Ostsee-Ostern und Crash

Die Fliegerei hat das letzte und vorletzte Jahr stark geprägt. Es wird Zeit, unseren guten alten Grizzly wieder zu bewegen und die Leichtigkeit des Lebens zu zelebrieren, wie es Conny immer so schön sagt. Noch letzte Woche waren wir einstimmend mit Freunden und insgesamt 4 Campermobilheimen in Eichstätt. Nun steht unsere traditionelle Osterreise in meinen Norden auf dem Programm und einiges mehr, oder soll ich lieber „Meer“ sagen?!

Drei Punkte auf unserer Route sind fix und der Rest wird, wie wir es so lieben, spontan. Wir besuchen unsere Urlaubsfreunde aus Ägypten, Juli und Shuki, in Berlin, den Airpark Müritz, wo es noch Grundstücke mit direktem Stellplatz für den Flieger vor der Haustür zu kaufen geben soll und wir wollen Rügen erkunden. Durch einen familiären Notfall passt der Besuch bei Juli und Shuki auf dem Hinweg nicht rein. Vorerst haben wir den Gedanken auf der Rückreise dort vorbei zu schauen. Aber es kommt alles anders.

Freitag. Stift fallen lassen und jetzt ist Urlaub.

Unseren Grizzly haben wir noch am Vorabend gepackt und so geht es direkt los. Wir schaffen es bis zum Wohnmobilstellplatz Münchberg (B), den wir bereits kennen. Wassertank aufgefüllt und eine schöne Brotzeit zum Abend. Schön, da ich das Brotbacken seit einigen Wochen für mich entdeckt habe und mich inzwischen auch an Sauerteigbrot getraut habe. Gärhardt, unser Sauerteig (Gären usw. 😜) und ich haben uns noch heute ein frisch gebackenes Brot beschert, dass wir uns schmecken lassen.

Morgens geht’s weiter immer Richtung Norden. Wir plündern noch das Outlet Elstal und steuern dann Camping am Havelkanal (C) an, der uns für eine Nacht ein kleines Plätzchen bietet. Das kleine italienische Restaurant direkt am Platz empfängt uns herzlich und das Abendessen ist hervorragend. Eine Runde Kniffeln und dann früh ins Bett. Morgen geht es weiter zum Airpark Müritz (D).

Wir werden herzlich empfangen und dürfen das eingezäunte Areal erkunden. Ein riesiger Spielplatz für Erwachsene. Alle Arten von Häusern, Tinyhouses und umgebauten Hangars.

Wir geraten immer mehr in Gedanken. Hier ein kleines Domizil im Norden, mit der Möglichkeit die MOPN direkt vor der Haustür zu parken, nachdem man auf der angrenzenden Piste 07/25 gelandet ist. Das wird uns noch ein wenig beschäftigen. Ein 1250 m²-Grundstück haben wir uns schon ausgesucht. Mal sehen. Vielleicht wird das ja ein Bro-Project?!

Wir dürften bleiben und übernachten, entscheiden aber noch 10 Minuten zum Müritz-Segel-Verein Rechlin e.V. (E) weiter zu fahren. Der Hafenmeister macht uns freundlich auf und als einziger Campervan-Besucher gibt es ein Platz in erster Reihe an der Kleine Müritz. Wir sitzen noch draußen und genießen die zaghafte Sonne mit Blick aufs Wasser. Essen gibt es heute selbstgekocht. Also verfeinert aus der Dose. Wir sind vorbereitet.

Ausgeschlafen geht es dann weiter nordwärts. Rügen voraus. Auf die Insel und bis nach Sassnitz, wo wir auf dem Wohnmobilstellplatz Stadthafen Sassnitz (F) noch einen der letzten zwei Plätze bekommen. Direkt vor dem Hafenbecken. Wir eilen zu den kleinen Verkaufskuttern und gönnen uns den ersten Bismarckhering im Brötchen direkt auf der Bank davor mit den neidischen Blicken der einheimischen Möwen. Herrlich und die Sonne meint es gut und scheint uns ins Gesicht. So ist Urlaub. Wir schlendern weiter und finden einen kleinen Strandkorb. Versorgt mit frischem Fisch und einem Gläschen Weißwein lassen wir uns die Sonne auf die Nase scheinen.

Die Abendplanung übernimmt Conny. Hätte sie übernehmen sollen. Mit Vorfreude stürmen wir kurz vor 20 Uhr das Restaurant Kutter, die aber leider um 20 Uhr den Feierabend ausrufen. Am Ende sitzen wir beim Italiener, der mit ein paar Miesmuscheln etwas den Abend versüßt, der dann aber mit Spaghetti Carbonara endet. Dafür sind wir jetzt aber nicht einmal durch Deutschland gefahren.

Zurück am Grizzly bekomme ich dann noch eine Abreibung bei Hangman. Fischessen und Gesellschaftsspiele sind heute nicht mein Ding.

