post. Zurück aufs Festland mit der Fähre und zu einem besonderen Ziel. Alle 5 Jahre ist die Sail Amsterdam. Dieses Jahr zum 50. Mal. Das wollen wir mitnehmen. Kurzerhand steuern wir spontan den Campingplatz Amsterdam Gaasper (G) an und bekommen einen Stellplatz für eine Nacht. Wir kommen an uns setzen uns direkt in die Bahn in die Stadt.

Was für ein Spektakel! Ohne Ende Schiffe und Segelschiffe aus aller Welt und ganz Amsterdam steht Kopf. Am Ende des Tages haben wir 21.000 Schritte gemacht und sind fix&alle und fallen nur noch ins Bett.

Am nächsten Morgen geht’s dann weiter zurück. Noch ein paar Einkäufe in Holland und dann haben wir noch Appetit auf einen super Döner. Den besten im Ruhrpott. Wir steuern den Dönergrill Artuklu (H) an. Unscheinbar in Gelsenkirchen aber gut besucht und der Döner ist wirklich gut. Hier baut der Chef die Kalbsdöner-Spieße noch selbst und das schmeckt man. Lecker.

Übernachtung dann am Wohnmobilstellplatz Westpark Werdohl (I) an der Lenne.

Unsere letzten beiden Urlaubstage brechen an. Zum Abschluss gibt es ein Treffen mit Nico und Sohnemann, der aus seinem Urlaub im Norden auch zurück kommt. Wir treffen uns am Wohnmobilstellplatz Eibelstadt (J). Schön meinen besten Freund wiederzusehen. Bis spät in die Nacht halten wir es aus, bevor es dann am nächsten Tag wieder zurück nach München geht. Zwei tolle Wochen liegen hinter uns.

Ameisen mit Strohhut

Geplant war dieses Ostern 2025 die Normandie zu besuchen. Das Wetter spielt laut Vorhersage aber nicht wirklich mit und so entscheiden wir kurzerhand an die Ostsee zu fahren. Hauptsache ans Meer.

Am Freitag, den 11.04. machen wir uns auf zur ersten Etappe. Wir fahren einfach los, Richtung Usedom.

Nach ein paar Stunden Fahrt, wir kommen gut aus München raus, verlassen wir die Autobahn und übernachten dem Anlass angemessen in Schnarchenreuth. Das gibt es wirklich und der kleine Gasthof Gebhard (B) bietet einen kleinen und feinen Stellplatz für Übernachtungen an. Wir essen Hausmannskost im Gasthof und schlüpfen in unser mitgebrachtes Bett. Morgen wollen wir zeitig wieder los.

Schon um 8 Uhr geht’s nach einem Kaffee weiter. Wir sehnen uns nach Meer und absolvieren somit eine Mammut-Tour. Auf dem Hafengelände Zecherin (C) stehen wir 3 Meter von der Ostsee entfernt in einem kleinen Yachthafen. Stühle raus und bei einem Gläschen Wein genießen wir die Abendsonne und die Ruhe. Zum Abend haben wir regionales eingekauft und es gibt eine Brotzeit.

Morgens Frühstück und ein langer Spaziergang bei Sonne am kleinen Deich entlang. Es geht weiter.

Erstes Fischbrötchen in Zinnowitz und dann kommen wir auf dem Campingplatz Am Sandfeld (D) in Koserow unter, wo wir bereits gegen Mittag sind und somit die schöne Mittagssonne auch einfach Mal genießen können. Wir erkunden zu Fuß das kleine Örtchen und essen abends noch dort.

Nachts regnet es. Der neue Tag begrüßt uns aber auch wieder mit viel Sonne. Die mit der über die Kurkarte inbegriffene Zugverbindung nutzen wir und fahren nach Heringsdorf. Von dort aus schlendern wir nach Ahlbeck. Nicht ohne immer wieder Rast zu machen. Ein frisches Fischbrötchen und später ein Stück Kuchen versüßen uns den sonnigen Tag. Von Ahlbeck nehmen wir den Bus nach Bansin. Abendessen im Gosch und dann nehmen wir abends die Bahn zurück. Ein schöner Tag und wir haben jeden Sonnenstrahl genutzt.

Aber auch die gepflegte Urlaubsgammelei will gelernt sein. Bis fast 11 Uhr schlafen, Frühstück besorgen und dann einfach in der Sonne sitzen und ein Buch lesen. Ich genieße es an diesem Tag mal nichts zu machen. Abends bestellen wir einfach Pizza und dann kommen die beiden Nicos bei uns an und wir lassen den Abend schön zusammen ausklingen.

Am nächsten Morgen überraschen uns Tanja & Klaus mit ihren Hunden Ayoka und Xaver bereits beim Frühstück. Wir hatten, aufgrund der langen Anfahrt, erst am Nachmittag mit ihnen gerechnet.

Ein wirklich sonniger Tag, dem wir alle die Nase entgegenstrecken bis zum Nachmittag. Dann besuchen wir die schöne Seebrücke in Koserow. Abends dann Einkehr in einem schönen Restaurant und der Abend wird dann kurz, weil wir von frischer Luft und Sonne alle müde sind.

Gründonnerstag weckt uns wieder ein Tag voller Sonnenschein. Nicht selbstverständlich bei den Wettervorhersagen. Besser können wir es uns nicht wünschen. Heute steht Zinnowitz auf dem Aktivitätenkalender. Mittags machen wir uns auf. In Zinnowitz läuft das große Osterfest und unser kleiner Osterumzug aus fünf Erwachsenen, einem Kind und drei Hunden fällt in das kleine Örtchen ein. Fischbrötchen, Eis und ein Bierchen bei bestem Wetter.

Als Andenken an die schönen Tage gibt es eine kleine gut gelaunt Ameise mit Strohhut für alle.

Abends ein Restaurantbesuch und dann geht’s heim und die Männerrunde aus Klaus und mir halten bis Mitternacht durch.

Karfreitag geht’s in die Karls Erdbeerhof Erlebniswelt. Leider haben nicht nur wir diese Idee. Unmengen an Kindern aber wir halten durch. 😜

Abends dann der Schock. Die Mädels meinen wir müssen wohl oder übel verhungern. Karfreitag und alles sei ausgebucht. Entspannt ergattern wir aber alle zusammen einen schönen Tisch beim Griechen. Kein Problem wenn sich die Männer kümmern. Wir lassen es uns gut gehen und nach einem Schlummertrunk dann früh ins Bettchen. Das gehaltvolle Essen will verdaut werden, was zumindest mir gar nicht so leicht fällt. Nur der nächtliche Regen und das Prasseln aufs Dach hilft zu schlafen.

Der Samstag, unser letzter Tag hier auf Usedom, ist dann zumindest einigermaßen trocken und wir haben klare Luft. Für heute steht schon der Plan, einen längeren Spaziergang an der Ostseepromenade zu unternehmen. Es geht von Ahlbeck nach Bensin, wo wir dem örtlichen Gosch nochmals ein Besuch abstatten. Zurück in Koserow haben wir noch einen gemütlichen Abend zusammen, bevor es am nächsten Morgen die erste Etappe zurück geht. Tanja & Klaus können sich noch einen weiteren Tag hier gönnen. Die Nicos und wir fahren bis kurz hinter Leipzig an den Goitschesee. Auf dem Parkplatz (E) dort darf man campen und wir genießen den Tag voller Sonne und fast 20° C. Wir bekommen noch einen schönen Sonnenuntergang geboten und nachts ein gemütliches Gewitter.

Kulinarisch hat der kleine Ort nicht viel zu bieten. So statten wir dem kleinen Dönerladen einen Besuch ab.

Am letzten Tag, dem Ruckreisetag, geht es dann zurück und der Osterrückreiseverkehr ist deutlich spürbar. Gut erholt kommen wir aber zurück und zählen gleich die Wochen zum nächsten Urlaub in Italien. 7 sind es. Bis dahin freue ich mich auf einige Flüge mit meinem neuen Flugzeug.