Morgen wird wieder alles gut.

Leider fängt die Saison hier erst ab April so richtig an und wir entscheiden uns kurzfristig um, nicht auf Rügen zu bleiben und Richtung Nordsee zu fahren. Leider wird es dann auf der Rückreise auch nichts mit dem Besuch in Berlin bei Juli und Shuki. Manchmal durchkreuzt eben auch unsere eigene Spontanität die Pläne. Erster Zwischenstopp in Wismar.

Im Wohnmobilpark Westhafen Wismar (G) finden wir ein Plätzchen und erkunden den kleinen Hafen. Für das leibliche Wohl sorgt das Ahoi von Steffen Henssler mit Hamburger Pannfisch und ein kleiner Fischladen der ein tolles Sortiment anbietet und unser Frühstück morgen veredelt.

Nach dem fischlastigen Frühstück geht es nun an die Kieler Förde. Der Wohnmobilstellplatz Förde- und Kanalblick (H) hat ein Plätzchen in erster Reihe mit bester Aussicht für uns.

Mittags besuchen uns mein Bruder Stefan und Dalina. Und es passiert. Nach Jahren crashe ich die Drohne. Ich übersehen zum landen einen Baum und die Drohne fällt aus 10m auf Kies. Das ist zu viel für die Drohne. Tot. Da muss ich mir wohl doch eine modernere kaufen 😜.

Wir essen am Abend im Buffet Haus Petit Panda China Restaurant. Sehr lecker. Ein tolles Selbstbedienungsbuffet. Speisen zum selbst zusammenstellen und Getränke inklusive. Alles was das Herz begehrt. Der Abend dann ruhig und es werden Pläne für die verbleibenden Tage geschmiedet.

Unseren zweiten Tag verbringen wir hier in Kiel mit einer kleinen Shopping-Tour. Mittags essen wir noch einen Croque als Pflichtprogramm, da wir in München noch niemanden gefunden haben, wo wir einen bekommen würde. Das gehört also zum Pflicht-Norden-Programm. Abends treffen wir uns dann mit Melanie und Dennis, die sich in Laboe noch ein Katamaran angeschaut hatten, im Gosh, wo heute After-Work-Party ist. Dort endet unser Abend aber noch nicht. Wir lassen unsere Weingläser mitgehen und sitzen noch bis nach 1 Uhr nachts bei ihnen in der Hotellobby und quatschen über die schönsten Art und Weisen, wie man das Leben genießen kann. Gegen 2 Uhr sind wir wieder am Grizzly und fallen ins Bett.

Nach dem Frühstück geht es noch ein wenig nördlicher. Wir besuchen meinen Bruder in Kappeln. Die Sonne im Gepäck kommen wir an. Wir genießen die Sonne und abends werden wir toll begrillt.

Für meinen Bruder und seinem Arbeitskollegen Sven und seine Frau Steffi geht es am Morgen früh raus. Das Ziel sind frische selbstgeangelte Heringe.

Wir schlafen aus und erkunden dann bis nachmittags Kappeln. Danach bekommen wir von Steffi frisch eingelegte Heringe, die in drei Tagen dann in München zu Bismarckhering geworden sind. Ich bekommen noch frisches Ingreisch, also Milch und Roge, welche gleich in der Pfanne landen. Abends grillen wir wieder gemütlich. Morgen ist dann erster Rückreisetag.

Es ist Ostern und wir frühstücken ausgiebig und schön. Wir verabschieden uns, es gibt noch Ostergeschenke (ein ganzes kaltgeräuchertes Lachsforellenfilet) und dann treten wir die Rückreise an. Schade, es ist zwar windig aber die Sonne scheint und gern würden wir noch bleiben.

Wir schaffen 450 km und übernachten auf dem Wohnmobilstellplatz Melsungen. Direkt an der Fulda. Nichts besonderes aber schön für eine Nacht. Auf der Fahrt haben wir kurz hinter Hannover noch ein Croque-Laden angesteuert gehabt, so dass wir noch satt sind und uns einen gemütlichen Abend vor dem TV machen.

Selbst an unserem letzten Urlaubstag scheint die Sonne. Es wird nach dem Frühstück zusammengeräumt und dann treten wir die letzte Etappe für diesen Urlaub an. Zurück nach München.

2 Gedanken zu „Ostsee-Ostern und Crash

  • 7. April 2026 um 9:29 Uhr
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    Lieber Mic, liebe Conny und lieber knuddliger Bossa
    Es hört sich nach sehr schönen Stunden an ☀️🍀🙏😘 Ganz liebe Grüße an Euch

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    • 7. April 2026 um 16:10 Uhr
      Permalink

      Liebe Christiane,
      das war eine wunderschöne Zeit. Leider geht die schöne Zeit immer so schnell vorbei. Aber der nächste Urlaub kommt bestimmt und dann auch wieder hier was zum Nachlesen.
      Liebe Grüße

      Antworten

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